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Auge  hatten,  und  —  wenn  sie  auch  ihre  besonderen  Harteianschanungen
  Begten  —  demnoch  ohne  jeden  HRintergedanken  beren  waren,
dem  Wohle  des  Daterlandes  jedes  eigene  Interesse  zu  opfern.  Sie
sahen  in  dem  Feldmarschall  von  Hindenburg  den  getreuen  Elklehard
der  deutschen  Mation.  Don  der  Macht  der  entgegengesetzten  Richtung
wußten  sie  sich  keinerlei  Rechenschaft  m  geben.  Sie  sahen  und  erfuhren
  zwar  ihre  angespannte  Tätigkeit,  aber  sie  glaubten  nicht  an
die  Möglichkeit  des  Daterlandsverrats  im  großen  Stile.  Der  Reichskanzler
  Graf  Hertling  gehörte  zu  ihnen.  Aber  er  kämpfte  fortwährend
  gegen  eine  Wilitärdiktatur  und  sah  nicht  ein,  daß  sie  allein
uns  retten  konnte.  Er  ging,  als  er  sich  der  Auffassung  der  politischen
Lage  durch  den  Reichstag  unmöglich  mehr  anschließen  konme.

Am  entgegengesetzten  Klügel  standen  die  Unabhängigen:  die
Hartei  der  Revolution.  Sie  wühlten,  wie  schon  gesagt,  von  auswärtigem
  Gelde  und  auswärtigen  Jdeen  unterstützt,  mit  aller
Macht.  Ihr  Siel  war  der  Umsturz  alles  Bestehenden,  um  auf  den
Trümmern  des  Reiches  die  eigene  KRerrschaft  zu  errichten  und  die
eigenen  Lüste  zu  befriedigen.  Sie  sahen  sehr  wohl  ein,  daß  es  vor
allem  darauf  ankomme,  die  Armee  zu  gewinnen,  die  die  festeste
Stütze  des  Bestehenden  war  Sie  war  draußen  im  Kriege.  Man
konnte  sie  daher  nur  indirekt  zu  zerstören  suchen.  Der  VDersuch  wurde
mit  allen  Mitteln  unternommen.  Er  war  nur  an  einzelnen  Stellen
erfolgreich.  Im  Lande  selbst  aber  waren  die  Ersatzbataillone.  Sie
bildeten  fast  die  einzige  militärische  Macht,  die  zu  bekämpfen  war.
Sugleich  bildeten  sie  das  beste  Mittel,  um  auf  die  Armee  selbst  einzuwirken.
  Der  Ersatz  konnte  dazu  dienen,  den  Gedanken  der  Revolution
  in  die  Armee  zu  tragen.  Auf  ihn  vor  allem  richtete  sich  daher
die  Tätigkeit  der  Umstürzler.  Nicht  ohne  Erfolg.  Man  konnte  das
deutlich  den  Leuten  anmerken,  die  aus  der  Beimat  spärlich  genug  der
Armee  zuströmten.  Die  tatsächliche  Not,  die  in  der  Heimat  herrschte,
und  die  feindliche  Hropaganda  arbeiteten  ihnen  in  die  Bände.

Swischen  beiden  Harteien,  den  geistig  Hochstehenden  und  den
Umstürzlern,  stand  die  Masse  des  deutschen  Dolkes,  vor  allem  der
Adcl,  die  Kleinbürger  und  die  Banern,  während  die  Masse  der
Arbeiter  sich  mehr  und  mehr  den  Umsturzparteien  zuwandte.  Diese
Elemente  waren  durch  die  Not  und  die  lange  Dauer  des  Krieges
zermürbt.  Diele  waren  gefallen.  Die  Jugend  war  infolge  Fehlens
aller  väterlichen  Sucht  vollständig  verwildert  und  urteilslos.  Der
feindlichen  Dropaganda  wurde  oft  mehr  geglaubt  als  den  Wohlgesinnten
  im  eigenen  Lande,  weil  sie  in  völliger  Gerwissenlosigkeit
Dinge  zu  versprechen  schien,  die  den  eigenen  Münschen  des  deutschen
Dolkes  gerecht  wurden,  die  sie  aber  niemals  zu  halten  gedachte.  Die
Menge  der  Deutschen  war  vor  allem  völlig  führerlos,  und,  an
eine  Führung  gewöhnt,  bereit,  in  ihrer  Urteilslosigkeit  jedem  zu
folgen,  der  sie  zielbewußt  ergriff  und  den  Dolkswünschen  schmeichelké.

Als  daher  der  militärische  Rückschlag  eintrat,  als  Scharen  von