Gutsabtretung.  Querela  inoffic.  donationis.  221

Erwähnung  gemacht  worden,  und  es  ist  deshalb  von
mehreren  Rechtslehrern  die  Ansicht  ausgesprochen
worden,  daß  auf  onerose  Geschäfte  die  Anwendbarkeit
  dieser  Querel  nicht  ausgedehnt  werden  könne.
Vgl.  Seuffert,  PR.  §.  664.  Schweppe,  r.  PR.
8.  970.  Puchta,  Pand.  S.  484  ).

Es  ist  jedoch  von  den  meisten  Rechtslehrern
anerkannt,  daß  auch  bei  onerosen  Geschäften  die
duerela  inofl.  donat.  insoweit  anwendbar  ist,  als
in  denselben  eine  mit  Pflichttheilsverletzung  der  Notherben
  verbundene  Schenkung  enthalten  ist,  was
namentlich  bei  wohlfeilem  Verkaufe  einer  Sache  der
Fall  sein  kann  ).

Diese  Klage  steht  aber  nicht  dem  Schenker,
sondern  dem  Pflichttheilsberechtigten  zu,  welchem  dadurch,
  daß  die  Sache  unter  dem  wahren  Werthe
verkauft,  also  theilweise  verschenkt  wurde,  eine
Schmälerung  seines  Pflichttheiles  zugefügt  wurde  2).

2)  Vgl.  auch  Anm.  3.  bayer.  LR.  Th.  III  Kap.  VIII
.  14  lit.  u.

4)  Vangerow,  Leitfaden,  §.  482  Note  1,  Arndts,
Pand.  §F.  597,  Mühlenbruch  in  Glück  Komm.
Bd.  XXXVI  S.  133  u.  134,  Keller,  Pand.  F.  518.
Seuffert  Archiv  Bd.  IX  Nr.  193,  Bd.  XVII  Nr.  76.
Franke  a.  a.  O.  K.  46  S.  540—54s1.

3)  Göschen,  Vorlesungen  Bd.  II  §.  541  S.  456.
Thibaut,  3.  563.  Lellez  9  518.  Seuffert,
PR.  &amp;.  664.  Arndts,  8.  597.  Franke,  a.  a.  O.
F  44.  Eusfeit  Archio  8  II.  Nr.  356,  Bd.  IV
Nr.  137.
reten  wird  die  Frage:  ob  der  Schenker

nicht  selbst  die  Schenkung  in  dem  Falle  anfechten

könne,  wenn  ihm  Kinder  erst  nach  der  Schenkung
geboren  werden,  deren  Pflichttheil  er  mit  weggegeben
hat.  Vgl.  Franke  K.  44.  Schweppe  r.  PR.

.  971.  Savigny,  System  §.  168  Note  c.  Vangerom

  Leitfaden  K.  482  Note  4.  Arndts  8.  597

S.  882  Note  2.