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seit  dem  16.  Jahrh.  von  ber  gesamten

europäischen  Kavallerie,  aber  auch  vielfach

von  Pikenieren  und  Musketieren  in  ziemlicher
  Länge  getragen.  Nach  dem  Vorgang
der  Türken,  Ungarn  und  Polen  wurde
auch  bei  der  leichten  Reiterei  andrer  Staaten
  der  ausschließlich  zum  Hieb  dienende
Säbel  mitgekrümmter  Klinge,  bei  den  Fußtruppen
  ein  zum  Lagergebrauch  verwendbarer
  kurzer  Säbel  angenommen.  Gegenwärtig
  führen  fast  nur  noch  die  Kürassiere
  den  D.  als  Pallasch  und  die  Offiziere
der  Fußtruppen  einiger  Armeen,  z.  B.  der
preußischen,  einen  D.;  doch  ist  er  bei  ihnen
mehr  als  Nangabzeichen  wie  als  Wafse
anzusehen.  Der  Offizierdegen  wird  in
Leder-,  der  Pallasch  in  eiserner  Scheide  am
Leibgurt  getragen.  Im  16.  und  17.  Jahrh.
trugen  ihn  die  Musketiere  am  Gehenk  über
die  Schulter,  die  Pikeniere  und  die  ganze
französische  Infanterie  seit  1684  am  Leibgurt,
  während  sich  das  Schulterkoppel  in
andern  Armeen  noch  zum  Teil  bis  in  die
neuere  Zeit  erhielt.

Degradation,  Strafe,  durch  welche  in
der  deutschen  und  österreichischen  Armee
Unteroffiziere,  in  der  französischen  auch
Ofsiziere  jeden  Grades  ihrer  Charge  enthoben
  und  in  den  Stand  der  Gemeinen
versetzt  werden,  womit  auch  der  Verlust
aller  durch  den  Dienst  erworbenen  Ansprüche
  verbunden  ist.

Deichsel  dient  zum  Anspannen  der
Pferde  an  die  Fahrzeuge  und  zum  Lenken
der  letztern.  Ihrer  Form  nach  sind  H  -
Stangen=  oder  Gabeldeichseln;  bei
jenen  geht  ein  Pferdepaar  zu  beiden  Seiten
der  D.,  bei  diesen  nur  ein  Pferd  in  der
Gabel,  oder  das  Fahr#ug  wird  nur  durch
Menschen  bewegt,  wie  die  Trancheekarre
  (s.  d).  Ander  Spitze  der  Stangendeichsel
  sitzt  der  Zughaken  zum  Aushängen
der  Vorderbracke;  an  demselben  sind  dann
auch  die  Stenerketten  befestigt,  welche,  mit
dem  Kumt  der  Stangenpferde  verbunden,
  zum  Lenken  der  D.  dienen.

Delogieren  UIpr.  „öhsch.),  den  geind  ans
einer  namentlich  durch  Deckungen  zur
Verteidigung  eingerichteten  Stellung  vertreiben.


Delphine,  früher  gebräunchliche  Bezeichnung
  für  die  Henkel  der  Geschützi

  armiert  werden.

Degradation  —  Demolieren.

rohre,  die  in  ällerer  Zeit  häufig  diese
orm  hatten.

Demarkation,  Abgrenzung;  Demarkationslinie,
  Scheldelinie,  Gren  linie,
die  beim  Abschluß  eines  Waffenstillstands
oder  Friedens  von  den  kriegführenden
Heeren  vertraß  mäßig  als  diejenige  Linie
festgestellt  wird,  die  von  beiden  Prteien
für  gewisse  Zeit  nicht  überschritten  werden
darf.  Häusig  werden,  um  aus  Unwissenbeit
  oder  Mißverständnis  entspringenden
Zusammenstößen  vorzubeugen,  zwei  Demarkationslinien
  festgestellt,  die  eine  neutrale
  Zone  einschließen,  wie  z.  B.  im  deutschfranzösischen
  Krieg  auf  Grund  des  Wassenstillstandsvertrags
  vom  28.  Jan.  1871.

emaskieren  (adie  Maske  fortnehmene),
  eine  verdeckt  gestandene  Truppe
überraschend  austreten  lassen.  Man  läßt

.  B.  Artillerie,  die  hinter  Kavallerie  vom
Feind  ungesehen  sich  aufstellte,  das  Feuer
in  dem  Moment  beginnen,  in  welchem  die
Kavallerie,  nach  beiden  Seiten  Raum  gebend,
  die  Artillerie  demaskiert.  So  werden
  im  Festungskrieg  hinter  Terrain-=deckungen
  erbaute  Batterien  demaskiert,
sobald  sie  das  Feuer  eröffnen  können.

Demobilmachung,  Jurückführung  der
mobilen  Armee  auf  den  Friedensfuß,  indem
  die  Reserven  entlassen,  die  Kriegsformationen,
  wie  Ersatztruppen,  Trains,
stellvertretende  Behörden  2c.,  aufgelöst,
Angmentationswaffen,  Munition,  Fahrzeuge
  abgegeben,  die  überzähligen  Pierde
verkauft,  die  armierten  Festungen  des-Auch

  ir  hierher  der
Wiederzusammentritt  der  nur  im  Frieden
  bestehenden  Behörden,  Kommissionen,
Lehr=  und  Bildungsanstalten  zu  rechnen.

Demolieren,  das  Zerstören  von  Mauerwerk
  ans  größerer  Verne  durch  den  indirekten
  Schuß  (s.  Bresche).  Das  gut
gedeckte  Mauerwerk,  namentlich  der  Reduits
  und  Kaponnieren,  in  den  neuern
Festungsbauten  machte  die  Auwendung
des  regelmäßigen  Breschierens  durch  direkten
  Schuß  unmöglich.  Seit  Anfang  der
50er  Jahre  versuchte  man  daher  mit  großen
  Geschützkalibern  und  kleinen  Ladungen
  aus  größerer  Ferne  (800—1000  m)
durch  indirekten  Schuß  Mauerwerk  in  der
Weise  zu  zerstören,  daß  man  die  Schüsse