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teils  auf  die  Seite  der  Entente  treten  würde.  Das  einzige  Mittel,
das  zu  verhindern,  war  in  der  baldigen  Miederkämpfung  Englands
gegeben,  und  hierzu  bot  der  U-Boot--Handelskrieg  das  geeignete
Mittel.  Diese  Ansicht  wurde  schon  zur  damaligen  Zeit  vertreten.
Alle  Mittel  hätten  daher  angewandt  werden  müssen,  um  die  Sahl  der
U-Boote  zu  vermehren  und  den  Krieg  so  rücksichtslos  wie  möglich
zu  führen,  denn  halbe  Maßregeln  sind  im  Kriege  besonders  verderblich.
  Dennoch  brach  unsere  politische  Leitung  vor  den  Drohungen
Amerikas  hoffnungslos  zusammen,  und  man  zog  es  vor,  lieber  die
Bekämpfung  Englands  aufzugeben,  als  Amerika,  das  doch  der
Sntente  verfallen  war,  herauszufordern.  Unter  diesem  Einfluß  wurde
der  U-Boot-Krieg  in  einer  Weise  geführt,  der  weder  England
niederkämpfen,  noch  Amerika  an  der  Teilnahme  am  Kriege  verhindern
  konnte,  dagegen  den  Feinden  alle  Seit  ließ,  sich  in  jeder
Weise  gegen  die  U-Boote  zu  sichern.

Es  gibt  vielleicht  im  ganzen  Weltkriege  kein  traurigeres  Kapitel
als  das  des  U-Zoot-Krieges,  und  mit  ihm  ist  der  Name  Bethmann
Hollweg  in  ewiger  Schmach  verbunden.  Bei  seiner  Amwendung
drängten  sich  die  Ralben  Maßregeln,  und  selbst  als  unter  dem  Einfluß
  Rindenburgs  und  des  Admirals  Scheer  im  Frühjahr  1917  der
rücksichtslose  U-Boct-Krieg  beschlossen  war,  wurden  immer  noch
einzelne  neutrale  Flaggen  von  der  Dernichtung  auf  Betreiben  des
Auswärtigen  Amts  ausgenommen  und  damit  der  Erfolg  des  Ganzen
in  Frage  gestellt.  50  wurde  England  nicht  niedergekämpft  und
Nordamerika  zum  Kriege  gebracht.  Das  Gegenteil  konnte  erreicht
werden.

Aber  auch  abgesehen  von  dem  U-Boot-Krieg  war  unsere  äußere
Holitik  im  höchsten  Grade  minderwertig  und  vielfach  verderblich.

Don  ihr  wurde  die  Kriegserklärung  an  Rußland  und  Frankreich
ohne  Sntun  der  Armee  erlassen.  Sie  gab  urbi  et  orbi  die  Verletzun
der  belgischen  Nentralität,  die  die  Gegner  in  Wirklichkeit  läng
begangen  hatten,  als  unsere  Schuld  zu.  Sie  vermochte  Ztalien
nicht  vom  Kriege  zurückzuhalten,  zu  dem  es  freilich  trotz  freiwilliger
Dersicherung  des  Gegenteils  längst  entschlossen  war.  Sie  versäumte
es,  Rumänien  zu  einer  uns  genehmen  Seit  zur  Entscheidung  zu
zwingen.  Sie  verhinderte,  wie  es  scheint,  1015  den  Entscheidungskampf
  gegen  die  Grient-Armee.  Sie  zog  die  Unterhandlungen  in
Brest-Citowst  in  kaum  glaublicher  Weise  in  die  Länge,  um  nachher
den  Frieden  mit  Rußland  sofort  zu  erreichen,  als  die  Oberste  Beeresleitung
  energisch  eingriff.  Ebenso  verfuhr  sie  in  Rumänien.  Sie  war
es,  die  das  Königreich  Holen  schuf,  das  uns  sofork  verraten  sollte.
Sie  Remmte  überall  die  Gberste  Beeresleitung  und  suchte  ihren  halben
und  äugstlichen  Maßregeln  Geltung  zu  verschaffen.  Sie  organisierte
die  bolf  sche  Wühlarbeit,  indem  sie  den  Gesandien  Joffe  in
Berlin  duldsete.  Sie  sal  ihre  Bauptaufgabe  in  der  Bekämpfung
Ver  Obersten  Herresleitung,  die  doch  allein  umstande  war,  einen  an-