Laurentius  Zech,  Kanzler  von  Magdeburg),  wiewohl  „wir
die  heilsamen  Sprüche,  die  man  auf  seinen  Knien  vor
Jerusalem  nach  Rom  holen  sollte,  dieweil  wir  ihr  so  viel
haben,  und  sie  so  in  stetem  Gebrauch  und  gemein  sind,
nicht  achten“  (30.  Juli  1530).  —  Der  Glaube,  der  da
hurtig,  fröhlich  und  trotzig  gegen  Gott  und  alle  Kreatur
macht,  soll  durchs  Gebet  gestärkt  werden,  sonderlich  durchs
heilige  Vater  Unser,  das  „zweifellos  der  größte  Märtyrer
ist  und  doch  ist  auf  Erden  kein  edleres  Gebet  zu  finden,“
wie  es  denn  Luther  täglich,  aber  in  zwei  Teilen  betete,
und  „soll  das  Amen  bei  solchem  und  andrem  Gebet  stark
gemacht  werden.“  Dazu  soll  der  Glaube  ans  Wort  durch
eben  dieses  Wort  und  seine  heilsam  große  Darbietung  im
Sakrament  gemehrt  werden.“  „Da  man  nichts  siehet
als  des  Menschen  Finger,  der  da  tauft,  und  das  Wasser,
das  er  über  das  Kind  geußt,  als  eine  Kreatur,  und  nichts
hört,  denn  das  arme  Wort  aus  des  Täufers  Mund,“  ist
doch  das  gnadenreiche  Wasser  des  Lebens  und  der  Anfang
aller  neuen  Kreatürlichkeit,  in  den  man  immer  wieder
kriecht,  so  man  Buße  tut,  von  und  über  dem  es  heißt
„einmal  angefangen  und  immer  darinnen  gegangen.“  Wie
er  selbst  in  der  Rückerinnerung  an  seinen  Tauftag,  den
Tag  Martini,  Trost  und  Kraft  fand,  so  heißt  er  den
Kindern  den  Tauftag  teuer,  den  Erwachsenen  wert  und
bedeutsam  machen,  als,  der  getauft  ist,  wahrhaftig  in
Thristus  und  CThristus  in  ihm  ist.  Wahrlich,  Luther  hat
den  Taufstein,  wie  Freybe  so  reichlich  nachweist,  wieder
teuerwert  gemacht,  mit  Gottes  Wort  und  Verheißung  umrankt
  und  umgrünt  sein  lassen  und  die  ÖSpendung  der
Taufe  fein  öffentlich  vornehmen  heißen,  den  Kindlein  zur
Freude,  den  Alten  zur  seligen  Mahnung,  der  Kirche  und
ihrem  Herrn  zur  Ehre,  daß  „Seine  Gnade  sich  reche  und
streche  vom  Aufgang  bis  zum  Niedergang,  von  Mittag
bis  gegen  Mitternacht  und  alle  überschatte.“  (20.  Juli  1524).
Andererseits  tröstet  Luther  in  seelsorgerlicher  Weisheit  die

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