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Näpfchen,  das  von  Minié  in  die  Höhlung
des  1849  von  ihm  konstruierten  Langgeschosses
  für  gezogene  Vorderladegewehre
eingesetzt  wurde.  Durch  die  Pulvergase
wurde  das  C.  bis  zum  Boden  der  Höhlung
hineingedrückt,  dadurch  das  Geschoß  erweitert
  und  in  die  Züge  gepreßt.  Er  erreichte
  auf  diese  Weise  die  gepreßte  Führung
  mit  einem  Geschoß,  das  mit  Spielraum
  in  den  Lauf  eingesetzt  werden  konnte.
Bei  den  englischen  Cnfieldgewehren  ist
das  C.  ein  abgestumpfter  Kegel  aus  Buchsbaumholz,
  bei  den  Snyder-Gewehren  aus
gebrauntem  Thon.
Cup-and-ball-Prinzip  (Ipr.  köpp-#änd-bahl.),
  s.  Panzer  (S.  277).

Cuop-and-ball-Prinzip  —  Dampfgeschütze.

Cvlinderderschluß,  s.  Handfeuerwaffen
  (S.  180).

Czapko  (lrr.  tsch-),  ursprünglich  die
viereckige  Mütze  der  poluischen  Ulanen.
Mit  dieser  Waffengattung  ging  auch  ihre
Kopfbedeckung  in  andre  Armeen  über.
Auf  dem  untern  schädelartig  geformten
Teil  steht  der  viereckige  Deckel,  dessen
Spitzen  nach  vorn,  hinten  und  den  Seiten
zeigen.  Die  C.  wird  nach  dem  rechten  Ohr
geneigt  getragen,  so  daß  der  untre  Rand
etwa  zwei  Finger  breit  über  dem  linken
Obr  steht;  an  der  rechten  Ecke  sitzt  die  um
den  Halsgelegte  Fangschnur,  an  derandern
bei  den  preußischen  Ulanen  das  schwarzweiße
  Nationale  und  der  weiße  Haarbusch.

D.

Dachs,  die  soldatisch  gebräuchliche  Beeichnung
  für  den  Tornister  der  preußischen
  Jäger  und  Schützen,  dessen  äußere
Klappe  aus  rauhem  Dachsfell  besteht,
während  der  der  übrigen  Truppen  aus
rauhem  Kalbfell  Affe  genannt  wird.
Dahlgren-Geschütze,  nach  der  Konsiruktion
  des  amerikanischen  Admirals
Dahlgren,  waren  gußeiserne,  voll  und
außen  cylindrisch  gegossene  Vorderlader,
die  nach  dem  Bohren  in  stufenförmiger
Weise  abgedreht  wurden.  Während  des
nordamerikanischen  Bürgerkriegs  wurden
glatte  9,  10,  11  und  13  Zöller  sowie
gezogene  30,  50,  80,  200  und
300  Pfünder  nach  Dahlgrens  System  ängefertigt.
  Sie  bewährten  sich  schlecht,  da
während  des  Kriegs  im  Gebrauch  20
D.  zersprangen,  weshalb  man  ihre  Fabrikation
  bald  wieder  aufgab.
Dammzieher,  s.  Entladen.
Dampfabzüge  dienen  in  Verteidigungskasematten
  zur  Ableitung  des  Pulverdampfs
  und  führen  entweder  in  schräg
ansteigender  Richtung  durch  die  Stirunmauer,
  oder  senkrecht  durch  den  Scheitel
der  Gewölbe,  durch  die  Erddecke  in  der
Regel  mittelst  gußeiserner  Röhren.
Dampfbälle,  s.  Signale.
Dampfseschütze  und  Dampfgewehre,
Schießwafsen,  bei  denen  die  Spannkraft

des  Wasserdampfs  anstatt  der  Pulvergase
  zum  Forttreiben  der  Geschosse  benutzt
  wird.  Der  Dampf  von  hoher  Spannung
  tritt,  ebenso  wie  das  Geschoß,  durch
besondre  Ventile  oder  Klappen  in  den
hintern  Teil  der  Rohrseele  ein.  Die  erste
Dampfkanone  soll  schon  1745  in  London
eristiert  haben.  Ihr  folgten  die  Versuche
von  James  Watt  1805,  des  französischen
Generals  Girard,  der  1814  mehrere  sechsläufige
  Dampfbatterien  zur  Verteidigung
von  Paris  baute.  Nach  Chasselonp  und
Beseeny  trat  1825  der  Amerikaner  Perkins
  mit  einer  einläufigen  Dampfkugelspritze
  auf,  die  250,  bei  einem  Versuch  sogar
  2000  Schüsse  in  einer  Minute  gethan
haben  soll,  und  1828  mit  einer  7  cm  Kanone,
  die  28—30mal  in  der  Minute
fenern  konnte.  Bis  in  die  neueste  Zeit
sind  Versuche  mit  Dampfgeschützen  (auch
von  Bessemer)  bekannt  geworden,  die  aber
alle  ohne  praktischen  Erfolg  geblieben  sind
und  bleiben  werden,  solange  es  der  Technik
  nicht  gelingt,  eine  genügende  Menge
Dampf  von  über  100  Atmosphären  in
das  Rohr  zu  leiten.  Sodann  aber  wäre
die  Verwendbarkeit  derartiger  Waffen  auf
die  Verhältnisse  beschränkt,  wo  die  gesicherte
  Aufstellung  eines  Dampfkessels
möglich  ist.  Immerhin  wird  aber  auf
diese  Weise  den  Geschossen  die  lebendige