
Zu Theil 1 Abschn. 5 des RStGB. 443 
Schwarze: l. c. S. 297; Oppenhoff: 
Komm. S. 168 N. 3, S. 171 N. 11; 
Otto: I. c. S. 142 3. 3; Hahn: l. c. 
S. 51 N. 112; pr. OTr. 29. März 1857 
(Goltd. A. V, 686), 8. Dez. 1861 
(Oppenh. R. II, 159), 12. Febr. 1863 
(Oppenh. R. III, 275, Goltd. A. XI, 355), 
26. Mai 1865 (Oppenh. R. VI, 152, 
Goltd. A. XlII. 592). 
6) Da s§. 74 ausdrücklich nur von zusammen- 
treffenden Verbrechen oder Vergehen, im Gegensatze 
zu der allgemeinen Fassung des §. 73, spricht, und 
die Konkurrenz der Uebertretungsstrafen, deren Natur 
schon eine Manipulation mit denselben nach 8. 74 
unmöglich macht, in S. 77 beziehgsw. 78 deshalb 
besonders geregelt ist, so gelten die Vorschriften des 
erstgedachten §. blos für jene Fälle, bei welchen 
ein Zusammenfluß von Verbrechen oder Ver- 
gehen vorliegt, während die Konkurrenz einer Ueber- 
tretung mit Verbrechen oder Vergehen ebenso wie 
eine solche von blosen Uebertretungen vom Stand- 
punkte des §. 74 aus unberücksichtigt blelbt und 
davon abgesondert nach §S.77 u. 78 zu behandeln ist; 
a. B. wegen Diebstahls (S. 242) als Einzelstrafe 
1 Monat Gefängniß, wegen Körperverletzung (§.223) 
als Einzelstrafe 3 Monat Gefängniß, wegen Ruhe- 
störung (§. 360 Z. 11) 3 Tage Haft, Gesammt- 
guge 3 Monat und 8 Tage Gefängniß und 3 Tage 
Haft. 
Rüdorff: lI. c. S. 221; Oppenhoff: 
Komm. S. 171 N. 17; Otto: J. c. S. 144 
Z. 8; Hahn: I. c. S. 51 N. 112; pr. 
O#r. 23. Mai 1864 (Goltd. A. XII, 524, 
Oppenh. R. IV, 519). 
Anderer Meinung ohne nähere Motivirung 
Schwarze: J. c. S. 299.