christlichen  Mütter  ungetauft  gestorbener  Kinder  1542:  „Gott
hat  nicht  an  die  Sakramente  seine  Macht  gebunden.“
Der  Schwachheit  des  Glaubens  bietet  der  erhöhte  Herr
im  Sakramente  des  Altars  sich  an,  den  Luther  wieder
auf  göttlichen  Befehl  mit  dem  Kelch  für  alle  schmückt
und  des  Opfers  entkleidet,  das  ein  ewiges,  einmaliges,
vollgültiges  Opfer  teils  ergänzen,  teils  näher  bringen  will,
als  ob  es  nicht  durch  das  hohenpriesterliche  „Es  ist  vollbracht“
  ganz  geschehen  und  ohne  irgend  welchen  Mangel
und  für  alle  Sünde  gleichmäßig  und  auf  immer  zugänglich
wäre.  „Kommt,  kommt,  wo  wollt  ihr  hinaus  mit  euren
vergebenen  und  vergeblichen  Gedanken?  Er  sagt  nicht
allein:  Kommt,  sondern  alle,  beiner  ausgeschlossen,  er  sei
wer  er  wolle  und  wenn  er  gleich  der  allerärmste  wäre,
denn  solche  werden  zuletzt  die  besten.  Huren  und  Buben
müssen  es  tun,  die  Weltfrommen  gehören  hierher  nicht,
die  saubere  Kleider  anhaben.“  (An  einen  Ungenannten).
Mit  heilsamer  Gewißheit  betont  Luther  in  der  Auslegung
und  seelsorgerlichen  Andienung  des  heiligen  Abendmahls
das  teure:  „für  euch,“  denn  in  diesen  beiden  Worten,  die
den  Willen  des  Stifters  als  fortgültigen  und  ganz  uns
und  unserem  Heil  zugewendeten  verbürgen,  liegt  das
größte  Geheimnis  der  Liebestat,  die  schöpferische  und  erlösende
  Gaben  zu  Einer  Gnadengabe  vereint  und  das
notwendige  „tägliche  Brot“  mit  der  Fülle  seiner  Lebensmitteilungen
  in  der  erhöhten  Heilandspersönlichkeit  umkleidet,
  den  heilsam  erquichenden  Trank  mit  dem  Reichtum
seiner  durch  Kreuz  und  Tod  verklärten  Liebe  erfüllt,  „verborgen
  im  Brot  so  klein  und  sein  Blut,  verborgen  im
Wein“  —  „eine  eitel  heilsame  tröstliche  Arznei,  die  Leben
gebe,  beide  an  Seele  und  Leib,  denn  wo  die  Seele  genesen
  ist,  da  ist  dem  Leibe  auch  geholfen.“  (Großer
Katechismus.)
Wenn  aber  trotz  der  kraftvollen  Predigt,  diesem  „allerhöchsten,
  heiligsten  und  nötigsten  Gottesdienst,“  trotz  der
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