eines  geliebten  Kindes  gestanden,  das  „heilige  selige  Gesellen,
  ihm  zu  großem  und  einzigem  Trost“  abgefordert
haben,  haben  das  Weh  mit  dem  unfertigen,  heimwehkranken,
  ältesten  Sohne  erduldet,  über  den  der  Vater  wohl
zürnen  konnte,  „lieber  einen  toten  als  einen  ungeratenen
Sohn.“  —  Durch  das  Haus  ging  nicht  wie  ein  finsteres
Gespenst,  wohl  aber  als  rechter,  starker  Hausgeist  Zucht
und  Sitte.  Der  in  der  Jugend  hart  gestäupte  Mann  hieß
neben  der  Rute  den  Apfel  liegen  und  die  Liebe  aller
Weisheit  Quell  sein.  Wohl  von  ihm  stammt  das  (später
von  Joh.  Gigas  weiter  gegebene)  Wort,  die  erste  Konjugation
  beginne  mit  amo,  ich  liebe,  erst  bei  der  zweiten
setze  das  moneo,  die  Ermahnung,  ein  und  vollends  die
Strafe  komme  erst  der  letzten  4.  Konjugation  und  ihrem
punio  zu.  Nun  ist  der  Vater  geschäftig,  daß  die  alten
Klosterräume,  die  jetzt  fröhliches  Kinderspiel  belebt,  heimisch
werden.  Am  Jensterbrett  blüht  die  geliebte  Reseda  und
zum  Fenster  grüßt  der  Kirschbaum  mit  seinen  Blüten
herein,  im  Garten  singen  die  Vögel,  die  Horglosigkeit
lehren  und  ihren  höhnisch-gemütlichen  Klagebrief  gegen
Wolf  Sieberger  vorbringen,  den  alten,  vertrauten  Diener
des  Hauses.  Wenn  Essenszeit  Kkommt,  soll  Einfachheit  die
Speisen  würzen  —  Bratäpfel  und  ein  Hering  haben  dem
Manne  ernster  Arbeit  oft  genügt  —  aber  am  festlichen
Tage  darf  der  Vogel  St.  Martins  sich  einstellen  sei's  auch
nur,  damit  der  ungeratene  Sohn  des  um  einen  Beruf  für
ihn  verlegenen  Vaters  die  Haut  von  der  Bratgans  abziehe
und  —  den  Befähigungsnachweis  für  das  Gerbergewerbe
erbringe.  Wenn  aber  gute  Freunde  und  Gäste,  der  „Bruder
Studium“  sich  einstellen,  dann  soll  Freude  mit  guten
frommen  Leuten  und  ein  Stübchen  Bier  oder  Wein  nicht
fehlen,  ohne  daß  Luther,  „einer  der  stärksten  Esser  und
Trinker  seiner  Zeit“  gewesen  wäre,  wie  Janssen  ihm  bezeugt.
  Da  hören  die  Kinder  Märlein  und  Schwänte,  alten
Sang  und  Sage,  und  bald  wendet  das  Gespräch  sich  auf

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