Artillerieschiff  —  Auditeur.

regiment  kommandiert  je  einen  Offizier
und  einen  Unteroffizier  zu  jedem  Kür#üul

Artillerieschiff,  meist  ein  ausrangiertes
größeres,  mit  allen  Geschützkalibern  ausgerüstetes
  Schiff,  auf  welchem  ein  Stamm
guter  Geschütztemmandeure  herangebildet
wird  und  neue  Konstruktionen  auf  dem
Gebiet  der  Seeartillerie  geprüft  werden.
Teder  Bootsmanusmaat  der  deutschen

arine  muß  vor  seiner  Beförderung  auf
dem  A.  das  Zeugnis  als  Geschützkommandeur
  oder  Exerziermeister  erworben
  haben.

Artillerieschulen.  1)  Deutschland:
Vereinigte  Artillerie=  und  Ingenieurschule
  zu  Berlin  (Charlottenburg)  zur
Fachausbildung  aller  Artillerie-und  Ingenieuroffiziere;
  besteht  aus:  a)  einem
untern  Cötus  für  sämtliche  Artillericoffiziere,
  10½8  Monate  Dauer;  b)  aus
einem  untern  Cötus  für  Ingenieuroffiziere
im  ersten  Schuljahr;  c)  einer  Selekta  für
Artillerieoffiziere  mach  Ablegung  des  Berufseramens,
  9  Monate  zur  höhern  Ausbildung
  im  technischen  Fach  der  Artillerie:
4)  aus  einem  obern  Cötus  für  Ingenieuroffiziere
  im  zweiten  Schuljahr.  Direktor  ist
ein  Stabsoffizier  der  Artillerie  oder  des
Ingenieurkorps.  Bayern  hat  eine  ähnlich
  organisierte  Schule  in  München.  —
2)  Österreich:  a)  der  höhere  Artilleriekurs
  in  Wien  soll  befähigte  Offiziere  dieser
Waffe  in.  ihrer  Ausbildung  vervollkommnen;
  Kursus  zweijährig;  b)  Vorbereikungskurs
  für  Stabsoffizier-Aspiranten
der  Artillerie  in  Wien.  Zweck:  Hauptleuten
  der  Artillerie  Gelegenheit  zu  geben,
die  Oualifikation  zum  iabsoft  ier  zu
erwerben,  und  Ausbildung  von  Schießinstruktoren
  der  Artillerie;  Kursus  einjährig.
  —  Drankreiche  Ecole  d’application
  de  Lartillerie  et  du  genic,
zur  sachlichen  Fortbildung  der  Offiziere
dieser  Wassen,  1802  in  Metz  errichtet,  seit
1871  zu  Fontainebleau;  Kursus  zweijährig.
  —  4)  England:  Königliche  Militärakademie
  zu  Woolwich,  für  Artillerieund
  Geniewesen.  —  5)  Rußland:  Michael-Artillerie-und
  Nikolaus-Ingenieurschule
  zu  Petersburg,  erstere  eine  Batterie
von  160,  letztere  eine  Kompanie  von
126  Junkern,  entsprechen  den  deutschen

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Kriegsschulen,  dienen  als  Vorbereitung
u  den  gleichnamigen  Artillerie=  und
##  enieurakademien;  Kurfus  breisährig.
rtilleriewerkstätten,  unter  militärischer
  Leitung  stehende  Fabriken  zur  Anfertigung
  von  Laffeten,  Fahrzeugen  und
Artilleriegerät:  für  Deutschland  in  Spandau,
  Deutz,  Straßburg  i.  E.,  Danzig  und
München;  für  Osterreich  die  Artillerieheuzesabrir
  zu  Wien.
z#lleriegercgsdepe  in  Osterreich,  s.
v.  w.  Artilleriedepot  (s.  d.)  in  Deutschland.

Artolerey,  s.  v.  w.  Arkeley.

Affagaie  (Hassagai),  Hauptwasse
der  südafrikanischen  Völker  mit  125—2  m
langem  Schaft  aus  Hassagaienholz,  auf
dem  eine  16—48  cm  lange  zweischneidige
Spitze  aus  Eisen  oder  hartem  Holzbefestigt
ist,  die  für  die  Jagd  oder  den  Krieg  meist
wWechiltetwird.  Ander  Spitzefingerdick,  verläuft
  der  Schaft  nach  hinten  zu  Federkielstärke.
  Die  A.  dient  sowohl  zum  Nahkampf
wie  zum  Wurf  auf  60—100  Schritt.

Assentieren,  in  Osterreich:  zum  Militärdienst
  tüchtig  erklären,  ausbeben  daher:
  Assentierung,  Assentschein,
Assentliste.

Ast,  s.  Flugbahn.

Attake,  der  mit  wachsender  Schnelligkeit
  ausgeführte  stürmische  Angriff  der
Kavallerie.  Die  A.  beginut  auf  1000—
1500  Schritt  vom  Gegner  im  Trab,  geht
auf  400—600  Schritt  in  den  Galopp  und
auf  80—100  Schritt  in  Karriere  über.
Die  Ausführung  geschieht  entweder  in  geschlossener
  oder  aufgelöster  Ordnung
(Schwärmattake),  in  Linie,  Staffeln
  (Echelons),  Schachbrettform
oder  Kolonne.  Die  A.  soll  durch  den  Stoß
der  Masse  und  die  blanke  Waffe  wirken.

Attila,  schuurbesetzter  (auf  der  Brust
in  fünf  Reihen)  kurzer  Schoßrock  der
Husaren,  zuweilen  auch  =  Husarka=  genannt
  4  Dolman).

Auditeur  (Auditor),  Militärrichter
(Beamter);  in  Deutschland  hat  jedes  Armeekorps
  einen  Korpsauditeur,  jede
Division  Gwei  Divisionsauditeure.
Größere  Garnisonen  haben  Gouvernements=
  oder  Garnisonauditeurc.
In  Osterreich  bilden  die  Auditeure  ein  Offizierkorps
  in  sich  aus  General-,  Oberst-,