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für  Lehrerinnen  und  Schulvorsteherinnen  ernannt  hat.  Als  Termine  für  diese  Prüfungen  sind
festgesetzt  der  3.  April  und  die  folgenden  Tage,  der  25.  September  und  die  folgenden  Tage.

1900,  Jan.  25.  Magistrat  hat  bestimmt,  daß  die  Stadiverordneten-Ersatzwahlen  am  12.  und  13.  Februar
in  der  Turnhalle  der  Kaiserin  Auguste  Victoria-Schule  stattfinden  sollen,  die  zu  diesem  Zwecke
in  Bereitschaft  zu  stellen  ist.

„  Jan.  26.  Magistrat  teilt  mit,  daß  der  am  1.  April  1900  in  den  Ruhestand  tretenden  Lehrerin
Fräulein  Flügel  bei  der  Feststellung  der  Pension  auch  die  Zeit  angerechnet  ist,  während  welcher
sie  vor  bestandener  Prüfung  als  Lehrerin  im  städtischen  Dienste  thätig  war.

„  Jan.  28.,  Magistrat  übersendet  eine  Anweisung  an  den  Schulwärter  betreffs  Lüftung  und  Reinigung
  der  Turnhalle.

„  März  2.  Magistrat  macht  die  Mitteilung,  daß  Frl.  Vollmer  als  Mitglied  des  Lehrkörpers
gewählt  worden  ist  (an  Stelle  von  Frl.  Flügel).

„  März  10.  Magistrat  hat  Frl.  Kempe  die  Vertretung  einer  Lehrstelle  vom  1.  April  1900  bis
zum  31.  März  1901  übertragen.

C.  Chroni  k.

Am  11.  Oktober  1898  wurde  der  Unterzeichnete  in  Gegenwart  des  Herrn  Oberbürgermeisters
Geh.  Regierungsrats  Haken,  verschiedener  Mitglieder  des  Magistrats  und  der  Stadtverordneten-Versammlung,
  der  Direktoren  mehrerer  Stettiner  Gymnasien,  befreundeter  Kollegen  und  des  Lehrkörpers
der  Anstalt,  sowie  sämtlicher  Klassen  der  Schule  durch  Herrn  Stadtschulrat  Dr.  Krosta  in  der  Aula
feierlich  in  sein  Amt  eingeführt.  In  seiner  Antrittsrede  stellte  er  es  als  selbstverständlich  hin,  daß  er  bei
allseitigem  Wohlwollen  Gerechtigkeit  und  Billigkeit  üben,  nur  sachliches  Urteil  kennen  und  jedem,  der  seinen
Rat  begehre,  ein  williger  Berater  sein  wolle.  Besonderes  Interesse  habe  für  ihn  eine  Spezialaufgabe:
Zu  zeigen,  wie  die  Schule  im  fremdsprachlichen  Unterrichte  auf  Grundlage  des  gesprochenen,  des  lebendigen
Wortes  durch  induktives  Verfahren  ein  klares,  wohl  geordnetes,  auf  eigener  Beobachtung  beruhendes
Wissen,  ein  tieferes  Eindringen  in  alles  Nationale  bei  den  Franzosen  und  Engländern  und  eine  freiere
Bewegung  innerhalb  der  Sprache  erreichen  könne,  als  sie  auf  dem  alten  Wege  überhaupt  erreichbar
gewesen  sei.  Die  Mitarbeiter  für  ein  freudiges  Mitwirken  bei  dieser  Aufgabe  zu  gewinnen,  das  wäre
sein  besonderer  Wunsch.  Warnend  wies  er  auf  gewisse  Einseitigkeiten  in  dem  neuen  Lehrverfahren  hin,
die  zu  unbefriedigenden  Ergebnissen  geführt  hätten.  —

Winter-Semester  1898/1899.

Die  Gesundheitsverhältnisse  waren  im  ganzen  sowohl  bei  den  Mitgliedern  des  Kollegiums
wie  bei  den  Schülerinnen  befriedigende.  Am  15.  Februar  hatte  Frl.  Balsam  das  Mißgeschick,  sich
durch  einen  Fall  den  rechten  Fuß  nicht  unerheblich  zu  verletzen.  Sie  wurde  vom  21.  Februar  ab  durch
die  Hilfslehrerin  Frl.  M.  Hauffe  vertreten.  —  Vom  1.  Februar  bis  zum  31.  März  mußte  Frl.  Teuscher
einer  Operation  wegen  den  Unterricht  aufgeben;  als  Ersatz  wurde  Frl.  Bergen  von  den  städtischen  Behörden
zur  Verfügung  gestellt.

Am  20.  Dezember  fand  in  der  Aula  die  Weihnachtsfeier  der  Schule  statt.  —  Am  27.  Januar
beging  die  Schule  in  feierlicher  Weise  den  Geburtstag  Sr.  Majestät  des  Kaisers  und  Königs;  die
Festrede  hielt  Herr  Herrmann.  —  Am  27.  Februar  veranstaltete  die  Schule  ihr  Winterfest,  in  einer
gesanglich-dramatischen  Aufführung,  reizvollen  Reigen  und  Tanz  bestehend.

Am  Schlusse  dieses  Semesters  schied  zu  allseitigem  Bedauern  eine  tüchtige  Lehrerin  und  freundliche
Erzieherin,  Fräulein  Bauer,  aus  dem  Lehrkörper  aus.  In  der  Anhänglichkeit  der  Schülerinnen  und
dem  aufrichtigen  Interesse  der  Mitglieder  des  Kollegiums  hat  sie  sich  bei  uns  den  besten  Denkstein  gesetzt.