
28 Neuere oberstrichterliche Erkenntnisse. 
nen der Ehefrau mindestens insoweit, als es sich 
um für Zwecke der Haushaltung, oder zum Besten 
der Gemeinschaft, oder mit Zustimmung des Man- 
nes gemachter Schulden, oder auch um Delikts- 
schulden derselben handle. — Bayr. Land-Const. 
Tit. VII S. 4, 5. — Preuß. Landr. Thl. II Tit. 1 
§. 391, 380, 384, 389, 390 mit 321, 324, 328, 
329. — Arnold, Beitr. Bd. 1 S. 166 Nr. 4 
u. S. 174 Nr. 1. — Srsen aAbreus. Pr. R. Bd.3 
S. 524, 525. — Bd. 21 S. 503, 
Bd. 26 . 324, Beil vi. 3 374. — Mit- 
termaier, d. Pr. R. 6. Aufl. S. 402 Z. I. u. III.— 
Gerber, d. Pr. R. 8. Aufl. S. 374. — Was 
nun aber von Verbindlichkeiten gelte, welche von 
einer Ehefrau vertragsmäßig eingegangen worden, 
oder aus unerlaubten Handlungen derselben ent- 
sprungen seien, müsse auch in Ansehung solcher Ver- 
pflichtungen der Frau Geltung haben, welche, un- 
abhängig von deren Willen, aus thatsächlichen Zu- 
ständen kraft des Gesetzes hervorgingen, wie dieses 
namentlich bezüglich der auf Blutverwandtschaft be- 
ruhenden Alimentationspflicht der Fall sei. — Auch 
diese bilde bei bestehender allg. GG. ein auf dem 
gesammten Ehevermögen ruhende gemeinsame Last, 
welche von dem Ehemanne als dem gesetzlichen Ver- 
walter dieser einheitlichen Masse zu bestreiten sei. — 
Entin. des preuß. Ob.Tr. Bd. 38 S. 214, Bd. 47 
372. — Striethorst, Arch. Bd. 45 S. 148, 
* 69 S. 49. — Bl. f. RA. Bd. 11 S. 59 
Jot. 1. — Förster, preuß. Priv. R. Bd. 3 S.668 
2 u. 4. 
Wenn geltend gemacht werde, die hier in Rede 
stehende Alimentationspflicht der Ehefrau habe die 
Eigenschaft einer vorehelichen Schuld nicht, so er-