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Bockbeine.  Auf  den  Holmen  wird  der
Oberbau  wie  bei  den  Pontonbrücken  herzestellt.
  —  Der  Oberbau  der  Feld  brücken
ist  dem  der  Trainbrücken  ähnlich:  bei  den
Brückenstegen  kommen  in  der  Regel  2,  bei
den  Laufbrücken  3  und  bei  den  Kolonnenbrücken
  5  Streckbalken  zur  Verwendung.
Der  Unterbau  kann  aus  eingeschlagenen
Pfählen,  aus  vierbeinigen  gewöhnlichen
Böcken  oder  aus  aufgestapelten  Brettern,
Balken,  Schauzkörben  2c.  gebildet  werden.
Auch  aus  untereinander  verbundenen  leeren
  Tounen  läßt  er  sich  herstellen.

In  Deutschland  werden  im  Krieg  bei
jedem  Armeekorps  ein  Korps=  und  zwei
Divisionsbrückentrains  formiert.
Ersterer  führt  das  Material  zu  einer  B.
von  122—132,6  m  Länge  auf  28  Pontonhacketts,
  2  Werkzeug  -,  2  Leiter=  und  1
Packwagen,  zusammen  33  Wagen.  Jeder
Divisionsbrückentrain  führt  36,5—39  m
Brückenlänge  auf  8  Hacketts,  1  Werkzeug-,
1  Leiter-,  3  Schanzeug-  und  1  Packwagen,
  zsammen  14  Wagen;  Gesamtbrückenlänge
  eines  Armeekorrs  200—
210,6m.—  Die  Pontons  derösterreichischen
  B.  (System  Siraglg  aus  Eisenblech,
werden  aus  zwei  oder  mehreren  Teilen  zusammengesetzt
  je  nach  der  geforderten  Tragfähigkeit
  der  B.  Die  Spannweite  ist  unverändert
  6,63,  die  Breite  der  Brückenbahn
3,26  m.  Die  leichten  B.  erhalten  5,  die
schweren  7  Streckbalken.  Die  Bockunterstützungen
  sind  den  deutschen  gleich,  nur
die  Bockbeine  haben  andre  Abmessungen.
Osterreich  besitzt  48  Brückenequipagen;  mit
dem  Material  einer  jeden  kann  eine  53  m
lange  leichte  oder  33  m  lange  schwere
Kriegsbrücke  erbaut  werden;  jede  Equipage
besteht  aus  8  Balken,  4  Bockwagen  (Hacketts)
und  2  Requisitenwagen.

Brückeneguipage  Up#.  pdhsch),  (.
Brücken.

Brückenkopf,  ein  Befestigungswerk  zur
Verteidigung  eines  Brückenzugangs.  Auch
werden  die  seindwärt  vor  einem  Defilee
gelegenen  Verschanzungen  B.  genannt.

Brückenmanöver,  die  Übungen  der
Pioniere  im  Brückenbau  mit  vorbereitetem
  Material,  namentlich  wenn  sie  mit
Übungen  andrer  Truppen  verbunden  sind.

Brückensteg,  s  Brücken.

Brückenequipage  —  Büchsenmacher.

Brückentrain  (wr.  4rängb),  s.  Brücken.
Brünieren,  das  Hervorrufen  einer
künstlichen  Rostschicht  auf  der  Oberfläche
eiserner  oder  stählerner  Waffen,  um  dadurch
  den  Zutritt  der  Luft  und  Feuchtigkeit
an  die  Metallfläche  und  somit  die  natürliche
Rostbildung  zu  verhindern.  Die  zum  B.
dienende  Beize  kann  sehr  verschieden  zusammengesetzt
  werden,  in  Deutschland  besteht
  dieselbe  aus  10  g  Eisenvitriol,  2,5
Eisenchlorid  und  85  g  destilliertem  Wasser.
  Sie  wird  nach  vollständigem  Reini-F
  der  zu  brünierenden  Fläche  mit  einem
chwamm  ausgetragen  nach  24  Stunden
wird  die  Fläche  mit  Drahtbürste  und  Lappen
  abgerieben  und  die  Beize  von  neuem
aufgetragen.  Nach  4—fhmaliger  Wiederholung
  dieses  Verfahrens  ist  das  B.  beendet
  und  folgt  das  Abreiben  mit  Leinöl.
Brustplatte,  s.  Küraß.
Brustwehr,  eine  Erddeckung,  welche
den  hinter  ihr  ausgestellten  Verteidigern
Deckung  gewähren  unddengünstigsten  Gebrauch
  der  Wassen  gestatten  soll.  Eine  B.
aus  Erde  mittlerer  Widerstandsfähigkeit
muß,  um  gegen  Infanteriefeuer  zu  decken,
1—1,5  m,  gegen  Feldgeschütze  3—5,5  m
und  für  Belagerungs=  und  Küstenbatterien
7  —9  m  stark  sein;  letztere  müssen  eine
Höhe  von  2,5  m,  die  andern  eine  dem
Zweck  entsprechende  Höhe  erhalten  (ogl.
Schütengräben).  doch  muß  dieselbe,
wenn  sie  durch  vorliegende  Positionen
überhöht  wird,  unter  Umständen  gesteigert
werden,  ebenso,  wenn  sie  für  eine  größere
Breite  des  Batteriehofs  decken  soll.  Für
Infanterieverteidigung  muß  die  B.  einen
Auftritt  (s.  d.)  erhalten,  die  innere
Drustwehrböschung,  der  Deckung  und
des  bequemen  Waffengebrauchs  wegen,  möglichst
  steil  sein  und  deshalb  ½  Anlage
erhalten;  die  äußere  erhält  ganze  Anlage,
um  gegen  einschlagende  Geschosse  widerstandsfähig
  zu  sein.  Für  Geschützverteidisund
  werden  Geschützbänke  (s.  d)angechüttet
  oder  Scharten  (s.  d.)  hergestellt.
Büchse,  s.  Handfeuerwaffen  (S.
175),  Geschütze  (S.  163).
Büchsenmacher,  Militärunterbeamte
des  deutschen  Heers,  welche  unter  den  Bedingungen
  eines  darüber  aufgestellten  Kontrakts
  alle  an  den  Waffen  vorkommen-