Zweiter  Ergänzungsband.  A  26.
Dr.  J.  A.  Feuffert's
Plätter  für  Rechtsunwendung

zunächst  in  Bayern.

Inhalt:  Wichlelseluts  Testament  ml  Substliutlon  eines  Erben  mili  der
Bestlmmung  der  Unwlderrustichkeit.  Verhällnih  des  Substliuten  gegenüber
  den  Legalaren  bezüglich  des  Abzuges  der  Quart.  Deßsallsiger

—  Schelngeschäft.  Legilimallon  des  Drlitlbesigers,  wenn

Entsi  eidungen  des  obersten  Gerichtshofes  für
Bayern  rechts  des  Rheines.

1.
Wechselseitiges  Testament  mit  Substitution  eines  Erben  mit
der  Bestimmung  der  Unwiderruflichkeit.  Verhältniß  des
Substituten  gegenüber  den  Legataren  bezüglich  des  Abzuges
der  Quart.  Deßfallsiger  Verzug.

Aus  den  zugleich  den  bezüglichen  Sachverhalt  enthaltenden
  Motiven  eines  oberstrichterlichen  Erkenntnisses,
  ergangen  in  der  Streltsache  eines  Legatars
gegen  den  substituirten  Erben,  in  welcher  Sache  es
sich  als  Hauptfrage  um  den  Abzug  der  quarta  falcidia
  handelte,  ist  bezüglich  dieser  Frage  und  der
rechtlichen  Natur  des  Delatlonsgrundes  im  gegebenen
  Falle  Nachstehendes  zu  entnehmen:

Die  Bauerseheleute  Konrad  und  Maria  Z.  errichteten
  am  1.  September  1854  ein  Testament,
worin  sie  sich  gegen  seitig  zu  Erben  einsetzten,
für  den  Fall  ihres  beiderseitigen  Absterbens  den  Bauer
Konrad  Fr.  substituirten  und  demselben  gemeinschaftlich
  Vermächtnisse  auflegten.  Ein  solches  Te-II.

  Ergänzungsband.