und  in  ihm.  Oft  redet  er  dabei  von  den  drei  Gottes—
Stiftern,  wenn  ihm  allerlei  selbstgewähltes  Heiltum  das
Herz  schwer  macht.  Das  sind  die  vom  Paradiese  her
verordneten,  aus  dem  Schöpferwillen  durch  die  heilsame
Erlösung  für  den  Tag  der  Vollendung  vermeinten  des
Hauses,  des  Staates  und  der  Kirche.  Was  er  an
und  in  ihnen  getan  hat,  das  macht  ihn  uns  lieb.

Luther  hat  die  Ehre  des  Christenhauses  wieder
helle  leuchten  lassen.  Die  Pietät  gegen  das  eigene  Elternhaus,
  das  doch  eine  harte,  oft  freudlose  Jugend  ihm  bescherte,
  hat  ihn  befähigt,  sein  Haus  würdig  zu  gründen
und  vorbildlich  auszugestalten.  Wenn  er  1511  zu  Rom
schier  bedauert  hatte,  daß  seine  Eltern  noch  lebten,  weil
er  ihnen  gerne  die  Guttat  einer  besonders  heilkräftigen
Totenmesse  hätte  angedeihen  lassen,  so  hielt  er  sich  allerwege
  in  ernstem  und  dankbarem  Gehorsam  gegen  die
Seinen.  Des  Vaters  ernstes  Wort  an  jenem  Maitag  1507,
ob  der  Eintritt  ins  Kloster  nicht  gottwidrig  gewesen  sei,
ist  ihm  lange  nachgegangen.  Und  den  herrlichsten  Dank
hat  er  dem  Vater  erstattet,  als  er  ihm  den  Trostbrief
schrieb  (15.  Februar  1530).  „Es  ist  ja  dieses  Leben
nichts  anderes  als  ein  rechtes  Jammertal,  drinn  man  je
länger  je  mehr  Sünde  und  Unglück  sieht  und  erfährt  und
ist  des  kein  Aufhören  noch  Abnehmen  da,  bis  man  uns
mit  der  Schaufel  nachschlägt,  da  muß  es  doch  aufhören
und  uns  zufrieden  in  der  Ruhe  Christi  schlafen  lassen..
sintemal  der  Abschied  von  diesem  Leben  vor  Gott  viel  geringer
  ist,  denn  ich  von  Mansfeld  hieher  von  euch  oder
ihr  von  Wittenberg  gen  Mansfeld  von  mir  zöget.  Das
ist  gewißlich  wahr,  es  ist  nur  um  ein  Stündlein  Schlafs
zu  tun,  so  wirds  anders  werden.“  Die  liebe  Mutter  aber
ward  von  dem  Sohne  reichlich  in  dem  bekannten  Brief
(vom  20.  Mai  1531)  aufgerichtet.  „Lieber  Tod,  liebe  Sünde,
wie  lebst  du  und  schrechst  mich?  Kenmst  du  nicht  einen,
der  von  dir  sagt:  Ich  habe  die  Welt  überwunden.  Mir

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