Besatzung  —  Bestrichener  Raum.

Besatzung  einer  Festung  (oder  eines
Forts)  nennt  man  alle  die  Truppen,  die
mit  der  Bewachung  und  Verteidigung  des
von  ihnen  besetzten  Platzes  beaustragt  sind.
Ihre  Stärke  muß  im  Frieden  für  den
Wacht=  und  Garnisondienst,  ohne  die  militärische
  Ausbildung  der  Truppe  zu  stören,
Kinreichen,  wobei  gerechnet  wird,  daß  höchens

  alle  vier,  nur  ausnahmsweise  alle
drei  Tage  jeder  Mann  einmal  auf  Wache
kommt.  Die  Friedensbesatzung  der
Fesungen  besteht  in  der  Regel  nur  aus

nfanterie,  Artillerie  und  Pionieren  (Genie),
  ausnahmsweise  oder  unter  besonders
günstigen  lokalen  Verhältnissen  auch  aus
Kavallerie.  Die  Stärke  der  Kriegsbesatzung
  der  Festungen  richtet  sich  nach
ihrer  Größe,  politischen  und  strategischen

edeutung  und  ihrem  fortifikatorischen
System.  Infanterie,  zum  Wachtdienst,
Gefecht  außerhalb  und  auf  den  Wällen
und  zum  Arbeitsdienst  2c.  bestimmt,  bildet
die  Houftmasse  Die  Stärke  der  Artillerie
ergibt  sich  aus  der  Anzahl  der  Geschütze,
wobei  pro  Geschütz  7  —  9  Mann  gerechnet
  werden.  Die  Ausfallbatterien  werden
von  der  Feldartillerie  besetzt.  Pioniere
Genietruppen)  rechuet  man  etwa  ein
Zehntel  der  Infanterie,  doch  richtet  sich
ihre  Stärke  danach,  in  welcher  Ausdehnung
der  Minenkrieg  zur  Geltung  kommen  soll.
Da  die  Kavallerie  nur  zum  Beobachtungsdienst
  außerbalb  der  Festung  verwendet
wird,  so  genügen  1—  2  Eskadrons  selbst
für  größere  Plätze.  —  Besatzungstruppen
  dienen,  im  Grhensat,  u  den
Feldtruppen,  vorzugsweise  zur  dehung
des  eignen  Landes,  der  Festungen,  Etappenlinien
  und  okkupierter  Landesteile.  Sie  bestehen
  zumeist  aus  Landsturm  und  Landwehrtruppen
  u.  sind  nur  daun  mobil,  wenn
sie  sich  auf  dem  Kriegsschauplatz  befinden.

Besichtigen,  s.  v.  w.  iuspizieren.

Bespannung  der  Geschütze  und  Kriegsfuhrwerke
  besteht  in  Deutschland  wie  den
meisten  europäischen  Staaten  aus  Pferden,
  in  einzelnen  Ländern  auch  teilweise
aus  Maultieren.  Die  Zahl  der  Pferde
richtet  sich  nach  dem  Gewicht  des  vollständig
  ausgerüsteten  Fahrzeugs,  nach
der  größten  Geschwindigkeit,  die  für  die
Ausführung  der  Bewegungen  verlangt

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wird,  und  ob  auf  längere  Dauer,  ob  die
Bewegungen  nur  auf  gebahnten  Wegen
oder  auch  außerhalb  derselben  stattfinden
müssen,  sowie  nach  der  Konstruktion  der
Fahrzeuge.  Bei  der  Feldartillerie  ist  eine
möglichst  geringe  Zuglast  pro  Pferd  in
Rücksicht  auf  ihre  größtmögliche  Beweglichkeit
  auf  jedem  gangbaren  Terrain
wünschenswert,  annähernd  so  für  die
Munitionswagen  der  Batterien;  bei  der
erstern  kommen  in  der  heutigen  Feldartillerie
  der  größern  Staaten  auf  das
Pferd  ca.  400,  bei  den  letztern  430  kg
Zuglast  der  vollständig  ausgerüsteten
Fahrzeuge  mit  aufsitzender  Bedienungsmannschaft,
  bei  der  reitenden  Artillerie
ca.  300  kg.  Hierbei  war  es  noch  maßgebend,
  die  Zahl  der  Pferde  nicht  über  6
zu  erhöhen,  da  mit  der  steigenden  Länge
des  Angespanns  die  Manöpvrierfähigkeit
leidet.  Vier  spännige  Geschütze  haben  den
Nachteil,  daß  bei  dem  Verlust  nur  eines
Pferdes  im  Gefecht  ihre  Bewegungsfähigkeit
  schon  in  Frage  gestellt  werden  kann.
Die  Pferde  der  Munitions=  und  sonstigen
Transportkolonnen  können  mehr  belastet
werden,  da  sie  nur  auf  gebahnten  Wegen
marschieren;  es  kommen  bei  ihnen  450
500  kg  auf  das  Pferd;  vgl.  Angespann.
Bel,  der  ermittelte  geographische
Standpunkt  eines  in  der  Fahrt  befindlichen
  Schiffs.  Bedient  man  sich  hierzu  des
Kompasses  und  des  Logs,  so  erhält  man
das  gegißte-,  während  das  observierte,
  astronomische  eder  wahre  B.
durch  Winkelmessung  und  Zeitbestimmung
gefunden  wird.  B.  absetzen  ist  die  Übertragung
  und  Bezeichnung  des  gefundenen
Standpunkts  auf  der  Karte.
Bestreichen,  einen  Terrainteil,  ein
Festungswerk  oder  eine  Linie  desselben
unter  Feuer  nehmen,  namentlich  der  Länge
nach  durch  flankierendes  Feuer.  —  Besitichens,
  s.  v.  w.  Rasant  (s.  d.).
Bestrichener  Raum  liegt  in  dem  Teil
der  Flugbabn,  in  dem  sich  das  Geschoß
nicht  über  die  Zielhöhe,  allgemein  1,9  m,
über  dem  Erdboden,  erhebt.  Denkt  man
sich  daher  mit  einem  Abstand  von  1,0  m
eine  Ebene  parallel  zur  Erdoberfläche  gelegt,
  so  begrenzen  die  unterhalb  beser
Ebene  liegenden  Teile  der  Flugbahn  den