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Bram  2c.,  s.  Mast.
Branchen  (spr.  brang'sch-)  der  deutschen
Armeekorps,  s.  Deutsches  Reich  (S.70).
Brandbomben  und  Brandgranaten
waren  mit  Brandsatz  gefüllte  Bomben
mit  3—5  Brandlöchern,  die  aus  glatten
Mörsern  und  Haubitzen  beim  Bombardement
  geworfen  wurden.  .
Brander,  mit  Brandsatz  gefüllte  Kupferhülsen,
  welche  der  Sprengladung  gezogener
  Granaten  zugefügt  werden,  um
deren  Zündwirkung  zu  sichern,  was  erfahrungsgemäß
  nur  in  geringem  Maß  ß
schieht.  —  B.  nannte  man  früher  Schiffe,
die,  mit  lebhaft  brennenden  Stoffen  gefüllt,
  durch  Wind  oder  Strömung  der
vor  Anker  liegenden  feindlichen  Flotte  zugeführt
  wurden,  um  diese  auch  in  Brand
#  setzen.  Der  B.  wurde  meist  durch  den
randerführer  bis  in  die  Nähe  der  feindlichen
  Fahrzeuge  gesteuert,  dann  entzündet
und  sich  selbst  überlassen.  Gegen  Dampfschiffe,
  die  jederzeit  mianövrierfähig  sind,
haben  die  B.  ihre  Bedeutung  verloren.
Brandgeschoffe,  mit  lebhaft  brennenden
  Stoffen  Feiültte  oder  selbst  glühende
Geschosse,  welche  das  Ziel  in  Braud  setzen
sollen,  z.  B.  Brandbomben,-kugeln,
„  raketen,  Glühkugeln:c.—  Die  B.  der
österreichischen  Feld=  und  25  cm  Kanonen
sind  den  einwandigen  Hohlgeschossen  gleich,
nur  enthält  der  ogivale  Teil  drei  unter
600  zur  Geschoßachse  geneigte  Brandlöcher.
Diese  B.  werden  mit  einem  Brandsatz
auf  2  Teilen  Kolophon,  2  Pech,  0,3  Hans,
4  pulverisiertem  Schwefel,  8  pulverisiertem
  Salpeter,  8  Mehlpulver,  4  Kornpulver,
  aus  denen  unter  Zusatz  von  Wein-Heist
  ein  Teig  hergestellt  wird,  gefüllt  und
in  die  Brandlöcher  Stoppinen  zum  Feuerfangen
  eingesetzt.  —  In  Deutschland  sind
B.  nicht  mehr  gebräuchlich.
Brandgranaten,  s.  Brandbomben.
Brandlugeln  (früher  Karkassen)
bestanden  aus  einem  kugelförmigen  Eisenitterwerk
  mit  Boden,  über  das  beim  Fülen
  mit  einem  heftig  brennenden  Brandsatz
  ein  Drilchsack  gezogen  wurde.  Ihrer
geringen  Haltbarkeit  wegen  wurden  die
B.  aus  Mörsern  nur  mitkleinen  Ladungen
auf  kurze  Entfernungen  geworfen,  um
Häuser  2c.  in  Brand  zu  siecken.

Bram  —  Brosilien.

Brandraketen,  s.  Raketen.

Brandröhren,  hölzerne  Säulenzünder
(s.  Zünder)  für  sphärische  Bomben  und
Granaten,  seibern  allgemeine,  jetzt  noch
in  Osterreich  gebräuchliche  Bezeichnung.

Brandsatz,  s.  Brandgeschosse.

Brandschwärmer  waren  Schwärmer,
an  deren  Ende  statt  des  Schlags  eine  Bleikugel
  und  an  deren  Kopf  eine  Pulverpatrone
  befestigt  war.  Sie  wurden  früher
aus  glatten  Gewehren  geschossen,  um
Brand  zu  erzeugen.

Brandstoppinen,  angefeuerte  Zündlichterstücke,
  die  früher  in  Brandbomben
mit  der  Sprengladung  eingefüllt  wurden,
um  die  Brandwirkung  zu  vermehren.

Brandwache,  die  im  Rücken  eines  Lagers
  zu  dessen  Sicherung  und  Absperrung
aufgestellte  Wache,  die  alle  Arrestanten
und  verdächtigen  Personen  in  Gewahrsam
zu  nehmen  hat.

t  Brandwirkung,  s.  Geschoßwirung.
  «

Brandzeug,  s.  Geschmolzenzeug.

Brasilien.  Heerwesen.  Durch  das
Rekruticrungsgesetz  vom  27.  Febr.  1875
ist  zwar  im  Prinzip  die  allgemeine  Wehrpflicht
  angenommen,  aber  Werbung,  Losung
  und  Loskauf  beibehalten  worden.  Die
vom  19.  Lebensjahr  an  Dienstpflichtigen
werden  jedoch  erst  daun  ausgehoben,  wenn
die  Werbung  den  Bedarf  nicht  deckt;  indes
ist  die  allgemeine  Wehrpflicht  noch  außer
durch  Loskauf  durch  zahlreiche  Ausnahmen
beschränkt.  Die  Dienstzeit  im  Heer  beträgt
sechs  Jahre,  doch  ist  jeder  Entlassene  dann
noch  drei  Jahre  zum  Kriegsdienst  verpflichtet.
  Die  etwa  16,000  Mann  starke  Armec
besteht  aus  21  Bataillonen  Infanteric,  5
NRegimentern  Kavallerie,  3  Regimentern
reitender,  4  Batterien  Fußartillerie,  1  Bataillon
  Genie.  Die  Ausbildung  wie  die  Bewaffnung
  und  Disciplin  dieser  Truppen
ist  für  südamerikanische  Verhältnisse  sehr
güntiig,  Die  Bildung  einer  Nationalgarde
ist  beabsichtigt.  Das  Militärbudget  beträgt
etwa  75  Mill.  Mk.  —  Besser  noch  als  die
Armee  istdie  Marine:  siezählt  77  Schifse,
von  diesen  sind  13  Panzerfahrzeuge  für
die  Küstenverteidigung,  6  Flußmonitore
mit  etwa  4500  Mann  Besatung  und  250
Geschützen,  meist  nach  dem  System  Whit-