Demonstrative  —  Desarmieren.  55

unregelmäßig  auf  die  Mauerfläche  verteilte,
  und  uannte  das  Niederlegen  derselben
  auf  diee  Weise  D.,  die  das  D.
ausführenden  Batterien  Demolitionsbatterien
  und  den  hierbei  angewendeten
  Schuß  den  Demolitlonssch.
Die  zum  D.  dienenden  Geschütze  sind  jetzt
vorzugsweise  die  gezogene  kurze  15  und
21  cm  Kanone.  D.  nennt  man  ferner
das  Zerstören  von  Festungswerken  und
Gebäuden,  die  man  selbst  nicht  mehr  benutzen
  will,  durch  Minen  und  dieseletztern
Demolitionsminen.
Demonstratsve(-Vorspiegelung.),der
Scheinkampf,  jede  Unternehmung,  mit
der  man  bezweckt,  den  Gegner  zu  täuschen
oder  seine  Aufmerksamkeit  von  den  Punkten,
  wo  man  entscheidende  Unternehmungen
  auszuführen  beabsichtigt,  auf  die-demonstrierenden=
  Truppen  abzulenken  und
ihn  zu  verleiten,  von  dort  Verstärkungen
nach  hier  heranzuziehen,  um  dort  mit
größerer  Sicherheit  des  Erfolgs  den  entscheidenden
  Schlag  ausführen  zu  können.
Die  D.  muß  deshalb  auch  mit  möglichst
ge  ringer  Truppenzahl  ansgeführt  werden,
um  nicht  die  Truppen  zu  schwächen,  welche
die  Entscheidung  erkämpfen  sollen.  In
einen  Kampf  mit  dem  Feind  einzutreten,
ist  auch  für  die  demonstrierenden  Truppen
keineswegs  geboten;  der  Kampf  wird  nur
dann  unvermeidlich  sein,  wenn  der  Zweck
der  D.,  die  Täuschung,  nicht  ohne  ihn  zu
erreichen  ist.  Das  Hinhalten  des  Gefechts,
bis  die  Entscheidung  an  der  andern
Stelle  erfolgte,  ohne  große  Opfer  erfordert
  besonders  geschickte  Führer  für  die  D.
Demontieren,  das  Zerstören  der  Brustwehren,
  Scharten  2c.  und  Kampfunfähigmachen
  von  Geschützen  durch  meist  direkten
  und  frontalen  Schuß  ans  Kanonen.
Da  die  Scharten  heutzutage  sehr  klein
und  meist  erhöht  sind,  so  erfordert  das
D.  Geschütze  von  großer  Trefssicherheit
und  möglichst  geringe  Entfernungen.
Man  verwendet  deshalb  vorzugsweise  12
em,  auch  15  cm  Kanonen  aushntfermunen
  von  900—1200  m,  die  15  cm  Ringanone
  auch  bis  1500  m.  Als  Zielpunkt
wird  in  der  Regel  das  feindliche  Geschütz
festgehalten;  das  Zerstören  der  Scharten
und  der  Brustwehr  wird  durch  die  Nebentreffer

  von  selbst  erreicht.  Demontierbatterie
  ist  eine  Batterie,  deren  Geschütze
zum  D.  bestimmt  sind.

Depeschenballon,  s.  Luftballons.

Deplacement  (pr.  plahss'mangh)  eines
Shius,  ausgedrückt  in  Tonnen  (à  1000
xg),  bezeichnet  das  Gewicht  der  Wassermenge,
  dievon  einem  schwimmenden  Schiff
verdrängt  wird,  während  Tonnengehalt
  sich  auf  seine  Lade=  oder  Tragfähigkeit
  bezieht.  Da  letztere  bei  Kriegsschiffen
nicht  bezweckt  wird,  so  dient  das  D.  zur
Größenbezeichnung  derselben.

Deployieren  (entwickeln),  der  Übergang
  aus  der  Kolonne  in  die  Linie  durch

usmarsch  der  hintern  Abteilungen  in  die
Frontlinie  der  Tetenabteilung,  die  sich  hierbei
  in  Ruhe  befindet,  wodurch  sich  das  D.
vom  Aufmarsch  unterscheidet.

Depot  (wr.  voh,  Niederlage),  die  Anhäufungpersoneller
  oder  materieller  Streitmittel
  an  einem  Orte.  Truppendepots
sind  Ansammlungen  von  Mannschaften
zum  Ersatz  des  Abgangs  im  Krieg.  S.  Artillerie-,
  Montierungs-,  Pferde=Traindepot
  und  Remonte.

Depotplätze  ##pr.  voh.),  im  allgemeinen
alle  Festungen,  besonders  aber  dicejenigen,
in  denen  bedeutende  Mengen  von  Verpflegungs-,
  Ausrüstungs=  und  Munitions-=gegenständen
  zum  Ersatz  der  im  Feld  verbrauchten
  aufgehäuft  sind,  und  die  meistens
auch  in  diesen  Depotplätzen  angefertigt
werden;  wie  z.  B.  Mainz  ein  Depotplatz
für  Orewerrttug.  Straßburg  für  Artilleriematerial
  ist.

Depot-Vicefeldwebel,  s.  Zeug.

Depression,  bedeutende  Senkung  der
Nohrachse  von  Geschützen  zum  Bestreichen
steiler  Abhänge.  Depressionslaffeten
sind  Festungslafseten,  die  vermöge  besondrer
  Einrichtungen  eine  D.  des  Geschützes
gestatten.

Derivation  (oder  Deviation)  die  konstante
  seitliche  Ablenkung  der  Langgeschosse
gezogener  Geschütze  aus  der  Schußebene,
vgl.  Flugbahn.

Debarmieren,  eine  armierte  Festung
in  den  Friedenszustand  zurückführen,  also
die  Geschütze  von  den  Wäleen  ,  die  Munition
  aus  den  Verbrauchs=  und  Kriegsmagazinen
  in  die  Wagenhänser,  Friedens-