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Batteriebau.  Derselbe  umfaßt  alle
bei  der  Aufstellung  von  Geschützen  in
und  vor  Festungen  vorkommenden  Arbeiten,
  die  den  Zweck  haben,  den  Geschützständen
  eine  der  beabsichtigten  Wirkung
entsprechende  Einrichtung  zu  geben,  den
Geschützen  nebst  Bedienung  die  bestmöglichste
  Deckung  zu  verschaffen  und  den
Tagesbedarf  an  Munition  gesichert  und
handgerecht  unterzubringen;  dem  entsprechend
  muß  jede  Batterie  den  in  ihr  aufgestellten
  Geschützen  die  verlangte  Schußwirkung,
  die  Beobachtung  der  Schüsse  gestatten,
  dem  Auge  des  Feindes  möglichst  entzogen
  sein  und  eine  hinreichende  Standfestigkeit
  gegen  das  eigne  und  feindliche
Feuer  wie  #een  Witterungseinflüsse  besitzen.
  Der  Batteriebauplatzwirddurch
Rekognoszierung  ermittelt  und  mit  Pfählen
  Wzeichner  (rechte  Flügelscharte).
Wenn  nicht  besondere  Verhältnisse  eine
Abweichung  fordern,  wird  dem  Bau  die
durch  Vorschriften  festgestellte  Normalbatterie
  zu  Grunde  gelegt  und  hiernach
der  Bedarf  an  Arbeitern,  Batteriebaumaterial
  und  Schanzzeug  berechnet.  Zum
Bau  einer  Batterie  für  6  Kanonen  sind
4  Offiziere,  23  Unteroffiziere,  316  Mann
erforderlich.  In  der  Nähe  des  Batteriebauplatzes
  wird,  gedeckt  gegen  feindliche
Einsicht,  das  Batteriedepot,  das  Batteriebaumaterial
  und  Schanzzeug  umfassend,
  eingerichtet.  Ist  es  möglich,  so  findet

leichzeitig  bei  Tage  das  Abstecken  der
atterie,  d.  h.  das  Bezeichnen  aller  Abmessungen
  durch  Pfähle  auf  dem  Bauorizont,
  wobei  die  Grundfaschine  der
lucht  gelegt  wird,  statt.  Die  eingeschlagenen
  Haschinenpsähie  bezeichnen  die  Eckpunkte
  der  Anschittunen  (Brustwehr)
und  Ausschachtungen  (Graben,  Loch  für
die  Pulverkammer,  Geschoßräume  2c.).

Der  B.  findet  stets  bei  Nacht,  nur  dann
bei  Tage  statt,  wenn  derselbe  jeder  feindlichen
  Einsicht  entzogen  ist.  Als  Regel
gilt,  an  allen  Stellen  zugleich  mit  der
Arbeit,  und  sobald  die  Erde  so  weit  ausgehoben,
  sofort  mit  dem  Strecken  der  Bettungen
  zu  beginnen,  überhaupt  die  zu
erbauende  Batterie  in  einer  Nacht  so  weit
sertig  zu  machen  und  zu  armieren,  d.  h.
mit  Geschütz  und  Munition  auszurüsten,

Batteriebau.

daß  sie  am  nächsten  Morgen,  bei  Tagesanbruch,
  das  Feuer  beginnen  und  den  Tag
über  fortsetzen  kann.  Wird  die  Schußfähigkeit
  nicht  erreicht,  so  muß  der  Bau  dem
Feind  unkenntlich  gemacht  werden.  Alle
Arbeiter  sind  für  bestimmte  Verrichtungen
(Grabenarbeiter=  Faschinierer  für  die  Beleidung

  der  Brustwehr,  Arbeiter  für  die
Geschoßräume,  Unterstände,  Pulverkammer,
  Bettungen)  eingeteilt,  erhalten  das
denselben  entsprechende  Schanzzeug  und
Material  im  Batteriedepot  und  marschieren
  zum  Batteriebauplatz.

Während  des  Baues  muß  größte  Ruhe
herrschen,  es  darf  nicht  geraucht  und  nur
das  Nötigste  und  nicht  laut  gesprochen
werden,  die  Erleuchtung  geschieht  durch
Blendlaternen.  Ein  Teil  der  Mannschaften,
  meist  die  Grabenarbeiter,  nehmen
die  Gewehre  mit  zum  Bau;  außerdem
aber  müssen  zur  Sicherung  des  Batteriebaus
  gegen  feindliche  Ausfälle  Bedeckungstruppen
  vorgeschoben  werden.

Die  Brustwehr  wird  stets  mit  Schanzkörben
  bekleidet,  welche  auf  die  festgepfählte
  Grundfaschine  gestellt  werden  und
hierdurch  Anlage  erhalten.  Um  diese  Bekleidung
  gegen  den  Erddruck,  namentlich
  bei  einschlagenden  Geschossen,  widerstandsfähig
  zu  machen,  werden  die  Körbe
verankert  (s.  Anker),  das  Kuie  wird  mit
Hurden  oder  Brettern,  die  durch  vorgeschlagene
  Pfähle  gehalten  werden,  bekleidet.
  Die  Seitenwände  der  Geschoßräume
  erhalten  je  zwei  Schanzkörbe,  die
Rückwand  Bretterbekleidung;  die  Eindeckung
  wird  durch  Kreuzhölzer  und  Fahinen,
  die  Unterstände  werden  in  der

öeise  hergestellt,  daß  ein  aus  Kreuzhölzern
  mit  Streben  gezimmerter  Rahmen
von  2,  m  Höhe  senkrecht  gegen  das  Knie
mit  der  Schwelle  1,6  m  unter  dem  Bauhorizont
  gestellt  wird.  Auf  den  Holm  des
Rahmens  werden  schräg  nach  hinten  zur
Eindeckung  Kreuzhölzer  gelegt,  auf  diese
Faschinen,  die  dann  noch  mit  Erde  beschüttet
  werden.  Die  Seitenwände  werden  mit
Brettern  bis  auf  eine  Eingangsöffnung
von  im  Breite  geblenden,  die  Pulverkammer,
  deren  Wände  durch  Schanzkörbe

ebildet  werden,  wird  mit  ihrer  Sohle
2  m  unter  den  Bauhorizont  versenkt  und