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Schlei  nach  dem  Seller  Noor  folgten.
Die  erste  Aulage  des  Dannewerks  (Kurvirke)
  reicht  bis  in  das  5.  Jahrh.  u.  Chr.
zurück.  Dann  ließ  es  der  Dänenkönig
Götrik  um  808  so  verstärken,  daß  er  vielfach
  als  der  Erbauer  des  Dannewerks  angesehen
  wird.  Es  ist  mehrfach  überschritten,
erweitert  und  verstärkt  worden,  so  daß  der
Wall  eine  Höhe  von  8—43  m  erreichte.
Eine  systematische  Herstellung  und  Verstärkung
  der  befestigten  Linie  7  sodann
nach  1855  statt,  die  sich  nunmehr  von
Missunde  bis  Friedrichstadt  erstreckte;  die
Strecke  zwischen  der  Rheider  Au  und  dem
Noor  war  außer  dem  Wall  noch  durch  18
längs  desselben  sich  hinziehende  Schanzen
gedeckt.  Die  Befestigungen  waren  1864
mit  77  Geschützen  armiert.  Man  knüpfte
1864  an  diese  mit  großen  Kosten  hergestellten
  Befestigungen  i5*  große  Hoffnungen,
  dennoch  wurden  sie  6.  Febr.  1864
vom  General  de  Meza  ohne  Schwertstreich
  verlassen  und  schon  während  des
Kriegs  deutscherseits  teilweise  abgetragen.
Davids  (pr.  vewidds),  eiserne  Dampftorpedoboote
  in  Cigarrenform,  s.  Torpedos.
Debordieren,  s.  Echelon.
Debouchee  ('pr.  öuscheh),  die  Ausmündung
  eines  Dorfs,  Hohlwegs,  Waldes,
auch  einer  Brücke,  überhaupt  eines  Defilees
  im  weitern  Sinn,  von  welcher  ab
eine  in  Marschkolonne  befindliche  Truppe
zum  Gefecht  aufmarschieren  kann.  Das
Debouchieren  im  wirksamen  Feuer  des
Feindes  ist  meist  ein  schwieriges  Unternehuren,
  das  Energie  und  Geschick  in  der
Truppenführung  und  Truppenverwendung
  in  besonderm  Maß  erfordert.
Deboucheesperre,  s.  Thalsperren.
Dechargenbögen,  Dechargenmanern
(pr.  scharsch.),  s.  Futtermauern.
Dechargenrevetement  (lpr.  drscharschenrzwätmangh),
  Dechargenkasematten.  überwölbt
  man  die  nach  hinten  um  ein  gewisses
Maß  verlängerten  Strebepfeiler  einer  Eskarpenmaner,
  so  wird  die  letztere  selbst  teilweise
  von  dem  Druck  der  hinter  ihr  angeschütteten
  Erde  des  Walles  entlastet,  der  in
demselben  Maß  von  den  Gewölben  übernommen
  wird.  Ein  solches  D.  ist  schwierig
  zu  breschieren,  da  ein  ganzer  Strebe-Efeiler
  niedergelegt  werden  muß,  bevor

Davids  —  Deck.

die  auf  seinen  Gewölben  lastende  Erde
nachstürgen  und  die  Bresche  gangbar
machen  kann.  Schließt  man  die  Strebepfeiler
  hinten  durch  eine  Reversmauer,
so  entstehen  Dechargenkasematten,  die  bei
genügenerr  Tiefe  zur  Verteidigung  durch
eschütze  mit  Schießscharten  und  Dampfabzügen
  gingerichtet  werden  können,  durch
Thüren  in  den  Strebepfeilern  unter  sich
und  durch  Poternen  mit  dem  Innern  der
Festung  in  Verbindung  stehen.  Eine  fortlaufende
  Reihe  solcher  Dechargenkasematten
  nennt  man  wohl  eine  Dechargengallerie,
  die  dann  fur  niedern  Bestreichung
  der  Grabensohle  dient.  Sind  die
Dechargenkasematten  nicht  zur  Verteidigung
  eingerichtet,  so  dienen  sie  als  Wohnund
  Aufbewahrungsräume.
Decimieren,  eineder  römischen  Kriegsdisciplin
  entstammende  (471  v.  Chr.  im
Kriege  gegen  die  Volsker  zuerst,  unter  den
Kaisern  mehrfach  angewendete)  Militärstrafe,
  welche  die  Hinrichtung  jedes  zehnten
  Mannes  von  Regimentern,  die  sich
durch  Meuterei,  Feigheit,  Flucht  rc.  geschändet,
  vor  den  Augen  ihrer  Kameraden
forderte.  Der  zehnte  Mann  wurde  durch
Auszählen  oder  durch  das  Los  bestimmt.
Die  Strafe  ging  auf  die  Söldnerheere  des
Mittelalters  über  und  reicht  sogar  bis  in
die  neue  Zeit.  1642  wurde  sie  bei  Prag
an  dem  kaiserlichen  Regiment  v.  Madlo,
1675  zu  Trier,  von  Mina  1812  an  Guerillabanden
  vollstreckt;  Blüchers  Vorhaben
jedoch,  die  empörten  sächsischen  Bataillone
1815  zu  Lüttich  durch  D.  zu  bestrafen,
wurde  vereitelt.  Wenn  auch  einer  Truppe
durch  die  Disciplin  ein  einheitlicher  Charakter
  in  gewissem  Sinn  gegeben  werden
kann,  so  kann  sie  doch  uccke  als  eine  moralische
  Person  angesehen  und  als  solche  an
ihren  Gliedern  gestraft  werden.  Die  humanere
  Gesittung  unfrer  Zeit  verwirft
die  Strafedes  Decimierens  daher  durchaus.
Deck  der  Kriegsschiffe  wird  sowohl  der
durch  jede  Etage  gebildett  Raum  selbst,
als  auch  der  Fußboden  derselben  genannt.
Das  oberste  D.  heißt  Oberdeck;  auf  ihm
stehen  bei  den  Glattdeckskorvetten  die
Geschütze,  es  ist  also  gleichzeitig  Batteriedeck.
  Bei  den  sogen.  gedeckten  Korvetten,
  den  heutigen  Fregatten,  befindet  sich