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Rekrutenkontingent  beträgt  12,000  Mann
von  43—44,000  Einstellungsfähigen.  —
Das  Militärbudgetbeträgt  (ausschließlich
  Gendarmerie)  etwa  41  Mill.  Frank.—
In  B.  gilt  die  allgemeine  Wehrpflicht.  Die
Armee  rekrutiert  sich  aus  Freiwilligen
und  durch  das  Los.  Die  Dienstpflicht  beginnt
  nach  zurückgelegtem  19.  Lebensjahr
und  dauert  5  Jahre  aktiv  bei  der  Armec,
5  Jahre  Reserve.  Die  Präsenz  beträgt
bei  der  Infanterie,  Jägern  und  Train
28  Monate,  bei  den  Grenadieren  und
Karabiniers,  Festungsartillerie,  Genie
und  Pontoniers  3  Jahre,  bei  der  Feldartillerie
  und  Kavallerie  4  Jahre.  Die
Infantrrie  ist  mit  dem  Gewehr  Albinirändlin,

  die  Karabiniers  und  das  Genie
  mit  der  Terssen-Büchse  mit  Yatagan,
die  Kavallerie  mit  dem  Musketon  1
mit  Hinterladung,  die  Feldartillerie  mit
Kruppschen  8  und  9  cm  (7,85  em,  9,16
em)  Hinterladern  bewaffnet.  —  Kriegsflagge
  schwarz-gold-rot  in  drei  gleich
breiten,  senkrechten  Streifen.

Belmontilöl,  s.  Ole.

Beobachtung.  Die  Zweckmäßigkeit
kriegerischer  Maßregeln  ist  zunächst  abhängig
  von  der  richtigen  Kenntnis  der
feindlichen  Verhältnisse.  Den  Erfolg  zutressender
  Anordnungen  wird  man
daher  durch  Beobachtungen  zu  sichern
suchen,  die  jenen  zu  Grunde  gelegt  werden.
Die  B.  unterscheidet  sich  von  der  Aufklärung
  und  Rekognoszierung  dadurch,
  daß  der  Beobachtende  steht  und
das  vorliegende  Terrain  und  den  darin
befindlichen  Feind  im  Auge  behält,  während
  der  Aufklärende,  wie  der  Rekognoszierende
  sich  gegen  den  Feind  hin  bewegt,
das  Terrain  durchstreift  und  den  Feind
aufsucht.  Der  beabsichtigten  Belagerung
oder  Gernierung  von  Festungen  geht
häufig  die  B.  der  letztern  voraus,  zu
welchem  Zweck  Beobachtungskorps
oder  Beobachtungsdetachementsvor
der  Festung  ausgestellt  werden.  Hierbei,
wie  während  der  Belagerung,  pflegt  man
auf  erhöhten  Punkten  Beobachtungsposten
  aufzustellen.  In  der  deutschen
Armee  heißen  Kavallericoffiziere,  die  zum
Zweck  der  B.einige  Zeit  am  Feinde  bleiben
müssen,  Beobachtungsoffiziere.

Belmontilöl  —  Bersaglieri.

Zechhtunstuse  „s.  Schießen.
Beobac#tungsminen,  s.  Torpedos.
Beobachtnngsstände,  s.  Batterie  7).

Beplatten  nennt  man  das  Abschließen
der  Satzsäulen,  Satzschichten  2c.  von  Zündungen,
  Luuchtfackeln  2c.  durch  Platten
aus  Papier,  Leinwand,  die  nachträglich
gepicht  oder  lackiert  werden,  oder  aus  Leder,
  Ledertuch,  Zinnblech,  Messingblech  rc.,
welche  man  mit  Leim  oder  Lack,  durch  Aufbinden,
  Einbärteln  2c.  befestigt.  Durch
das  B.  soll  der  Satz  gegen  Witterungseinflüsse
  und  Verstreuen  geschützt  sowie  zur
Handhabung  gefahrloser  gemacht  werden.

Berchfrid,  s.  v.  w.  Ebenhöch.

Berdan-Gewehr,  s.  Handfeuerwaffen
  (S.  181).

Berechtigung  zum  einjährigen
Dienst,  (.  Einjährig-Freiwilligke.

Berennen,  die  möglichst  schnelle  Einschticzung
  einer  Festung,  um  ihre  Verbinungen

  nach  außerhalb  sowie  die  Zufuhr  an
Lebensmitteln,  Waffen,  Munition,  Heranziehung
  von  Verstärkungen  abzuschneiden
und  die  Ausführung  von  Armierungsarbeiten
  im  Vorterrain  zu  verhindern.

Lersueekl=  s.  v.  w.  Kieselgur.

Bericht,  s.  Meldungen.

Beritt.  Für  die  Zwecke  des  innern
Dienstes  werden  die  Eskadrons  bei  der
deutschen  Kavalleriein  Offizier-und  Unteroffizierberitte
  geteilt.  Mehrere  der  letztern
bilden  einen  der  erstern.  Die  Anzahl  der
Beritte  sowie  die  der  Mannschaften  in
denselben  richtet  sich  nach  der  Zahl  der
zur  Verfügung  stehenden  Vorgesetzten.

Berme,  ein  0,5  —  2  m  breiter  Absatz
an  der  äußern  Böschung  von  Brustwehren,
auf  welcher  die  von  letzterer,  namentlich
beim  Einschlagen  von  Geschossen,  herabrollende
  Erde  liegen  bleiben  soll,  um  das
teilweise  Ausfüllen  des  Grabens  zu  verhüten
  sowie  den  von  der  B.  an  abe  enden
  Teil  der  Böschung  vom  Druck  der  Anschüttung
  oberhalb  zu  entlasten  und  so
ihrem  Einsturz  vorzubeugen.  In  Festungen
  wird  die  B.  meist  mit  einer  Hecke  bepflanzt,
  um  das  Ersteigen  des  Walles  zu
erschweren.

ersaglieri  (pr.  „Heri),  Scharsschützen
(Jäger)  der  italien.  Armee;  1836  errichtet,
bestehen  jetzt  10  Regimenter  à  4Bataillone.