Back  —  Bajonettfechten.

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B.

Back,  die  vordere  Überdachung  des
Oberdecks  der  Schisse,  die  den  Mannschaften
  Schutz  r’i-z  Regen  und  Spritzseen
geirn  soll.  Backsgasten  sind  die  nach  der

chiffsrolle  beim  Manöver  daselbst  stationierten
  Mannschaften.  B.  ist  auch  der
Tisch,  an  dem  die  nach  der  Schiffsrolle  für
denselben  eingeteilte  Backmannschaft
ihre  Mahlzeiten  einnimmt,  sowie  Bezeichnung
  für  die  Eßgesäße  (Suppenback,  Brotback).
  Backsrolle,  die  Verteilungsliste
der  Mannschaften  für  die  Backen.  —  Ein
Segel  steht  back-,  weun  der  Wind  von
vorn  in  dasselbe  hineinbläst.  Backbord,
die  linke  Seite  des  Schiffs,  wenn  man
von  hinten  nach  vorn  sieht.

Bagage  (fpr.  gaabsche)  wird  aus  allen
den  Truppen  unmittelbar  angehörenden
Fahrzeugen,  den  -Truppenfahrzeugene,
gebildet  und  unterscheidet  sich  hierin  vom

rain  (Il.  d.),  dessen  Fahrzeuge  zu  selbständigen
  Truppenkörpern  vereinigt  sind.
Die  B.  wird  in  Deutschland  in  die  kleine
und  große  B.  oder  die  erste  und  zweite
Staffel  der  Truppenfahrzeuge  getrennt.
  Erstere,  die  unentbehrlichen  Gefechtsbedürfnisse
  mitführend  und  deshalb
den  Truppen  unmittelbar  angeschlossen,
bilden  die  Medizinkarren,  Patronenwagen
  und  Handpferde  der  Offiziere;  letztere,
  die  große  B.,  besteht  aus  den  Packs,
Verpflegungs=  und  Marketenderwagen.
Sie  werden,  divisionsweise  unter  dem  Kommando
  eines  Offiziers  vereinigt,  den  Truppen
  mit  größerm  Abstand  nachgeführt,
müssen  jedoch  beim  Einrücken  in  das
Quartier  oder  Biwak  schnell  zu  ihren
Truppenteilen  zurückkehren.  Bei  beginneudem
  Gefecht  müssen  sie  sofort  halten
und  die  Deichseln  zum  Rückmarsch  kehren.
Die  Fahrzeuge  eines  Truppenteils  bleiben
in  sich  geschlossen  unter  Führung  des  betreffenden
  Zahlmeisters.  Da  die  B.  ein
wesentliches  Hemmnis  der  Bewegungen
bildet,  so  ist  die  Zahl  ihrer  Fahrzeuge  auf
die  dringendst  notwendige  zu  beschränken.

Bajonett,  die  auf  das  Infanteriegewehr
  zusteckende  Stich-  ut  iebwa  .
um  das  Gewehr  als  blanke  Waffe  für  den

Militär-Lexikon.

Nahkampf  gebrauchsfähig  zu  machen.  Ursprünglich
  nur  für  den  Stich  bestimmt,
bestand  das  B.  aus  der  dreikantig  spitz
zulaufenden  Klinge,  die  durch  den  Hals
mit  der  Tülle  verbunden  ist.  Letztere  wird
über  den  Lauf  gesteckt  und  durch  Sperrvorrichtung
  an  diesem  gehalten.  Das  Bestreben,
  die  Ausrüstung  des  Mannes  t
erleichtern,  führte  zum  Hau=  und  Säbelbajonett,
  das  als  Säbel  getragen,
wie  dieser  gebraucht  und  mittelst  Tülle
auf  das  Gewehr  aufgepflanzt  wird.  Die
gerade  Klinge  ist  flach  mit  Hohlschlissen
und  einschneidig  zugespitzt.  Das  eigentliche
  Säbelbajonett,  der  Yatagan,
hat  eine  für  den  Hieb  wie  Stich  gleich  geeignete
  zweifach  gekrümmte,  einschneidige
Klinge  mit  Hohlschlisf  und  Säbelgriff,
durch  dsen  Parierstange  die  Laufmündung
  gesteckt  wird.  Eine  Sperrfeder  im
Grih  höe  das  B.  am  Lauf.  Die  Säbelbajonette
  der  Pioniere  und  ½/1°6  der  Bajonette
  des  Infanteriegewehrs  1in
Deutschland  haben  Klinge  mit  Sägenrücken.
  Die  Säbelbajonette  sind  durchschnittlich
  O,öm  lang,  0,5  —  0,8  kg  schwer
und  geben  dem  Gewehr  eine  Läuge  von
etwa  1,8  m.  Die  Bajonett-(Säbel-)
scheide  ist  aus  Leder  (Deutschland)  oder
Eisenblech  (Osterreich)  gefertigt.

Bajonettfechten,  die  Ponematssche
übung.  mit  dem  Gewehr  zum  Gebrauch
desselben  im  Einzelkampf  als  Stoßwasfe.
Vom  Standpunkt  der  Praxis  aus  verfolgt
  das  B.  nicht  den  Zweck,  den  Infanteristen
  für  einen  an  bestimmte  Regeln
gebundenen  Bajonettkampf  im  Handgemenge
  vorzubilden;  es  soll  vielmehr  nur
den  Körper  kräftigen  und  das  Vertrauen
um  Gewehr  als  blanker  Waffe  wecken,
o  daß  der  Mann  im  Augenblick  der  Gefahr
  sich  seiner  auch  als  Stoßwaffe  zu  bedienen
  versteht.  Der  Unterricht  im  B.
zerfällt  in  die  Schule  ohne  Gewehr,  mit
Gewehr,  Stöße,  Paraden  mit  fester  und
beweglicher  Menfur,  Nachstöße,  Gleitstöße,
  Wurfstöße,  Finten  und  zusammengesetzte
  Paraden  mit  beweglicher  Mensur
und  freies  Kontrafechten,  mit  dessen  Be-2

