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jerne,  1000—1200  m,  mit  gezogenen
anonen  schweren  Kalibers,  den  kurzen  15
und  21  cm  Kanonen  und  dem  indirekten

Schuß.  Ebenso  sind  die  früher  für  das  10

Breschieren  aufgestellten  Grundsätze,  daß
die  in  B.  zu  legende  Mauerfläche  durch
Horizontal=  und  Vertikalschnitte  in  regelmäßige
  Felder  zerlegt  werden  müsse,  um
überhaupt  eine  B.  und  mit  möglichst  weniger
  Munition  herzustellen,  infolge  der  Versuche
  bei  Grandenz  als  unzutreffend  aufgegeben
  worden.  Der  Zweck  wird  mit  weniger
  Mühe  und  Zeit  durch  Demolieren,
d.  h.  durch  regelloses  Verteilen  der  Schüsse
auf  die  zu  breschiereude  Mauerfläche,  erreicht;
  val.  Indirekter  Schuß.  ç„
Brigade,  der  höchste,  aus  2—3  Regimentern
  derselben  Waffe  bestehende
Truppenverband.  Hiernach  gibt  es  Infanterie-,
  Kavallerie-,  Feld=  und  Fußartilleriebrigaden.
  —  Gendarmeriebrigaden
  sind  iu  Preußen  sämtliche
Gendarmen  einer  Proviunz,  in  Bayern
und  Frankreich  nur  eine  Anzahl  derselben,
die  einem  Unteroffizier  unterstellt  sind.  —
Bei  fortifikatorischen  Arbeiten  werden  Arbeiter-,
  Sappeur-,  Mineurbrigaden
  eine  geringe  Anzahl  dieser  Mannschaften
  genaunt,  die  gemeinschaftlich  eine
Arbeit  autesuführen  haben.
Brigadeschulen  hießen  bis  1873  in
Preußen  die  Schulen  der  Artilleric,  in
denen  für  diese  Waffe  die  Unteroffiziere
ausgebildet  wurden;  seitdem  heißen  sie
Regimentsschulen  (s.  d.).
Brigadiers  q¶pr.  diehs)  heißen  in
Deutschland  die  Kommaudeure  der  Gendarmerie
  einer  Provinz.  Der  Brigadier  ist
Stabsoffizier.  In  Osterreich  heißt  auch  der
Truppenbrigadekommandeur  Brigadier.
Brigantine,  s.  Kriegsschiff.
Brigg,  (.  Kriegsschiff  und  Mast.
Brikolschuß,  ein  früher  bei  glatten  Geschützen
  augewendeter  Schuß,  bei  dem  das
Geschoß  durch  beabsichtigten  Abprall  seitlich
  aus  der  Richtung  nach  dem  Ziel  abgelenkt
  wurde,  also  um  die  Ecke  flog.
Brille,  älterer  Ausdruck  für  die  jetzt
Lünette  genannte  Schanzenform.
Brisant,  s.  Explosion.
Broadwell-Ring  (spr.  brohd.),  s.  Liderung.


Brigade  —  Bronze.

Bronze  (Geschützbronze,  Kanonenmetall),
  eine  Legierung  aus  Kupfer
und  Zinn,  meist  90  Proz.  Kupfer  und
Proz.  Zinn.  Durch  größern  Zinngehalt
  wird  sie  härter,  aber  auch  spröder.
Die  B.  bietet  vermöge  ihrer  großen  Zähigkeit
  fast  unbedingte  Sicherheit  gegen  das
plötzliche  gewaltsame  Zerspringen  der
Rohre;  aber  Bronzerohre  vermögen  nicht
hohen  Gasspannungen  zu  widerstehen,
ohne  sich  zu  erweitern.  Auch  ist  es  erst  in
neuerer  Zeit  durch  die  Anwendung  des
Schalengusses  gelungen,  eine  gleichmäßige
Mischung  der  beiden  Metalle  in  allen
Rohrschichten  zu  erzielen.  Bei  dem  ältern
Gußverfahren  in  Lehmformen  und  Vollguß,
  wobei  eine  sehr  langsame  Abkühlung
des  Gußstücks  stattfindet,  bilden  sich  verschiedene
  Legierungen:  kupferreiche  und
ziunreiche  (weiße).  Diese  sind  leichtflüssiger
  und  erstarreu  daher  später  als  jene
und  die  normale  B.,  so  daß  gaugt  Partien
dieser  Zinnflecken,  die  bis  23  Proz.
Zinn  enthalten,  entstehen,  die  bei  größerer
Sprödigkeit  schneller  ausbrennen  (s.  d.)
und  der  Seelenwandung  bald  ein  genarbtes
  Aussehen  geben.  Dies  scheint  auch  die
Ursache  des  schnellen  Verbleiens  der  Geschütze
  zusein,  welche  Granaten  mit  Weichbleimantel
  verfeuern.  Diesen  Nachteilen
steht  die  große  Billigkeit  der  B.,  die  auch
in  unbrauchbaren  Rohren  als  Metall
noch  hohen  Wert  hat,  vorteilhaft  gegenüber.
  Im  fertigen  bronzenen  Gchirohr
  (mit  Verschluß)  kosten  50  kg  160
Mk.  Die  nugenügende  Widerstandsfähigkeit
  der  B.  gegen  hohe  Gasspannungen
  suchte  Künzel  durch  Ausscheiden
der  schädlichen  Orydbildungen  zu  beseitigen,
  indem  er  der  B.  bis  0,75  Proz.  Phosphor
  zusetzte.  Diese  Phosphorbronze
ist  zwar  härter  und  homogener  als  gewöhnliche
  B.,  aber  noch  niehr  zu  Ausbrenmingen
  geneigt  als  diese.  Eine  neue
Epoche  der  B.  begann  mit  der  Lerstellung
der  sogen.  Stahlbronze  durch  den
österreichischen  General  und  Direktor  des
Arsenals  in  Wien,  v.  Uchatius.  Nachdem
  General  Lawrow  (Rußland),  General
  Rosset  (Italien),  Laveissikre  (Paris)
und  Künzel  (Lüttich)  den  Guß  bronzener
  Geschützrohre  in  eisernen  Schalen