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spitzeund  rotierte  um  seine  Längenachseider
schlagende  B.  endete  vorn  in  einer  runden
Scheibe;  der  Brandpfeil  hatte  hinter
der  Spitze  einen  Sack  mit  Brandzeug  und
eine  brennende  Lunte.  Auchdie  großen  balkenähnlichen
  Geschosse  der  Katapulten  wie
die  der  Wagarmbrüste  wurden  B.  genannt.

Bolzenkapsel,  s.  Zünder  (S.  380).

Bombarde,  Name  der  ältesten  Geschütze
  im  14.  und  15.  Jahrh.,  die  inform
von  Wurfkesseln  zum  Laden  senkrecht
gestellt  und  in  Deutschland  Bumhart
geunannt  wurden,  woraus  im  Zusammenklingen
  mit  dem  italienischen  -bombarda-,
  das  eine  Bombenröhre  bezeichnet,
das  Wort  B.  entstand.  Die  B.  wurde  meist
wie  ein  Faß  aus  schmiedeeisernen  Stäben
trichterförmig  gefertigt.  Die  Kammer,  die
das  Pulver  enthielt,  war  vom  Geschützrohr
trenubar  und  wurde  vor  dem  Einsetzen  in
das  Nehr  geladen.  Der  Name  B.  blieb  auch
noch  für  4t  Geschützformen  im  Gebrauch,
  bis  nach  und  nach  eine  Kroße  ahl
von  Specialnamen  entstand;  s.  Geschürtze.

Bombardement  (spr.  mäng),  s.  Festungakrise
  (S.  123).

Bombardler,  ursprünglich  Bezeichnung
  der  Artilleristen,  welche  die  Bombarden,
  später  die  Wurfgeschütze  bedienten.
In  Preußen  war  um  1730  B.  eine  Charge
zwischen  Unteroffizieren  und  Gemeinen
geworden  (sie  hatten  Armel-,  aber  keine
Kragentressen),  an  deren  Stelle  1859  die
Obergefreiten  (Vormeister)  traten.  Das
1786  in  Osterreich  errichtete  Bombardierkorps
  wurde  Bildungsschule  für
Artillerieoffiziere;  1851  trat  die  jetzige
Artillerieabteilung  der  technischen  Militärakademie
  zu  Wien  an  seine  Stelle.

Bombardiergalioten,  kleinere,  flach
gehende,  mit  einigen  schweren  Geschützen
armierte  Fahrzeuge,  deren  man  sich  früher

um  Augriff  fester  Plätze  von  der  See  aus
ediente.

Bombe,  ein  jur  Aufnahme  einer
Sprengladung  bestimmtes  gußeisernes
Hohlgeschoß.  In  Deutschland  heißen  nur
die  kugeljörmigen  Geschosse  der  glatten
Märser  (früher  auch  der  Bombenkanonen)
Bomben,  in  Österreich  werden  sie  Rundbomben,
  zum  Unterschied  von  den
Spitzbomben  der  gezogenen  Mörser,

Bolzenkapsel  —  Bombenkanonen.

enannt.  Die  Bomben  tauchten  um  das
Jahr  1500  an  mehreren  Stellen  auf.  Ist
die  Wandstärke  der  B.  überall  gleich,  fallen
also  der  Mittelpunkt  der  Kugeloberfläche
und  der  der  Höhlung  zusammen,  so  ist
sie  kon  zentrisch,  andernfalls  excentrisch.
  Bei  letzterer  fallen  Geschoßmittelpunkt
  und  Schwerpunkt  nicht  zusammen.
Diese  Ercentricität  (s.  d.)  hat  eine  Abweichung
  aus  der  Flugbahn  zur  Folge,  die
im  allgemeinen  von  der  Größe  der  Exrentricität
  abhängig  ist.  Da  infolge  von  un-Fleicher
  Dichtigkeit  des  Eisens  oder  von
unbeabsichtigter  Kernverschiebung  beim
Guß  mit  seltenen  Ausnahmen  alle  Bomben
  excentrisch  sind,  so  machte  man  nach
den  aufklärenden  Versuchen  von  1827—30
in  Preußen  die  Bomben  absichtlich  ercentrisch,
  um  dadurch  die  Abweichungen  aus
der  Flugbahn  zu  regeln.  Die  Bomben
haben  zum  Einbringen  der  Sprengladung
und  zur  Aufnahme  des  Zünders  ein
Mundloch  und  zu  ihrem  Einsetzen  in  das
Rohr  mittelst  der  Bombenhaken  zwei
Osen.  Die  Bomben  wurden  anfänglichnach
dem  Gewicht  einer  Steinkugel  von  gleichem
Durchmesser,  werden  jetzt  nach  Centimetern
  des  Kalibers  benannt;  hiernach  entsprechen
  die7,  25  und  5Opfündigen  den  15,
23  und  28  cm  Bomben;  sie  wiegen  beziehentlich
  7,3,  28,8  und  55,9  kg,  ihre
Sprengladung  O5,  1,5  und  2,5  kg.  Die
kleinen  Bomben  werden  gegen  lebende  *
die  großen  zum  Zerstören  bombensicherer
Eindeckungen,  Brustwehren  2c.  angewendet.
  Den  bei  Bombardements  zur  Verwendung
  kommenden  Bomben  gab  man
zur  bessern  Zündwirkung  Warmgeschmolzenzeug
  und  eine  entsprechend  geringere
Sprengladung.  Die  Granaten  der  glatten
aubitzen  waren  den  Bomben  desselben
alibers  gleich.  In  Preußen  verwendete
man  aus  25  und  50pfündigen  Haubitzen
und  Bombenkanonen  mit  Blei  ausgegossene
  Bomben  (Bleibomben),  durchderen
vermehrtes  Gewicht  eine  größere  Wirkung
bezweckt  wurde.  Die  23  cm  Bleibomben  wogen
  45,8,  die  28  cm  92,6  kg;  s.  Geschoß.
Bombenkammer,  s.  Geschoßkammern.

Bombenkanonen,  schwere,  meist  23
und  28  cm  glatte  eiserne  Geschütze  von  10