Beväring  —  Blitzableiter.

Beväring  (Bewehrung),  s.  Schwe  den.

Bewuhlen,  in  der  Marine:  s.  v.  w.
umwickeln,  umwinden.

Bezirkskommandos,  s.  Landwehrbezirkskommandos.


Bickfordsche  Zändschnur,  s.  Zündnur.



Binnenhasen,  der  Teil  eines  im  Flutgebiet
  belegenen  Hafens,  welcher  dem  Einfluß
  von  Ebbe  und  Flut  durch  eine  Schleuse
ent  r*  l  „  Hrüeusn  sich

ragosche  rückensystem,  siehe
Brücken  (S.  40).

Biwak  (Bivouak),  s.  Lager.

Blänkern  (Plänkern),  Fechten  in
aufgelöster  Ordnung,  wird  jetzt  nur  von
der  Kavallerie  gebraucht;  für  die  Infanterie
  ist  der  Ausdruck  Tiraillieren  gebräuchlich.


Blanke  Waffen  werden  die  Nahwaffen
  ihrer  äußern  Beschaffenheit  nach  genaunt,
  während  sie  ihrer  Führungsweise
nach  Handwaffen  sind.  Sie  zerfallen  in
Hieb=  und  Stoß=  oder  Stichwaffen
und  Walfen  zum  Hiebund  Stoß  zugleich.
  Lanze,  Bajonett,  Degen,  Palls,
Sãbel,  Haubajonett,  Datagan  sind  die
jetzt  gebräuchlichen  blanken  Waffen.

Bleibombe,  s.  Bombe.

Bleimantel,  die  als  Führungsmittel
dienende  Umhüllung  der  Geschosse  gezogener
  Geschütze  mit  gepreßter  Geschrrung.
  Er  besteht  entweder  aus  reinem
Blei,  Weichbleimantel,  oder  auseiner
härtern  Bleilegierung,  Hartbleiman-=tel.
  Die  aus  dem  B.  hervortretenden
rundlichen  Wulsie  treten  in  die  Züge  und
baben  deren  Durchmesser.  Die  ältern
Geschosse  haben  Reifelungen  im  Eisenkern
  zum  Festhalten  des  Bleimantels,  der
in  einer  Gußform  hergestellt  wird  und
dicker  B.  heißt.  Der  Eisenkern  der  Geschosse
  mit  dünnem  B.  aus  Weich=  oder
Hartblei  (s.  d.)  wird  im  cylindrischen  Teil
abgedreht,  verzinkt,  um  das  Blei  haftbar
zu  machen,  mit  Blei  noch  umgossen  und
mit  einem  Fagonstahl  abgedreht.

Blendlaterne,  s.  Laternen.

Blendungen  kommen  bei  der  Armierung
  von  Festungen  als  einfache  und
doppelte  zur  Ausführung.  Erstere
sollen  die  Thüren  und  Fenster  von  Ge-31



schoßladestellen,  Kasematten  ꝛc.  gegen
Sprengstücke  sichern  und  bestehen  aus
einer  Reihe  schräg  gegen  die  Mauer  gestellter
  Balken,  die  mit  einer  starken  Erdschicht
  bedeckt  werden.  Doppelte  B.  sollen
als  Ersatz  mangelnder  permanenten  Unterkunftsräume
  für  Mannschaften  dienen.
In  einem  flachen  Graben  wird  ein  aus
Balken  gezimmerter  Rahmen  senkrecht
aufgestellt  und  von  beiden  Seiten  eine
Reihe  Balken  schräg  gegen  den  Holm  6nt.
legt,  so  daß  ein  zweiseitiges  Dach  gebildet
wird.  Die  Balkendecke  erhält  eine  etwa
1  m  dicke  Erdbeschüttung.  Um  tiefe  oder
Mauerscharten  gegen  das  Hereinfliegen
von  Infanteriegeschossen  und  Sprengstücken
  zu  schützen,  werden  sie  durch  Schartenblendungen
  von  verschiedenartiger
Konstruktion  geschlossen.  Man  bedient
sich  hölzerner  Schiebeladen,  die  zum  Durchlassen
  des  Geschützkopfs  seitwärts  geschoben
  werden,  oder  es  ist  eine  Platte,
meist  von  Eisen,  hinter  der  Scharte  aufestellt,
  in  der  eine  der  Größe  des  Geschützopfs
  entsprecheude  Offnung  durch  eine
an  einem  Bolzen  aufgehängte  Klappe  geschlossen
  und  geöffnet  werden  kann,  oder
man  blendet  auch  die  hintere  Schartenöffnung
  durch  Sandsäcke,  Wollsäcke  2c.
Blicksignale,  s.  Signale.
BlidekBleide),  s.  Geschütze  (S.162).
Blinde,  s.  v.  w.  Passevolants.
Blinder  Schuß  besteht  nur  aus  der
Pulverladung,  ohne  Geschoß,  wird  bei
Manövern,  zum  Salutschießen  und  zum
Gewöhnen  der  Mannschaften  und  Prr.
an  das  Feuer  und  den  Knall  verwendet.
Blitzableiter  befinden  sich  auf  allen
Kriegsschiffen,  auf  den  größeru  an  allen
drei  Masten,  auf  den  kleinern  nur  am
Großmast.  Er  besteht  aus  einer  kupfernen
Auffangstange  mit  Platina=  oder  vergoldeter
  usersdite,  die  beim  Ererzieren
durch  eine  ausgesteckte  Kapsel  vor  Geschrdie
gungen  geschützt  wird.  Von  der  Auffangstange
  führen  bei  ältern  Blitzableitern
Kupferbänder,  bei  den  neuern  führt  ein
aus  zwölf  Drähten  bestehendes  Leitungskabel
  zu  einem  kupfernen  Bolzen  im  Schiffsboden,
  wodurch  es  mit  dem  Seewasser  in
leitender  Verbindung  steht.  Bei  eisernen
Schiffen  gehen  die  Kupferstreifen  nur  bis