Sorv.  omta.  207

Land  fünf  Jahr  und  die  außer  Lands  zehn  Jahr
ohne  rechtliche  Ansprach  inne  hat  —  der  hat  nach
den  Landrechten  in  Bayern  vollkommen  Nutz  und
Gewehr  ersessen  und  solch  Gut  vor  weiterer  Ansprach
  durch  Verjährung  gesichert,“  Baron  Schmitt
führt  jedoch  bei  quaestio  4  zu  Titel  26  Art.  5
aus,  daß  das  Gesetz  bei  der  Ersitzung  von  körperlichen
  und  unkörperlichen  Sachen  keinen  Unterschied
machen  wollte  und  schlieht  daraus,  cum  praescripliones
  rerum  corporalium  et  incorporalium  eli
invicem  assimilatae  sint,  weiter:  „ex  quo  seduitur,
  quod  etiam  Ser  vitus  ex  titulo  emptionis
  acquisita  hreserkbatur  quinque  annis
inter  praesentes  et  decem  annis  inter  absentes.
Ralio  clara  est,  qduia  tempus  praescriptionis  im
patria  nostra  quoad  corporalia  ad  hos  terminos
restricta  est,  ergo  etiam  restricta  esse  debet  in
incorporalibus  et  servitutibus.  Diximus  quoad
titulum  emptionis  et  ven  ditionis,  nam
Sicut  qucad  reliquos  titulos  in  supra  tit.  9  de
dispositione  juris  communis  in  rebus  corporalibus
  nihil  immutatum  est,  ita  neque  in  praescriptione
  incorporalium  et  servitutum.“  Daß
die  Servitus  ex  iitulo  emptionis  acquisita  hier
keine  andere,  als  jene,  von  welcher  Schmitt  oben
in  quaestio  1  zu  Art.  3  Ziff.  26  spricht,  daß  sie  also  diejeuige
  Dienstbarkeit  ist,  welche  dadurch  ver  meintlich
zur  Entstehung  gelangt,  daß  der  Besitzer  des  dienenden
  Grundslückes  ein  auf  Einräumung  derselben
gegen  einen  bestimmten  Preis  gerichtetes  —  Kaufs-Geschäft
  mit  dem  Besitzer  des  herrschenden  Grundstücks
  abschließt,  kann  wohl  bei  dem  Zusammenhange,
in  welchem  die  beiden  Erörterungen  Schmitt's
stehen,  keinem  Zweifel  unterliegen.

Aus  den  angeführten  Stellen  des  Landrechts
von  1616  und  dem  Kommentare  des  Baron
Schmitt  hiezu  ging  die  hier  in  Frage  stehende