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Dossieren,  abschrägen,  abdachen,  abböschen;
  Dossierung,  Böschung.  s.  d.

Dotationen,  Belohnungen  sir  hervorragende
  Kriegsthaten  oder  Verdienste
um  das  Heerwesen,  waren  seit  den  ältesten
Zeiten  Sitte  und  bestanden  meist  in  Vereihung
  eroberter  Länder.  Napoleon  I.
machte  einen  ausgedehnten  Gebrauch  davon,
  um  seinem  Hof  Glanz  und  sich  einen
Verdienstadel  zu  schaffen.  Der  Ausdruck
„  Dotation=  wurde  zuerst  angewendet,  als
Lesäbore  28.  Mai  1807  zum  rduc  de
Dantzick"  ernannt  wurde.  Nach  den
Befreiungskriegen  belohnten  Preußen  und
andre  Staaten  Kriegsverdienst  durch  Verleihung
  von  Grundbesitz,  ebenso  nach  den
Kriegen  von  1866.  1871  wurden  dem
Kaiser  Wilhelm  12  Mill.  Mark  zu  D.  zur
Verfügung  gestellt.

Douaniers  (spr.  duanlehs),  in  Frankreich
  Zollwächter,  die  durch  Dekret  vom
2.  April  1875  militärisch  organisiert  sind
und  im  Krieg  12  O.-Bataillone  formieren.

Douceurgelder  (Ipr.  duhsföhr),  Belohnungen,
  welche  ganzen  Truspenkörpern
oder  einzelnen  Personen  für  gewisse  Leistungen
  bewilligt  werden.  In  Deutschland
  sind  nach  der  Verordnung  vom  11.
Juli  1871  D.  oder  Geschützgelder
Geldgeschenke,  welche  den  Truppen  des
deutschen  Heers  für  eroberte  Trophäen
gewährt  werden.  Sie  betragen:  für  jedes

Geschütz,  welches  im  offenen  Gefecht  während

  seines  Gebrauchs  bei  seindlicher
Gegenwehr  mit  stürmender  Hand  genommen
  wird,  60,  für  jedes  feindliche  Feldzeichen,
  Fahne  oder  Standarte,  im  offenen
Gefecht  genommen,  40  Dukaten.  Die  D.
verbleiben  dem  Regiment,  dem  die  Eroberer
  der  Trophäen  angehörten,  werden
zinsbar  angelegt  und  kommen  sowohl
dem  Offizierkorps  wie  den  Mannschaften
dauernd  zu  gute.  Nur  wenn  die  D.  1500
Mark  bei  einem  Regiment  nicht  erreichen,
bleibt  es  demselben  überlassen,  das  Kapital
  an  die  bei  der  Eroberung  thätig  Gewesenen
  entsprechend  zu  verteilen.  —  In
Osterreich  werden  D.  für  gute  Wartung
und  Pflege  der  Pferde,  für  das  Einbringen
  von  Deserteuren,  Entdecken  von  Deserteurkomplotten,
  Lebensrettung  2c.  nach
sesten  Sätzen  gegeben.

Dossieren  —  Dragoner.

Drazgen,  kleiner  eiserner  Anker  ohne
Stock  mit  drei  oder  vier  Armen,  dient  als
Vootsanker,  zum  -Fischene  von  Tauwerk;
wurde  früher  beim  Entern  eines  feindlichen
  Schiffs,  als  -Enter-O.-,  in  dessen
Takelage  geworfen,  um  es  sestzuhalten.

Dragoner,  ursprünglich  berittene  Infanterie,
  treten  als  solche  organisiert  1550
bis  1560  auf,  als  Marschall  Brissac  in
Piemont  Infanterie  zu  Pferde  setzte,  um
sie  bei  Überfällen  zu  verwenden;  der  Gebrauch
  wurde  dauernd,  und  waren  im  16.
und  Anfang  des  17.  Jahrh.  die  D.  wie
die  Infantkerie  zusammensesetzt  also  aus
berittenen  Musketieren,  Arkebusieren  und
Pikenieren,  von  denen  letztere,  wie  bei  der
Infanterie,  bald  verschwanden.  Wann
und  woraus  der  Name  D.  entstand,  ist
nicht  mehr  festzustellen.  Ludwig  XIV.
sagt  in  einem  Edikt  vom  17.  Mai  1669:
l  Anbetracht,  daß  Wir  2  Regimenter
mousquetaires  zu  Pferde,  D.  genannt,
haben.  1688  bestanden  in  Frankreich
43  Dragonerregimenter,  die  unter  einem
»Generaloberst  der  D.“  schon  eine  besondre
  Waffengattung  bildeten  und  vom
Fußvolk  ganzlosgelöst  waren.  In  Deutschland
  wurden  die  D.  von  Ernst  v.  Mansfeld
  eingeführt,  die  bei  den  Kaiserlichen
nichts  als  berittene  Infanterie,  wie  diese
ausgerüstet  und  bewaffnet,  waren.  Erst
der  Große  Kurfürst  gab  seinen  Dragonern
die  richtige  Stellung  zwischen  Infanterie
und  schwerer  Kavallerie;  er  und  Derfflinger
  sind  (nach  Kähler)  Dragonerkoryphäen.
  Unter  Friedrich  Wilhelm  II.  legten
  sie  das  Bajonett  ab  und  erhielten  kürzere
  Karabiner  (in  Osterreich  erst  1770)
und  erreichten  unter  Friedrich  d.  Gr.  das
höchste  Maß  vielseitiger  Verwendung  als
Doppelkämpfer  und  Schlachtenkavallerie;
1806  vektauschten  sie  den  Pallasch  mit
dem  Säbel;  jetzt  gehören  sie  mit  den  Husaren
  zur  leichten  Kavallerie  und  sind,
wie  jene,  mit  Karabiner  und  Säöbel  bewaffnet.
  Sie  haben  kornblauen  Wafssenrock,
  die  Regimenter  unterscheiden  sich
nach  der  Farbe  der  Kragen  und  Knöpfe:
die  Achselklappen  und  Aufschläge  (schwedische)
  und  der  Vorstoß  siud  von  der  Farbe
des  Kragens,  wie  aus  folgender  Tabelle
ersichtüch