100  Aus  der  Lehre  von  der  Entmündigung.

schluß  nicht  gezogen  werden  kann,  daß  diese  Warnung
eine  Voraussetzung  der  Ungiltigkeit  ist.  So  z.  B.:
das  Bamberger  Landrecht.  Weber  RBd.  J
Thl.  2  S.  692  §  1
die  Pflegeordnung  der  Si  Augsburg  v.
1779  Tit.  IV  8  26,  Weber  IV,  1  S.  402
§  119  Nr.  8,  Huber  Abriß  S.  14;
das  Kemptener  Stadtrecht,  Weber  ’l#,  1
S.  681  8  191;
die  Vogtel=  und  Vormundschofts-Ordnung  der
Stadt  Lindau  vom  5.  Februar  1738  Tit.  1
5  3  (hienach  sollen  den  Verschwendern  ex
officio  curatores  gesetzt  und  verordnet
werden  und  zwor  una  cum  decreto,
daß  niemand  mit  solchen  Leuten  als  öffentlich
  deklarirten  Verschwendern  und  Aushausern
  etwas  mehr  kontrahlren  und  handeln
  oder  widrigenfalls  ein  solcher  Kontrakt
und  Handel  nichtig  und  von  keinen  Kräften
sein  solle,  Weber  IV,  1  S.  736  §  62  Nr.  *
das  Memminger  Stadtrecht,  Weber  IV,
S.  789  §  58;
das  Wctcherher  Landrecht  v.  1610  Thl,  II
Tit.  XXX  Abs.  1  S.  319;  ..
das  Schweinfurter#  Staintareent,  Weber  III,  2
S.  595  §  96  Nr.  2—5;
das  Hohenloher  Lanbrech  Thl.  II  Tit.  1  86
verordnet  nur,  daß  ein  Üübler  Haushalter
von  der  Herrschaft  für  einen  Verschwender
durch  Urtheil  zu  erklären  ist  (Arnold  I
S.  403  Nr.  6);  von  einer  öffentlichen
Erklärung  (nach  Weber  II,  1  S.  227
§  80  Nr.  2,  a)  ist  daselbst  keine  Rede.
Es  erglbt  sich  jedoch  für  das  Hohenloher
Landrecht,  wie  für  die  Fränkische  L.-G.-O.
(Weber  III,  1  S.  235,  236  §  261  und
262,  Sammlg.  bayer.  oberstr.  Entsch.  i.  S.