Chinesisches  Feuer  —  Chronograph.

die  Tschufang  in  840  Kompanien  etwa
108,000  Mann  stark.  Sämtliche  Bannerleute
  erhalten  dauernd  Sold  ()  und
sind  ause  ieei7  Soldaten.  Ihre  Söhne
erben  ihre  Rechte  und  Pflichten.  Sie  dürfen
  in  der  Zeit,  in  der  sie  nicht  wirklich
lum  Kriegsdienst  aufgeboten  sind,  ein

ürgerliches  Gewerbe  betreiben.  Hieraus
ist  erklärlich,  daß,  zumal  bei  dem  unkriegerischen
  Charakter  der  Chinesen,  außerordentlich
  wenig  militärischer  Geist  bei
ihnen  zu  finden  ist.  —  Jedes  Banner  steht
unter  1  General  und  2  Generalleutnants
und  hat  seine  eignen  Offiziere.  Der  Kommandierende
  einer  Garnison  oder  der  Oberbefehlshaber
  einer  Provinz  ist  ganz  auf  sich
angwiesen,  und  bleibt  ihm  die  Formation
und  Ausbildung  der  Truppen  überlassen.
So  ist  es  möglich,  daß  die  Generale  Lihun
  41  chang,  Gouverneur  von  Tschili,
und  Tsotsungtang,  Gouverneur  von
Kanfu,  ihre  Korps  ganz  nach  europäischem
Muster  organisieren  und  bewaffnen  konnten.
  Während  die  übrigen  Truppen  noch
den  Bogen,  die  Lanze  und  den  Säbel,  zum
Teil  auch  Luntenschloßflinten  führen,  sind
ihre  Korps,  die  eine  Stärke  von  70,000,
beziehentlich  40,000  Mann  haben,  mit
Hinterladungsgewehren  (meist  nach  Remington)
  und  Kruppschen  Geschützen  bewaffnet,
  auch  die  Forts  mit  Kruppschen
schweren  Kanonen  armiert.  Die  Miliz  ist
nach  Provinzen  eingeteilt  und  soll  eine
Gesamtstärke  von  651,677  Mann  mit
80  Generalen  und  7077  Offizieren  haben.
Die  höhern  Offizierstellen  sind  meist  mit
Civilbeamten  besetzt,  wie  denn  auch  alle
Militärbehörden  den  Territorialcivilbehörden
  unterstellt  sind.  —  Die  chinesische
Flotte  besteht  ans59  Fahrzeugen  der  verschiedensten
  Konstruktionen,  zum  größten
Teil  in  England  gebaut  und  auch  mit
englischen  Geschützen  von  Armstrong  und
Vavasseur  armiert.  Unter  den  Fahrzeugen
sind  47  Kanonenboote,  von  denen  9  mit
9  Tonnen-,  6  mit  7  Tonnen-,  2  mit  26,5
Tonnen-,  4  mit  35,  2  mit  38  Tonnengeschützen
  armiert  sind.

Chinefisches  Feuer,  Feuerwerkssätze,
deren  sich  die  Chinesen  seit  etwa  1600
Jahren  bis  in  die  neueste  Zeit  zu  Kriegszwecken,
  zu  Minen,  Signalschlägen  2c.,

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bedient  haben.  Schon  200  Jahre  v.  Chr.
sollen  sie  das  =  Ho-Yao=  zur  See  und  bei  Belagerungen
  verwendet  haben;  es  bestand
auseiner  Papierkugel,  die,  außen  mit  Harz,
Ol  und  Wachs  überzogen,  mit  einer  Mischung
  von  Salpeter,  Schwefel,  Kohle,  Harz
und  Eisenstücken  gefüllt  und  einem  Zünder
versehen,  unter  den  Feind  geworfen  wurde.
hok  (spr.  schoch,  der  gewaltsame  Zusammenstohkeibemggeschtoffenen
  Anrennen  der
Kavallerie  gegen  den  Feind,  namentlich
wieder  gegen  Reiterei.  Das  Aurennen  Kabst
wird  wie  die  Attake  (s.  d.)  ausgeführt.
Chronogräph  .  eitschreiber),  Apparat
  zum  Messen  der  Flugzeiten  der  Geschosse.
  Der  in  Deutschland  übliche  ist  der
von  Le  Boulengé.  Der  Zweck  ist  der,  die
Zeit  zu  messen,  die  das  aus  einem  Gewehr
oder  Geschütz  abgefeuerte  Geschoß  braucht,
um  eine  gewisse  Strecke  weit  zu  fliegen.
Erfolgt  die  Messung  an  der  Mündung,  so
erhält  man  die  Anfangsgeschwindigkeit.
Die  Kenmtis  derselben  erorderlic  ur
Berechnung  der  lebendigen  Kraft  (s.  d.)  des
Geschosses,  also  der  Hebngefähtrei  der
Waffe.  Anderseits  aber  dient  die  Messung,
unter  Anwendung  eines  Geschützes  oder
Gewehrs  mit  bekannten  eiten  der
Geschosse,  zur  Prüfung  der  Kraftäußerung
des  Pulvers  bei  der  Abnahme  neu  gesertigten
  oder  der  lünerschung.  (ballistischen
Prüfung)g  solchen  Pulvers,  das  bereits
in  den  Beständen  der  Artilleriedepots  gelagert
  hat.
Die  dem  C.  von  Le  Boulenge  zu  Grunde
liegende  Konstruktionsidee  ist  folgende:
  Mit  einem  Abstand  von  50  m  sind
zwei  mit  Kupferdraht  so  dicht  bezogene
ahmen  aufgestellt,  daß  das  Geschoß  beim
Hindurchgehen  durch  dieselben  mindestens
einen  Draht  zerreißen  muß.  Jeder  Gitterrahmen
  ist  für  sich  in  die  Stromleitung
  einer  galvanischen  Batterie  eingeschaltet.
  Der  eigentliche  C.  trägt  an  einer
Säule  zwei  Elektromagnete;  an  einem
derselben  hängt  ein  langer,  am  andern
ein  kurzer  Stab.  Der  den  langen  Stab  ((den
Zeitmesser)  tragende  Elektromagnet
istin  die  Stromleitung  desersten,  der  andre
in  den  des  zweiten  Rahmen  eingeschaltet.
Sobald  nun  das  Geschoß  durch  den  ersten
Gitterrahmen  geht,  wird  durch  das  Zer-Artikel

  die  unter  C  vermißt  werden,  sind  unter  K  nachzuschlagen-.