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.  B.  wegen  Mangels  an  Zeit,  Geld  oder
Urdteitekläften  2c.,  unterblieben,  so  sucht
man  die  Sicherung  dieser  Orte  mit  weniger
  widerstandefhigen.  Mittelu  zu  erreichen.
  Auf  diese  Weise  eutstehen  provisorische
  Befestigungen,  die  in  Bezug
auf  Zweck  und  Einrichtung  den  permanenten
  ähnlich  sind,  bei  denen  jedoch,  statt
aus  Steinen  gewölbte  Räume,  Holzbauten
  mit  Balken=  oder  Eisendecken  in  Anwendung
  kommen.  In  solcher  Weise
würden  z.  B.  detachierte  Forts  bei  der  Armierung
  derjenigen  Festungen  erbaut
werden,  für  welche  ihre  Anlage  beabsichtigt
  war,  aber  noch  nicht  ausgeführt  werden
  konnte.  Die  im  Feldkrieg  erforderlicheu
  Befestigungsanlagen  werden  bei  dem
steten  Wechsel  der  Gefechtsfelder  nur  vorübergehende
  Bedeutung  haben  und  meist
in  kürzester  Zeit  durch  Soldaten  auszuführen
  sein.  Es  werden  daher  nur  die  an
Ort  und  Stelle  befindlichen  Materialien
(wie  Erde,  Holz,  Strauchwerk,  Eisenbahnschienen,
  vorhandenes  Mauerwerk)  Verwendung
  finden  können.  Dieseausschließlich
  für  den  Feldkrieg  hergerichteten  Verteidi
  ungsonle  en  heißen  passagere
voder  Pe  dbesestigurgen,  ste  sollen  den
Truppen  als  Stützpunkt  für  die  Behauptung
  des  Kampfplatzes  dienen  und  ihnen
die  Freiheit  der  Bewegung  nach  vor=  und
rückwärts  sichern.  Von  der  größten  Wichtigkeit
  werden  sie,  wenn  eine  schwächere
Armee  sie  anwendet,  um  sich  eine  für  den
bevorstehenden  Kampf  günstige  Stellung
zum  Aussgleich  der  beiderseitigen  Kräfte
zu  verschaffen.  In  solchen  Fällen  werden
sie  wohl  Positionsbefestigungen  genannt.
  Vgl.  Festung.

Befestigungsmanieren  oder  Befestigungssysteme
  geben  an,  wie  unter  Zugrundelegung
  eines  bestimmten  Tracts
(s.  Befestigungstrack)  permanente
Befestigungen  in  ihren  einzelnen  Teilen
zu  konstruieren  sind,  welche  Abmessungen
also  die  Linien  und  Winkel  wie  die  Prosile
  zu  erhalten  haben,  welche  deckenden
Werke  und  besondern  Einrichtungen  2c.
anzulegen  sind.  So  hat  z.  B.  Vauban
fünf  B.  angegeben,  denen  allen  das  Bastiomärtracé
  zu  Grunde  liegt.  Man  benennt
die  B.  nach  den  Ländern  und  Völkern,

Befestigungsmanieren  —  Befestigungstrack.

die  sich  ihrer  bedient  haben,  und  jede  derselben
  nach  dem  Kriegsbaumeister,  der  sie
aufstellte.  Man  unterscheidet  so  die  alte
und  neue  italienische  Befestigungsmanier
  (von  Micheli,  Lartaglich,  die
niederländische  (von  Freytag,  Coeboorn),
  die  älteredeutsche  (von  Dürer,
Speckle,  Landsberg),  die  französische
Lon  Fegant,

chule  von

VBauban,  Cormontaigne,
.  Gières),  die  preußische,
18.  Jahrh.  (von  Wallrawe,  Friedrich  II.)
und  die  neue  use  festigungsmanier
  (Aster,  Brese,  Prittwitz),  welch
letztere  beiden  sich  in  neuester  wet  zu  den
Systemen  entwickelt  haben,  wie  sie  in  Köln,
Mainz,  Straßburg,  Posen,  Thorn  2c.  zur
Ausführung  gekommen  sind.  »
Hefefliqnnqstmöqpk.itkamthe
Form  des  Grundrisses  permanenter  Befestigungen.
  Breite  und  tiefe  Wassergräben,
  hohe  Mauern  genügen  allein  nicht,
die  Sturmfreiheit  einer  Festung  zusichern;
eine  flankierende  Verteidigung,  eine  Bestreichung
  der  Gräben  ihrer  Länge  nach
durch  Gewehr-,  namentlichaber  durch  Kartätschfeuer
  ist  unentbehrlich  zur  wirksamen
Bekämpfung  des  in  den  Graben  eingedrungenen
  Keindes  Hat  also  ein  Platz
eine  Umwallung  von  nur  geraden  Linien,
deren  Länge  die  wirksame  Kartätschschußweite
  nicht  überschreitet,  so  würden  sie
mit  ihrer  Flankierung  von  vorspringenden
Türmen  das  einsachte  B.,  das  Polygonaltrack,
  ergeben,  das  auch  bereits  im
Mittelalter  zur  Anwendung  kam.  Als
man  aber  später  den  Grundsatz  ausstellte,
die  Flankierung  der  Gräben  vom  Wallgang
  allein  zu  bewirken  und  die  Kasematten
  der  vorspringenden  Türme  entbehrlich
  zu  machen,  mußten  andre  Grundrißformen
  gewählt  werden.  Soentstanden
die  sternförmige  Umwallung,  bei  der  einund
  ausspringende  Winkel  regelmäßig
aufeinander  folgen,  das  Tenaillentracé,
  dessen  Schenkel  sich  gegenseiti
flankieren,  und  das  Bastionärtracé,
bei  dem  die  flankierenden  Türme,  die  Basteien,
  Bastione  (s.  d.),  zur  Hauptsache
wurden.  Bei  der  vielfachen  Brechung
der  Umnaallungslinien  mußten  notwendig
einzelne  derselben  mehr  oder  weniger  zurücktreten,
  wodurch  in  demselben  Maß