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Thurchill,  also  ein  englischer  Minister,  „und  der  Unterwasser-Seehandelskrieg
  hätte,  anstatt  Amerika  auf  unsere  Seite  zu  führen,  uns
alle  durch  Hunger  zu  unbedingter  Übergabe  gezwungen.  .  ..  Es  war
ein  gleiches  Wettrennen  bis  zum  Ende,  aber  am  Ende  sind  wir  sicher
durchgekommen,  weil  die  ganze  Nation  unverwandt  zusammenarbeitete
  .  ..  je  mehr  wir  von  dem  Kampfe  erfahren,  um  so  mehr
erkennt  man,  an  welchen  kleinen,  dünnen,  gefährlichen  Fädchen
unser  Erfolg  hing.“  «

e  mehr  man  die  Verhältnisse  studiert,  desto  mehr  überzeugt
man  sich,  daß  dieser  Mann,  der  die  Derhältnisse  wohl  zu  beurteilen
vermochte,  in  allen  Hunkten  recht  hatte.  Die  Engländer  haben  es
überhaupt  nicht  verstanden,  daß  wir  uns  zum  Frieden  bereit  finden
ließen.  In  wenigen  Wochen  wären  sie  und  die  Franzosen  am  Ende
ihrer  Kraft  und  zufrieden  gewesen,  wenn  sie  einen  Frieden  erlangt
hätten,  der  die  politischen  Derhältnisse  im  Westen  unverändert  ließ.
Alles  hätten  wir  freilich  nicht  erringen  können,  was  wir  anfangs
erstrebten,  als  uns  der  Krieg  von  England  und  seinen  Verbündeten
aufgezwungen  wurde  —  denn  daß  wir  an  dem  Kampfe  schuld
seien,  ist  eine  plumpe  Lüge,  die  es  nicht  der  Mühe  wert  ist,  von  neuem
zu  widerlegen  —,  aber  unbesiegt  und  hoher  Ehren  voll  wären  wir
aus  dem  ungleichen  Weltkampfe  hervorgegangen,  wenn  wir  nur  noch
wenige  Wochen  ausgehalten  hätten,  und  das  allein  schon  hätte
genügt,  um  unsere  Sukunft  zu  sichern  und  dem  Feinde  das  Schwert
aus  der  RKand  zu  schlagen.  Auch  Friedrich  der  Große  hat  viele
Fehler  begangen  —  welcher  Sterbliche  wäre  groß  genug,  um  alle
Fehler  zu  vermeiden?  —  Er  hat,  wie  ich  das  schon  in  der  Einleitung
hervorgehoben  habe,  die  Schlacht  von  Kolin  verloren,  wie  wir
die  Marneschlacht;  er  hat  den  Feind  nur  allzuoft  im  eigenen  Lande
gesehen  und  hat  oft  genug,  wie  wir  im  Sommer  1916  und  im
Rerbst  1018,  am  Rande  des  Abgrundes  gestanden,  so  nach  der
Schlacht  von  Kunersdorf;  aber  er  ist  doch  schließlich  als  Sieger  aus
dem  ungleichen  Kampfe  hervorgegangen,  weil  er  auch  im  Unglück
standhaft  blieb  und  lieber  mit  dem  Degen  in  der  Hand  untergehen
wollte,  als  einen  schmählichen  Frieden  zu  schließen  —  wie  wir  ihn
geschlossen  haben.

Wer  wie  ich  in  jenen  Tagen  an  der  Front  war,  der  weiß,  daß
wir  militärisch  noch  vieles  hätten  leisten  können,  und  er  vermag
zugleich  zu  beurteilen,  daß  unsere  Gegner  in  kurzer  Seit  fertig  und  zu
einer  energischen  Tat  überhaupt  nicht  mehr  fähig  gewesen  wären.

Wenn  wir  dennoch  Frieden  schlossen,  uns  freiwillig  aller  Waffen
entäußerten  und  jede  Schmach  und  Schande  auf  uns  nahmen,  so  ist
der  Schlüssel  zum  Derständnis  dieser  Tatsache  nicht  in  den  bisher  angeführten
  Derhältnissen,  sondern  in  der  Holitik  zu  suchen.  Die
WMänner  haben  uns  gefeblt,  denn  diejenigen,  die  hier  an  der  Spitze
standen,  waren  keine  Männer  in  des  Wortes  vollster  Bedeutung.
Sie  konnten  sich  niemals  zu  einem  ganzen  Entschluß  aufraffen,