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das  muß  als  ein  schwerer  militärischer  Fehler  bezeichnet  werden,  denn
es  war  klar,  daß  alle  Sonderinteressen  am  besten  gewahrt  wurden,
wenn  ein  gemeinsamer  Sieg  erfochten  wurde,  der  nur  bei  einbeitlichem
  Randeln  erreicht  werden  konnte.

Hindenburg  rettete  die  militärische  Lage,  und  es  ist  nicht  zu
leugnen,  daß  Fehler  wie  die  bisher  genannten,  die  offen  zutage
liegen,  unter  seiner  Kührung  schwerlich  nachgewiesen  werden  können.
Auch  wagt  man  sich  an  seine  Größe  nicht  heran,  und  aller  Haß  der
Reichszerstörer  wendet  sich  gegen  seinen  Dertrauten,  General  Ludendorff,
  der  gemeinsam  mit  ihm  die  Derantwortung  trug.  Ihm  werden
die  unsinnigsten  Dorwürfe  gemacht,  weil  man  gar  zu  gerne  die  Schuld
am  Susammenbruch  Deutschlands  auf  die  Heerführung  abwälzen
möchte.  Diese  Dorwürfe  beweisen  aber  nur  die  völlige  militärische
Unfähigkeit  der  betreffenden  Strategen  oder  ihre  Böswilligkeit.  In
Wirklichkeit  wird  Ludendorff,  trotz  aller  verleumderischen  Darstellungen
  seiner  Gegner,  für  alle  Seiten  in  der  Geschichte  dastehen  als
der  eisenharte  große  Stratege,  der  bis  zuletzt  die  Fahne  hochgehalten
hat,  der  er  zugeschworen.  Ihm  können  vielleicht  im  einzelnen  Irrtümer
  nachgewiesen  werden,  wie  sie  allem  menschlichen  Tun  anhaften,
  niemals  aber  wird  man  ihm,  solange  man  der  Wahrheit
treu  bleiben  will,  Unfähigkeit  nachweisen  können.  Sollte  er  aber
wirklich  einmal  die  Nerven  verloren  haben,  was  ich  bezweifle,  so
wäre  das  wohl  verständlich  bei  der  ungebeuren  Größe  der  Derantwortung,
  die  lange  Jahre  auf  ihm  lastete.  In  dem  vorliegenden
Falle  griff  er  mit  Rindenburg  gemeinsam  tatkräftig  ein.  Die  SEinheitlichkeit
  der  führung  wurde  geschaffen,  indem  Deutschland  militärisch
an  die  Spitze  des  Zundes  gestellt  wurde;  die  Bestürmung  von
Derdun  wurde  sofort  aufgegeben;  die  Kriegsmittel  wurden  dem
Rindenburgprogramm  entsprechend  in  großartiger  Weise  vermehrt.
125000  Arbeiter,  die  der  Armee  entzogen  werden  mußten,  wurden
trotz  aller  Zedrängnisse  neu  in  die  Industrie  eingestellt.  Rumänen
und  Russen  wurden  geschlagen,  und  endlich  wurde  zur  Offensive  in
Frankreich  übergegangen.  Das  Wesen  unserer  Bundesgenossen  vermochten
  auch  BHindenburg  und  Ludendorff  nicht  zu  ändern.

Esterreich  war  ein  morsches  Staatsgebäude,  das  nur  durch  die
Herson  des  alten  Kaisers  noch  zusammengehalten  wurde.  Seine
Dölker  strebten  auseinander;  seine  Verwaltung  war  schwerfällig  und
vielfach  unehrlich.  Seine  Truppen,  die  schon  im  Frieden  vernachlässigt
  wurden,  waren  zum  Teil  allerdings  vorzüglich,  zum  Teil
aber  auch  völlig  unbrauchbar  und  unzuverlässig.  Es  bedürfte  fortwährender
  militärischer  und  wirtschaftlicher  Unterstützung  und  fraß
an  Deutschlands  Kräften.

Zulgarien  verfolgte  lediglich  seine  Sonderinteressen.  Seine
Truppen  waren  anßerhalb  des  Balkans  nicht  zu  brauchen.  Es
mußte  wirtschaftlich  und  militärisch  fortwährend  unterstützt  werden.
Dennoch  war  es  hinter  unserem  Rücken  dem  Golde  der  Sntente