106  Zur  Erinnerung  an  Eduard  von  Zink.

ersten  Hälfte  des  Bestehens  dieser  Blätter  ein  emsiger,
treuer  und  äußerst  schäybarer  Mitarbeiter  derselben
war,  so  dürfte  eine  kurze  Schilderung  seines  Lebens  und
Wirkens  hier  wohl  am  Platze  sein.  »
Eduard  von  Zink  wurde  am  5.  Februar  1798  in
Würzburg  geboren  als  der  älteste  Sohn  des  damaligen
kaiserlichen  Landgerichts-Secretärs  und  späteren  k.  bayer.
Oberappellationsgerichts-Direktors  Ernst  August  von
Fink  und  seiner  Gattin  Barbara  geb.  Voll.  (Durch  die
olgende  Verehelichung  seiner  jüngeren  Schwester  Auguste
mit  Johann  Adam  von  Seulferh  wurde  er  verschwägert
mit  dem  Begründer  dieser  Blätter.)  Nachdem  er  seine
Studien  an  dem  Gymnasium  seiner  Vaterstadt  mit  Auszeichnung
  vollendet,  bezog  er  im  Herbste  des  Jahres  1814
die  dortige  Universität,  um  sich  dem  Studium  der
Rechtswissenschaft  zu  widmen.  Inzwischen  war  sein
Vater  i.  J.  1817  als  Rath  des  obersten  Gerichtshofes
nach  München  versetzt  worden,  wohin  sich  der  Soyn  im
Herbste  des  Jahres  1818  gleichfolls  begab,  um  sich  weiter
für  den  Staats-Dienst  vorzubereiten.  Im  Faßre  1820
bestand  er  bei  der  kgl.  Regierung  des  Isarkreises  zu
München  die  Konkursprüfung  zum  Staatsdienst  und  behauptete
  unter  14  Kandidaten  den  ersten  Platz  mit  den
oten  der  ausgezeichneten  Befähigung.  Am  9.  Januar
1821  Ahiielt  er  den  Acceß  beim  k.  Kreis=  und  Stadtericht
  München,  am  8.  Januar  1822  jenen  beim  Appelationsgerichte
  des  Isarkreises  ebendaselbst.  Nach  diesen
Vorstufen  erfolgte  unterm  16.  September  1822  schon  die
erste  Anstellung  Zinks  als  Assessor  außer  dem  Status
bei  dem  k.  Kreis=  und  Stadtgericht  Schweinfurt.  Vom
1.  Jannar  1824  an  wurde  von  Zink  als  zweiter  Assessor
an  das  kgl.  Kreis=  und  Stadtgericht  München  versetzt.
Nicht  3  Jahre  hatte  er  diese  Stelle  inne,  als  ihn  ein
allerh.  Decret  vom  9.  August  1827  zum  5.  Mslessor  beim
Appellationsgeriche  für  den  Oberdonaukreis  in  Neuburg
ernannte.  ls  solcher  wurde  er  im  Jahre  1836  mehrere
Monate  im  Staatsministerium  der  Justiz  zu  legislativen
Arbeiten  als  Hilfsarbeiter  verwendet.  Nach  Beendigung
dieser  Berufung  erhielt  er  von  der  höchsten  Stelle  die
ehrenvollste  Anerkennung  für  seine  geleisteten  Dienste.
Unterm  10.  Januar  1838  erfolgte  —  Beförderung
um  Rath  des  Appellationsgerichts  für  den  Kreis  Mittelfranken
  in  Ansbach,  später  in  Eichstädt  und  unterm
7.  Juli  1840  zum  Rath  des  k.  Oberappellationsgerichts