Armierungsbatterien  —  Artillerie.

Werken,  Unterkunftsräumen,  Hindernissen
  2c.;  vgl.  Festungskrieg  (S.  125).
Armierungsbatterien  werden  bei  der
Armierung  von  Festungen  im  Vorterrain
der  detachierten  Forts  nach  Art  der  Belagerungsbatterien
  für  leichte  Geschütze
(9  und  12  cm  Kanonen)  erbaut,  um  die
Forts  in  der  Bekämpfung  des  Feindes  bei
Ausführung  seiner  ersten  Angriffsarbeiten
zu  unterstützen.  Ihrer  Lage  nach  sind  sie
von  den  Anschluß=  und  Zwischenbatterien
(s.  d.)  zu  unterscheiden.
Armierungsentwurf,  ein  im  Frieden
für  die  Armierung  ausgearbeiteter  Entwurfz
  er  umfaßt  für  die  Artillerie  die
auszuführenden  Arbeiten  mit  Augabe
ihrer  Reihenfolge,  der  dafür  bereiten  und
noch  zu  beschaffenden  Mittel,  die  erforderlichen
  Arbeiter  und  Gespanne  pro  Tag;
ähnliche  Einteilung  hat  der  Entwurf  des
Ingenieurs.  Dem  A.  ist  ein  Armierungsplan
  zu  Grunde  gelegt,  in  welchen
  die  Geschützaufstellungen,  Neuanlage
von  Werken  2c.  eingezeichnct  sind.
Armierungsübungen,  s.  Festungsmanödver.

Armst,  s.  v.  w.  Armbrust.
Armstrongkanonen,  vou  Sir  William
Armstrong  zu  Elswick  bei  Newaastle
(Cuglaudg  erfundene  Geschütze,  welche  aus
spiralförmig  aufgewickelten  und  zusammengeschweißten
  Stäben  von  Schmiedeeisen
  in  der  Weise  hergestellt  wurden,  daß
man  über  die  Keruröhre  eine  Anzahl
Ringe  in  mehreren  Lagen  warm  aufschrinkte.
  Die  A.,  1859  in  England  eingeführt,
  waren  anfäuglich  Hinterlader,
wurden  später,  als  diese  sich  uicht  bewährten,
  Vorderlader;  s.  Geschütze.
4—  1  Harnisch.

Arrest.,  s.  Strafen.

Arresitzaus,  s.  Militärstrafanstalten.
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Arrieregarde,  die  Abteilung  einer
marschierenden  Truppe,  die  dem  Gros  mit
bestimmtem  Abstaud  folgt,  um  dasselbe,
namentlich  bei  einem  Rückzug,  gegen
seindliche  Angrisse  im  Rücken  zu  decken.
Die  Stärke  und  Zusaimmensetzung  der  A.
hängt  daher  ganz  von  den  Verhältnissen
ab  und  kann  von  einer  Eskadron  bis  zur
Division,  aus  allen  Waffen  zusammenge-11



setzt,  aufsteigen;  sie  muß  stets  den  Feind
aufhalten  können,  so  daß  das  Gros  ungehindert
  den  Rückzug  fortsetzen  kann.  Die
hieraus  sich  entwickelnden  Arrieregar-Venzelechte
  muß  sie  selbständig,  ohne
Hülfe  des  Gros,  durchführen.  Sie  gliedert
sich  vom  Gros  nach  rückwärts  in:  Gros,
Haupttrupp,  Na  chtrupp,  Nachspitze,
eitentrupps  und  Seitenläufer.
Arsenal,  s.  Zeughaus.
Artemistohen  s.  Bogen.
Artikulsbrief,  s.  Landsknechte.
Artillerie  bezeichnet  sowohl  die  Geschütze
  nebst  dem  gesamten  zu  ihrem
Gebrauch  erforderlichen  Material  an
Lasseten,  Fahrzeugen,  Geräten  und  Munitionsgegenständen,
  als  die  Truppe,
deren  ffe  das  Geschütz  ist,  wie  auch
die  Wissenschaft,  die  sich  mit  der  Theorie
und  Praxis  des  gesamten  Geschützwesens
beschäftigt.  —  Je  nach  dem  Ort  und  der
Art  ihrer  Verwendung  unterscheidet  man
Kelde,  Belagerungs-,  Sestungsüsten=
  und  Schiffsarti  ie.  J
Deutschland  ist  die  Fußartillerie  sowohl
  Bela  erungs  wie  Verteidigungs-(Festungs
  *8  erie;  in  Osterreich  formiert
  die  Festungsartillerie  auch  die  Gebirgsartillerie
  (-Batterien).  Dibäsconsaartikkeri
  ist  die  jeder  Division
  in  der  Kriegsformation  zugeteilte
Feldarlillerie-Abteilung  (4  Batterien),
während  die  Korpsartillerie  (früher,
1866,  Reserveartilleriegenannt)nicht
zum  taktischen  Verband  der  Diovisionen
ehört,  sondern  zur  Verfügung  des  Korpsommandeurs
  steht.  —  Die  deutsche  A.  zerfällt
  in  Feld=  und  Fußartillerie,
beide  stehen  in  Bezug  auf  Ausbildung
wie  in  materieller  und  technischer  Beziehung
  unter  der  Generalinspektion  der  A.
als  oberster  Waffeninstanz;  unter  ihr
stehen  die  4  Feld=  und  2  Fußartillerie-Inspektionen.
  Zur  ersten  Feldartillerie=Inspektion
  (Posen)  gehören  die  1.,  5.,
6.;  zur  zweiten  (Berlin)  die  Garde-,  2.,
3.,4.;  zur  dritten  (Gannover)  die9.,  10.,
11.;  zur  vierten  (Koblen  z)  die  7.,  S.,  14.
Feldartilleriebrigade  und  das  15.  Feldartillerieregiment
  (vom  1.  April  1881  -Brigade-J.
  Bei  der  Mobilmachung  formiert
ledes  Regiment  eine  Ersatzabteilung,  die  bei