Changieren  —  Chasseurs.

Changieren  (pr.  schang'sch·)  oder  wechseln,

  in  der  Reitkunst  das  Übergehen

von  einer  Hand  auf  die  andre,  beim  Galopp
  vom  Rechts=  in  den  Linksgalopp  und
umgekehrt.

harge  (spr.  schärsch),  die  Dienststellung,
  das  Amt,  der  militärische  Rang.
Die  Chargen  zerfallen  in  die  Hauptabteilungen:
  Offiziere  und  Unteroffiziere.

Die  Offiziere  zerfallen  in  folgende
Klassen:  a)  in  der  Armee:  1)  Generale
(Feldmarschall,  Gencral  der  Infanterie
oder  Kavallerie,  Generallentnant  [Feldmorschallleutnant,),
  Generalmajor);  2
Sta  voffiziere  (Oberst,  Oberstleutnant,
Major);  3)  Hanptleute  u.  Rittmeister;  4)
Subalternoffiziere  (Premier-Ober-]  u.
Sekondelentnants);:  —  b)  in  der  Marine:
  1)  Admirale  (Admiral,  Vice-,  Kontreadmiral);
  2)  Stabsoffiziere  (Kapitän
zur  See  [Oberst],  Korvettenkapitän  [Major));
  3)  Kapitänlentnants;  4)  Leutnants
zin  See,  Unterleutuant.  (In  sterreich
hat  der  Linienschiffskapitän  den  Rang  als
Oberst,  Fregattenkapitän  Oberstleutnant,
Korvettenkapitin  Major,  Linienschiffsleutnant
  Hauptmann,  Linienschiffsfähnrich
  Premierleutnant.)

Die  Unteroffiziere  zerfallen  a)  in
der  Armee  in  zwei  Haupkklassen:  1)  die
das  Offizierportepee  tragen:  Oberfeuerwerker,
  Feldwebel,  Vicefeldwebel,  Wachtmeister,
  Vicewachtmeister;  2)  Unteroffiziere
ohne  Portepee:  Fenerwerker,  Sergeanten,
  Oberlazarettgehülfen,  Unteroffiziere,
Oberjäger,  Lazarettgehülfen.  In  öste  treich
  entsprechen  den  Sergeanten  die  Führer,
  den  Unteroffizieren  die  Korporale.
Zwischen  den  Unteroffizieren  und  Gemeinen
  stehen  die  Obergefreiten  der  Artillerie
  und  die  Gefreiten,  in  der  österreichischen
  Artillerie  die  Vormeister;  —
b)  in  der  Marine  bilden  die  Deckoffisere
  (s.  d.)  eine  zwischen  Offizieren  und
lnteroffizieren  mit  Portepee  epente  C.
Zu  letztern  gehören  die  Stabswachtmeister
der  Marinestabswache  und  die  Feldwebel
der  Flottendivisionen.  Die  Unteroffiziere
ohne  Portepee  heißen  Maate  (s.  d.);
Maate  erster  Klasse  haben  Sergeanten-,
zweiter  Klasse  Unterofftzier-,  Obermatrosen
Gefreitenrang.

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Chbargen  des  Maunschaftsstands,
.  v.  w.  Avancierte  (s.  d.).

Chargenpferde.  In  der  deutschen
Armee  erhalten  alle  Leutnants  der  Kavallerie
  und  reitenden  Artillerie  aus  den  Remonten
  entnommene  C.  zum  dienstlichen
Gebrauch.  Nach  fünf  Jahren  wird  das
Chargenpferd  Eigentum  des  Inhabers.
Hört  der  Anspruch  auf  ein  Chargenpferd
vor  Ablauf  dieser  Zeit  auf,  z.  B.  bei  Veförderung,
  so  zahlt  der  Offizier  für  die  fehlende
  Zeit  die  entsprechende  Rate  des  Taxwerts
  zurück  und  behält  das  Pferd,  oder

)er  gibt  das  Pferd  zurück  und  erhält  die

gleichen  Raten  für  die  Zeit,  während
welcher  er  das  Pferd  im  Besitz  hatte,  bar.
Bei  der  Feldartillerie  sowie  beim  Train
werden  die  Hauptleute  und  Leutnants
mit  Dienstpferden  beritten  gemacht.  Die
mit  Chargenpferden  oder  Dienstpferden
beritten  gemachten  Offiziere  erhalten,  mit
Ausnahme  der  Lentnants  der  Feldartillerie
  und  des  Trains,  noch  eine  Ration
für  ein  eignes  Pferd.  —  In  der  österreichischen
  Armee  erhalten  die  Offiziere
der  Kavallerie  vom  Oberstleutnant,  bei
der  Feldartillerie  vom  Hauptmann  abwärts
  C.,  welche  nach  acht  Jahren  ihr  unbeschränktes
  Eigentum  werden.
Chargieren  (spr.  scharsch-),  ein  immer
mehr  außer  Gebrauch  kommender  Ausdruck
  für  das  Laden  der  Feuerwaffen.
Chargierung,  alle  Verrichtungen  zum
Laden  einer  Feuerwafse;  auch  die  Ladung
selbst  heißt  C.;  sodann  die  für  die  kriegsmäßige
  Ausrüstung  der  Feldtruppen  im
Fichen  bereit  gehaltene  Munition.  Die
eldchargierung  umfaßt  hiernach  für
Handfeuerwafsen  die  in  den  Patronentaschen
  der  Mannschaft  und  im  Bataillons-,
bezw.  Regimentspatronenwagen,  bei'der
Artillerie  die  in  den  Protzen  und  Munitionswagen
  der  Batterien  und  Munitions-=kolonnen
  mitgeführte  Munition.  Reserve-Feldchargierungen
  sind  die
im  Frieden  bereit  gehaltenen  Materialien
zur  Anfertigung  von  Munition  zum  Ersatz
  der  im  Feld  verbrauchten.
Chassepot-Gewehr  (ppr.  schaffpoh-),  s.
Handfeuerwaffen  (S.  181).
Chasseurs  (wr.  schaflor),  JZäger,  Scharfschützen
  der  französischen  Armee.  Es  be-Artitel,

  bie  unter  C  vermißt  werden,  find  unter  K  nachzuschlagen.