162  Präsentation  dea  Wechsels.

„am  Zahlungstage“  —  legte  und  eine  Wechselvorzeigung
  nach  dem  Zuhlungstage  hiemet  nicht  für
erlassen  erachtete  (Erk.  v.  Mid  7  856  in  der
Zeitschrift  für  —ne  und  Rechtspflege  in
Bayern,  Bd.  III  S.  546);  ferner  gegenüber  dem
Eigenwechselaussteller  das  Wechselgericht  Kiel  und
das  holsteinische  Obergericht  Glückstadt,  von  welchen
  ein  entscheidendes  Gewicht  darauf  gelegt  wurde,
daß  die  für  gezogene  Wechsel  gegebene  Bestimmung
des  Art.  44  auf  eigene  Wechsel  im  Art.  98  nicht
ausgedehnt  worden  sei  (Erk.  v.  6.  Nov.  1850  bzw.
v.  8.  Febr.  1852  r  Archiv  für  deutsches  Wechselrecht
  Bd.  1  S.  242).

Für  die  chMeeiige  Ansicht  entschied  sich
die  weit  überwiegende  Mehrzahl  deutscher  Gerichtshöfe:
  so  das  preußische  Obertribunal  zu  Berlin,
welches  in  Ansehung  des  Auspruches  auf  die  Wechselsumme
  die  Wechselvorzeigung  zur  Zahlung  als  einen
  faktischen  Bestandtheil  des  Einlösungs=  und
Zahlungsaktes  charakterisirt  (Erk.  v.  18.  Mai  1854
im  Arch.  für  d.  Wechs.-R.  Bd.  IV  S.  354;  Erk.
v.  24.  Jan.  1857  in  Seuffert's  Archiv  für  Entscheidungen
  der  obersten  Gerichtshöfe  in  den  deutschen
  Staaten  Bd.  XII  Nr.  78);  daß  niederösterreichische
  Oberlandesgericht,  das  k.  k.  Oberlandesgericht
  in  Böhmen  und  der  k.  k.  oberste
Gerichtshof  (s.  die  Entscheidungen  im  Arch.  für
d.  Wechs.-R.  Bd.  III  S.  343  u.  Bd.  V  S.  433);
das  Oberappellationsgericht  zu  Rostock  (Erk.  v.
1.  Dez.  1853  in  Seuffert's  Achiv  Bd.  X  Nr.  279);
das  O#.  zu  Celle  (Erk.  v.  16.  Aug.  1856  in
Seuffert's  Archiv  Bd.  XII  Nr.  77);  das  frühere
Wechsel=  und  Merk  icht  zu  Freising
  und  das  Wechselappellationsgericht  zu  uschaf
fenburg  (s.  Zeitschr.  f.  Gdetze.  95  Rechtspfl.

Bd.  lII  S.  507  u.  Bd.  IV  S
Innerhalb  des  sehnes  Gibhtsgetrauches