
508 Zu Theil 1 Abschn. 5 des RtSGB. 
301; Bl. f. RA. 1874 S. 309), 5. u. 31. 
Jan. 1874 (Bl. f. RA. 1874 S. 377 u. 
309), 8. Mai 1874 (Bl. f. RA. 1874 
S. 308), 31. Dez. 1874 (Bl. f. RA. 1875 
S. 349). 
Ueber den Begriff des fortgesetzten Verbrechens 
und seine Anwendung in der bayr. Praxis, bezw. 
über hiebei auch angenommene ideale Konkurrenz 
vgl. noch weiter: 
Zeitschr. f. G. u. Rechtspfl. Bd. I S. 45, 
197, 281, 254, 389, 521; II 26, 30, 76, 
352, 461; III 33, 140, 168, 209, 217, 
223, 235, 273, 318, 378, 395, 467, 506; 
IV 28, 40, 61, 86, 95, 109, 172, 322, 
418, 505, 555; V 12, 90, 110, 163, 232, 
252, 373, 463, 508; VI 156, 426, 433, 436; 
VIII 441; IX 21 u. Note auf S. 23; X 
291, 1043; Sten glein's Zeitschr. f. G. u. 
R. Bd. 1 S. 242; II 183, 325; XII 261, 
106; XIII 59, 205; Sammlung 2c. Bd. III 
S. 212; Sitzungsberichte 2c. Bd. II S. 278, 
40; III 510; V, 344. — 
Demnach wurde der Begriff des fortgesetzten 
Verbrechens in der Praxis bisher angenommen: 
beim Diebstahle durch mehrere Entwendungen an 
derselben Person, aus demselben Behältnisse oder 
Orte (wiederholtes Melken der Kuh eines Anderen), 
dann: beim Diebstahle, bei der gemeinen Unter- 
schlagung und beim Betruge durch Benützung des- 
selben Dienst-, Gewerbs= oder Geschäfts-Verhält= 
nisses oder derselben Veranlassung, sowie beim Be- 
truge durch die gleichen Vorspiegelungen oder bei 
derselben betrügerischen Unternehmung, belim Be- 
trugsversuche durch Bestimmung eines Anderen zur 
Unterzeichnung einer Schuldurkunde mit nachfolgen- 
der gerichtlicher Einklagung der Schuld ohne Er- 
reichung des beabsichtigten Erfolges, bei wiederhol-