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Die  deutsche  Marine
führt  diesen  Namen  erst  seit  Wiedererstehung
  des  Deutschen  Reichs  im  Jahr  1871
(s.  Preußen).  Ihre  oberste  Behörde  ist
die  Admiralität,  der  an  ihrer  Spi
stehende  »Chef  der  Admiralität.  gleichzeitig
Oberbefehlshaber  der  Marine  und  Leiter
ihrer  Verwaltung.
Oeanisation.
Die  Admiralität  gliedert  sich  in:
A.  Centralabteilung;
B.  Militärische  Abteilung.  Decernate:
1I.  Militärische  Verwendung  der  Schiffe,
II.  Personalien,
III.  Militärwissenschaftliche  Angelegenheiten;
C.  Marinedepartement  mit  den  Decematen:
IV.  Ausrüstung,
V.  Werftverwaltung,
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waltung  an  Bord,
VI.  Schiffbau,
VII.  Maschinenbau,
VIII.  Artillerieangelegenheiten,
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D.  Technische  Abteilung;

E.  Ersatz=  u.  Invalidenangelegenheiten;

F.  Besondere  Decernate  und  zwar:  Decernat,

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IX  Hafenbau,
IX  Hochbau,
X.  Etats  und  Kassenangelegenheiten,
XI.  Garnisonverwaltung  2c.,
XIa.  Serwiswesen,  Reisekosten,  Tagegelder
und  Naturalverpflegung,
XII.  Sanitäts-  und  Medizinalwesen,
XIII.  Justitiariatsangelegenheiten;

G.  Hydrographisches  Amt  mit  den  Decernaten:
  HI  I.  Lermessungen,  Kartographie,  Lotsen-,
  Betonnungs=  und  Beleuchtungswesen,
nautisches  Nachrichtenwesen,  KII.  Navigation,
physikalische  Forschungen  und  Instrumentenwesen.
  Von  ihm  ressortiert  auch  das  Observatorium
  zu  Wilhelmshaven.

Der  Admiralität  sind  unterstellt:

A.  Die  deutsche  Seewarte  zuHamurg.



B.  Die  Marinestation  der  Ostsee
zu  Kiel;  von  derselben  ressortieren:  1)  die
Kommandantur  in  Kiel,  2)  die  1.  Matrosendivision
  (Stab,  1.  bis  4.  Abteilung  zu
Kiel,  Matrosenartillerieabteilung,  1.  und
2.  Kompanie  zu  Friedrichsort),  3)  die
Schiffsjungenabteilung  zu  Friedrichsort,
4)  die  1.  Werftdivision  zu  Kiel,  5)  das
Seebataillon  (Stab,  3.  bis  6.  Kompanie
in  Kiel,  1.  und  2.  Kompanie  in  Wilten,

  technische  Ber-—



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Deutsches  Reich  (Marine:  Organisation,  Flottengründungsplan).

helmshaven),  6)  die  Werst  in  Danzig,  7)
die  Werft  in  Kiel,  8)  das  Artilleriedepot
u  Friedrichsort,  9)  das  Torpedodepot  zu
E5  10)  die  Hafenbaukommision
  zu  Kiel,  11)  die  Fortifikation  zu
Friedrichsort,  12)  das  Festungsgesängnis
zu  Friedrichsort,  13)  die  Marineakademie
und  -Schule  zu  Kiel,  14)  die  Studienkommission
  der  Marineakademie  und
-Schule  zu  Kiel,  15)  die  Seeoffizier=  und
Kadettenprüfungskommission  zu  Kiel,  16
die  Maschinisten-,  Steuermanns=  un
Torpedoschule  zu  Kiel,  17)  die  Intendantur
  der  Marinestation  der  Ostsee,  18)  das
Bekleidungsmagazin,  19)  die  Garnisonbauverwaltung,
  20)  das  Lazarett  zu  Kiel,
214)  die  Garnisonverwaltung,  22)  Lazarett
  zu  Friedrichsort,  23)  das  Abwickelungsbüreau
  der  Station  der  Ostsee.

C.  Die  Marinestation  der  Nordsee
u  Wilhelmshaven;  von  derselben  resortieren:
  1)  die  2.  Matrosendivision  (4
Abteilungen  und  2  Kompanien  Matrosenartillerie),
  2)  die  2.  Werftdivision,  3)
die  Werft,  4)  das  Artilleriedepot,  5)  das
Torpedodepot,  6)  die  Hafenbaukommission,
  7)  die  Fortifikation,  8)  das  Lotsenkommando
  an  der  Jade,  9)  die  Intendantur
  der  Marinestation  der  Nordsee,  10)
das  Kleiderdepot,  11)  die  Garnisonbauverwaltung,
  12)  die  Garnisonverwaltung,
13)  das  Lazarett  (sämtliche  von  1—13
aufgeführte  Behörden  sind  in  Wilhelmshaven),
  14)  das  Lazarett  in  Yokohama.

Flottengränbungsplan  von  1873.

Die  organisatorische  Entwickelung  der
deutschen  Marine  erfolgt  nach  dem  1873
entworfnen  Flottengründungsplan,
nach  welchem  die  Marine  bis  1882  folgende
  Zusammensetzung  erhalten  soll:

.  Personal  (die  eingeklammerten
Zahlen  bedeuten  den  Kriegs-,  die  andern
  den  Friedenectat):  1  (1)  Admiral,
2  (3)  Viceadmirale,  3  (4)  Kontreadmirale,
  22  (23)  Kabitäne  gur  See,  44
(160)  Korvettenkapitäne,  (165)  Kapitänleutnants,
  125  (229)  Leutnants  zur
See,  140  (244)  Unterleutnants  zur  See,
60  (89)  Zahlmeister  und  Verwalter,  20
55)  Maschineningenieure,  90  (147)

eckoffiziere,  720  (1546)  Unteroffiziere
(Maall),  5500  (10,267)  Matrosen;  im