Bucken  —  Cadre.

den  Reparaturen  sowie  Waffenrevisionen
  ausführen  und  dazu  alle  Wassenteile,
mit  Ausnahme  der  großen,  die  ihnen  geliefert
  werden,  selbst  beschaffen  müssen.
Für  gewisse  unentgeltlich  von  ihnen  auszuführende
  Reparaturen  und  Verrichtungen
erhalten  sie  ein  Aversionalguantum
(s.  d.).  Jedes  Infanterie-,  Jußartillerieund
  Pienierbataillon  hat  einen  Bataillons-,
  jedes  Kavallerieregiment  einen
Regiments=  und  jedes  Artilleriedepot  einen
3  phausbochlenmacher

Bucken  der  Geschütze,  s.  Rückstoß.

Bug,  das  Vordei  teil  eines  Schiffs  oder
Boots;  die  auf  manchen  Panzerschiffen
hier  angelegten  Batterien  heißen  deshalb
Bugbatterien,  die  Geschütze  derselben
Buggeschütze.  Um  die  Kriegsschiffe  zum
Anrennen  (Rammen)  feindlicher  Schisse
geeignet  zu  ahen,  erhält  ihr  B.  eine  vorspringende,
  meist  abgerundete  Verstärkung
(das  Rammbug),  und  um  die  Wirkunen
  des  etwa  hierbei  am  B.  angerichteten

chadens  auf  diesen  Schiffsteil  zu  beschränken,
  ist  in  einiger  Entfernung  binter
dem  Vordersteven  ein  wasserdichtes  Querschott
  (Kollisionsschott)  errichtet.

Bugfieren  (schleppen),  Schiffe  oder
Boote  durch  ein  andres  in  Bewegung  berissenes

  Fahrzeug  mittelst  Taue  (Bug-Pelltoue
  nachziehen.

Bugspriet  heißt  der  vorn  schräg  ans
dem  Bug  des  Schiffs  herausragende  Mast,
der  mit  seinen  Verlängerungen  (dem
Klüverbaum  und  Außenklüverbaum)
  dreieckige  Segel  (das  Stagsegel,
Klüver  und  Außenkl  üver)führt,  die

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für  das  Manörrieren  von  besonderer
Wichtigkeit  sind.

Gulgarien.  Das  bulgar.  Heerwesen
ist  in  seiner  Entstehung  auf  die  Errichtung
  von  Druschinen  (Bataillonen)  im
Lager  zu  Kischinew  im  Winter  1876—
1877  zurückmführen.  Seitdem  istimmerfort
  organisiert  und  ein  Abschluß  noch
keineswegs,  vor  allem  nicht  die  praktische
Durchführung  der  entworfenen  Organisation
  erreicht  worden.  Die  Infanterie
soll  aus  14  Regimentern  à  3  Bataillone,
die  Kavallerie  aus  6  Sotnien,  die  Feldartillerie
  aus  10—12  Batterien  bestehen.
Die  Infanterie  ist  mit  erbeuteten  Henry-Martini-Gewehren,
  die  Artillerie  mit  erbeuteten
  Kruppschen  Geschützen  bewaffnet.

Bumhart,  s.  Bombarde.

Bundesfestungen,  Festungen,  welche
auf  gemeinschaftliche  Kosten  des  Staatenbunds
  errichtet  und  erhalten  werden.
Deutsche  B.  waren:  Landau,  Luremburg,
Mainz,  Rastatt  und  Ulm.
Bärserzartter,  s.  Quartier.
Burschen,  im  dentschen  Heer  diejenlgen
  Soldaten,  welche  Offizieren,  Arzten,
Zahlmeistern  2c.  #ur  Bedienung  überwiesen
  sind,  daher  Offizierburschen  (in
Bayern  Diener)  genannt.  Nur  vollständig
  ausgebildete  Leute,  die  eine  Herbstübung
  mitgemacht  haben,  dürfen  B.,  aber
nicht  zugleich  Gefreitesein.  Die  B.  der  nicht
regimentierten  und  berittenen  Osfsiziere
sind  im  allgemeinen  dienstfrei.  In  O  gerreich
  zählen  die  B.  als  Offiziersdiener
nicht  zu  den  Kombattanten,  sondern  bilden
eine  eigne  Klasse  der  Dienstpflichtigen.

C

Artikel,  die  unter  C  vermißt  werden,  sind  unter  K  nachzuschlagen.

Cadre  (spr.  kahdr)  oder  Rahmen  bezeichnet
  die  zur  Ausbildung,  taktischen
Verwendung  und  Verwaltung  einer
Truppe  notwendigen  Offiziere  und  Unteroffiziere,
  welche  die  einzelnen  Abteilungen
gleichsam  umfassen  und  einrahmen.  Im
weitern  Sinn  wird  C.  gleichbedeutend
mit  Stamm  gebraucht  und  bezeichnet  dann
den  bei  der  Fahne  verbliebenen  Teil  der
Mannschaft,  während  der  Rest  beurlaubt

ist.  Die  Kriegstüchtigkeit  einer  Truppe
wird  demnach  wesentlich  von  der  Stärke
und  Geübtheit  der  Cadres  bedingt  sein,  in
welche  die  Beurlaubten  und  Reserven  nur
eingefügt  werden  brauchen,  um  taktischverwendbare
  Truppenkörperzu  bilden.  Solche
Organisation  heißt  Cadresystem  im  Gegensatz
  zum  Milizsystem,  bei  dem  Cadres
im  Frieden  nicht  vorhanden  sind.  In  den
Staaten  mit  allgemeiner  Wehrpflicht  und