Angriff  —  Annäherungshindernisse.  7

Balanciersystem  (s.  Laffeten)  sind  letztere
  an  die  Vorderbracke  (Wage),  welche
am  Zughaken  der  Deichselspitze  hängt,  von
dem  die  Steuerketten  nach  den  Kumten
der  Stangenpierde  führen,  angespannt,
um  das  Schlagen  der  Deichsel  zu  verhindern;
  die  Vorderpferde  gehen  an  den
Tanen  der  Mittelpferde.  dem  Unabdngi
  keitssystem  geht  das  Stangenhandpfer
  #nglend)  in  der  Gabeldeichsel,
oder  die  Stangendeichsel  wird  durch  an
ihrer  Spitze  beweglich  angebrachte  Tragehörner
  von  den  Sunsemmserien  getragen
(Frankreich);  die  Mittelpferde  ziehen  an
den  Tauen  der  Stangenpferde.  Dieses  A.
ist  kürzer  und  schließt  das  Übertreten  der
Mittelpferde  über  die  Taue  aus.  Das
deutsche  A.  dagegen  hat  größere  Sprungfreiheit
  und  strengt  die  Stangenxferde
weniger  an.  Die  Taue  der  letztern  müssen
zur  möglichsten  Ausnutzung  der  Zugkraft
nach  vorn  um  ca.  110°  ansteigen.

Angriff,  s.  Gefecht,  Offensive,
Funzesrieg.

Angrlffsfront,  unter  den  Fronten
einer  Festung  diejenige,  deren  Vorterrain
die  Ausführung  der  Angriffsarbeiten  des
Belagerers  mehr  begünstigt  als  das  der
andern;  der  Verteidiger  nennt  sie  deshalb
diewahrscheinliche  A.  Vgl.  Festungskrieg
  (S.  124).

Angriffswassen,  die  blanken  (Nah-)
und  Fernwaffen,  insofern  sie  zur  angriffsweisen
  Bekämpfung  des  Gegners  dienen,
daher  auch  Trutzwassen  genannt,  im  Geensatz

  zu  den  Spchieh  wasten  welche  gegen
8  e  Waffenwirkung  schützen  sollen.

Anhalftern,  s.  Zäumung.

Anker  besteht  im  wesentlichen  aus
dem  Schafte,  den  an  ihm  sitzenden  Armen
und  dem  Ankerstock,  der  senkrecht  zu  den
Armen  steht  und  das  Plattfallen  des
Ankers  verhindern  soll.  Oberhalb  des
Ankerstocks  sitzt  der  Rohrring  zum  Einschäkeln
  der  Ankerkette.  Beidem  gewöhnlichen
  oder  Admiralitätsanker  sind
die  Arme  fest,  beim  Trottmannsanker
in  einem  Scharnier  drehbar.  Beim  Martinsanker
  fassen  beide  parallel  stehende
Arme  in  den  Grund,  beim  Porta-Anker
legt  sich  ein  Arm  gegen  den  Schaft,  wenn
der  andre  Grund  faßt.  Pilzanker

Eien  die  Form  eines  Pilzes  ohne  Stock.
iffsanker  sind  bis  Dboo,  Bootsanker
  bis  150  kg  schwer.  Buganker
sind  am  Bug,  Rüstanker  an  den  Rüsten
zu  beiden  Seiten  des  Fockmastes,  Heckanker
  am  Heck  angebracht.  In  Gewässern
  mit  Gezeitenströmung  werden  Schisse
an  zwei  weit  voneinander  liegenden  Ankern
  verankert,  um  den  Schwingungskreis
  beim  Stromwechsel  zu  mindern:
dann  heißt  der  eine  der  Flut-,  der  andre
der  Ebbanker,  vor  dem  das  Schiff  bei
diesen  Gezeiten  liegt.  —  Ankerlichten,
Einhieven  oder  Aufwinden,  geschieht  mit
dem  Gangspill  (s.  d.).  Ankerbojen  sind
mit  dem  A.,  um  seinen  Ort  kenntlich  zu
machen,  durch  ein  Tau  verbunden.  —
Beim  Batteriebau  dienen  A.  aus  Draht
oder  Weidenruten  dazu,  die  Bekleidung  von
Böschungen  (Schanzkörbe,  Hurden  2c.)
festzuhalten,  zu  welchem  Zweck  das  andre
Ende  mittelst  Hakenpfähle  am  gewachsenen
  Boden  oder  an  Ankerfaschinen  befestigt
  wird.  Die  beim  Batteriebau  zur
Verwendung  kommenden  A.  sind  1  m  lang
und  aus  zwei  3—4  mm  starken  Drahtenden
  so  zusammengedreht,  daß  an  jedem
Ende  eine  Ose  zum  Durchstecken  eines
Pfahls  gebildet  wird.  Sie  werden  mit  dem
einen  Ende  durch  den  Schanzkorb  gesteckt
und  durch  einen  vorgesteckten  Pfahl  in  ihm,
das  andre  Ende  auf  der  im  Brustwehrkörper
  liegenden  Ankerfaschine  durch  einen
eingeschlagenen  Faschinenpfahl  gehalten.
nlage,  s.  Böschung.

Anlauf  des  Banketts,  die  flache  Böschung,
  meist  doppelte  Anlage,  die  auf  das
Bankett  führt.  —A.des  Rades,  s.  Achse.

Anlehnen,  die  Flanken  einer  Stellung
durch  Anlehnung  an  andre  Truppen  oder
durch  unüberschreitbare  Terrainhinder-=nisse
  (Gewässer,  Sümpfe  2c.)  gegen  seindliche
  Angriffe  sichern.

Anluven,  mit  Hülfe  des  Ruders  das
Vorderteil  des  Schiffs  dahin  wenden,  woher
  der  Wind  weht.

Annäherungshindernisse  liegen  vor
Verteidigungsstellungen  und  sollen  die
Bewegung  des  Angreifers  hemmen;  sie
müssen  deshalb  im  wirksamen  Schußbereich
  des  Verteidigers  liegen,  da  sie  sonst
weggeräumt,  umgangen  oder  überschrit-