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Sieger  dienen  müssen,  der  in  den  Reihen  unseres  eigenen  Dolkes  zu
unserer  ewigen  Schmach  seine  Derbündeten  hat.  Noch  sind  wir  nicht
imstande,  uns  wieder  zu  erheben,  und  die  Schande  von  uns  zu
schütteln,  die  wir  in  frevelhaftem  Tun  verwirkt  haben.  Aber  wir
können  immer  und  immer  wieder  der  Schmach  gedenken,  die  wir  auf
uns  geladen  haben,  zornglühend  gedenken  aller  der  zahllosen  Gemeinheiten
  und  Grausamkeiten,  die  unsere  Feinde  an  unseren  Gefangenen
  und  Dolksgenossen,  soweit  sie  deren  habhaft  werden  konnten,
  begangen  haben  —  Franzosen  und  Engländer  in  noch  weit
höherem  Grade  als  die  Russen  —;  wir  müssen  vor  allem  unser
Nationalgefühl  stärken,  das  immer  versagt  hat,  so  weit  die  Geschichte
  reicht,  wenn  schwere  Hrüfungen  an  uns  herantraten;  wir
müssen  arbeiten  lernen  wie  noch  nie;  wir  müssen  von  uns  schütteln,
die  uns  in  der  Stunde  der  Gefahr  verraten  haben;  wir  müssen  den
jüdischen  Geist  von  uns  werfen,  der  uns  die  Revolution  und  mit  ihn
das  Derderben  gebracht  hat;  wir  müssen  immer  wieder  uns  an
das  Wort  des  Großen  Kurfürsten  erinnern:  „Gedenke,  daß  du  ein
Deutscher  bist.“  Dabei  müssen  wir  in  allem  unserem  Tun  den  Kampf
der  Sukunft  im  Auge  behalten,  damit  die  Stunde  uns  vorbereitet
findet,  wenn  einst  der  Zuf,  wie  schon  einmal,  erschallen  wird:
Der  Freiheit  eine  Gasse!  Wasch  die  Erde,
Dein  deutsches  Land  mit  deinem  Blute  rein.

Wir  werden  viel  erdulden  müssen,  bis  diese  Stunde  schlägt.
Eine  völlige  Umwälzung  der  politischen  Welt,  ist  —  soweit  Menschenaugen
  blicken  können  —  ihre  Voraussetzung.  Kein  Mensch  kann
sagen,  wann  dieser  Umschwung  erfolgen  wird.  Er  kann  lange  Zeit
auf  sich  warten  lassen,  er  kann  auch  früher  erfolgen,  als  wir  denken.
Wir  müssen  also  bereit  sein.  Unsere  Regierung  muß  den  politischen
Umschwung  vorzubereiten  suchen.  Wir  alle  aber  müssen  uns  in  den
Waffen  üben  und  solche  bereit  halten.  Es  gibt  Mittel  genug,  dieses
Siel  zu  erreichen,  wenn  wir  nur  alle  einmütig  wollen,  wenn  wir
die  Schande  nicht  mehr  tragen  wollen,  die  uns  heute  erdrückt.

Für  die  Alten  aber,  die  das  Schwert  nicht  mehr  heben,  und  auch
sonst,  von  Feinden  umgeben,  nur  wenig  für  die  Gesundung  unseres
Dolkes  tun  können,  für  sie  gilt  des  Dichters  Mahnung:

So  betet,  daß  die  alte  Kraft  erwache,
Daß  wir  dastehn,  das  alte  Volk  des  Siegs!
Die  Märtprer  der  heil'gen  deutschen  Sache,
Oruft  sie  an  als  Genien  der  Rache,
Als  gute  Engel  des  gerechten  Kriegs!  (Nörner.)

S