Dragonerkorps  —  Dreysesches  Zündnadelgewehr.  85

Regim.  Kus-*
  Kragen  pfe
1.  Garde  ponceaurot  mit  gelben  Lihen  .gelb
2.  Gardeponceaurot  mit  weißen  Lihen.  weiß
1  ponceaurot.  -  .qelb

2  schwarrrz  gelb

3  hellrt  weiß

4  schwefelgell  weiß

5  ponceaunt.  weiß

6  schwartz  weiß

7  lrtototet  gelb

8  citrongellr.  gelb

9  weis  gelb
10  weis  weiß
11  karmesinnt  gelb
12  karmesinnottttt  weiß
13  ponceaurot  mit  weißem  Vorsioß  gelb
1##  schwarz  mit  weißem  Vorstoß  .  gelb
15  hellrot  mit  weißem  Vorstoß.  .weiß

16  citrongelb  mit  weißem  Vorstoß  weiß

19  schwarz  (weiße  Achselllappen)  .weiß

20  ponceaurot  (Krone  auf  der  Uchsellappohen

  weiß

21  citrongelt  weiß

2  schwarz  mit  rotem  Vorsios  .  weiß

Dragonerkorps  (pr.  Eöhr).  1825  bildete
  Kaiser  Nikolaus  I.  ein  D.  aus  8
Repimentern.  von  je  1900  Reitern  10
Eskadrons,  von  denen  die  beiden  Flügeleskadrons,
  mit  Lanzen  bewaffnet,  nur  zu
Pferde,  die  übrigen,  mit  Bajonettflinten
ausgerüstet,  auch  zu  Fuß  kämpfen  sollten.
Das  D.  wurde  bald  nach  1849  ausgelöst,
weil  sich  seine  Formation  nicht  bewährte.

Dragons  (spr.  gongs),  die  silbernen,
mit  schwarzer  Seide  durchwirkten  Achselstücke
  der  Husarenoffiziere  und  Leutnants
zur  Sec,  vgl.  Abzeichen.

Drahtgeslechte  sind  vorzügliche.  Hindernismittel.
  Man  stellt  sie  her,  indem
man  etwa  1,25  m  lange  Pfähle  schachbrettförmig
  mit  1,50—2  m  Abstand  fest  in  die
Erde  schlägt  und  nach  verschiedenen  Richtungen
  durch  starken  Eisendraht  verbindet,
der,  zum  Verhüten  des  Durchhauens,
nicht  straff  gespannt  werden  darf;  die
Pfähle  sind  eingekerbt,  damit  der  Draht
nicht  abgestreist  werden  kann.  Das  Drahtgeflecht
  muß  möglichst  10  m  breit  sein.

Drall,  die  Windung  der  Züge  in  der
Seele  gezogener  Fiuervasfen.  Schon  im
16.  Jahrh.  versah  man  Gewehrläufe
mit  geraden  Zügen,  die  aber  nur  als

Schmutzrinnen  dienen  sollten;  erst  Auustin

  Kutter,  1630  zu  Nürnberg  gestorben,
  gab  ihnen  eine  schraubenförmige
Windung,  und  ist  er  daher  der  Erfinder  der
gezogenen  Gewehre.  Die  früher  geltende
Ansicht,  daß  die  größere  Trefssicherheit  der
gezogenen  Wassen  durch  die  bohrende  Bewegung
  des  Geschosses  verursacht  würde,  ist
erst  in  neuerer  Zeit  berichtigt  worden.  Nur
durch  die  Drehung  um  die  Längenachse
wird  das  Überschlagen  der  Langgeschosse
im  Flug,  verhindert.  Die  bei  nicht  rotierenden
  Geschossen  stattsindende  Ablenkun
aus  der  Flugbahn,  dadurch  verursacht,  da
die  Schwerachse  des  Geschesses  eine  senkrechte
  Lage  einzunehmen  strebt,  wird  durch
die  Rotation  nach  allen  Richtungen  verteilt
  und  dadurch  aufgehoben.  Die  Dralllänge
  bezeichnet  das  Maß,  auf  welches
die  Züge  eine  volle  Umdrehung  machen;
sie  wird  meist  in  Kalibern  der  Wassen
ausgedrückt.  Beträgt  sie  also  beim  15  cm
Geschütz  50  Kaliber,  so  machen  die  Züge
auf  7,50  m  einen  Umgang.  Kürzerer  D.
vermindert  die  Schußweite,  längerer  die
Treffsicherheit,  und  ist  deshalb  die  richtige
Wahl  des  Dralls  von  großer  Bedeutung.
Bei  dem  gleichförmigen  D.  bilden  die
Züge  der  aufgerollt  gedachten  Seelenwandung
  gerade  Linien,  beim  Progressivdrall
  bis  zum  Beginn  des  gleichförmigen
  Dralls  gekrümmte  Linien  in  Form
der  Parabel-,  Hyperbel=  oder  Kreislinie.
Drallwinkel  ist  der  durch  die  aufsgerollt
  gedachte  Zugkante  mit  der  Seelenachse
  gebildete  Winkel.

Drehbassen,  Schiffsgeschütze  von  25—3
em  Kaliber,  die  in  einer  in  einem  senkrechten
  Pfahl  drehbaren  eisernen  Gabel
ruhen  und  daher  nach  allen  Richtungen
feuern  können,  sind  jetzt  aber  selten  mehr
im  Gebrauch.

Drehling,  Haudseuerwasse  (s.  S.  177).

Drehpfeil,  s.  Bolzen.

Drewpistoke,  s.  v.  w.  Revolver  (s.  b.).

Drelbecker,  s.  Kriegsschiff.

Dreffur,  das  Abrichten,  Zureiten,
Schulen  des  Pferdes  für  den  Militärgebrauch;
  auch  die  erste  Ausbildung  der
Rekruten  im  Exerzieren.

Dreysesches  Zündnadelgewehr,  s.
Harsi#lsewae  (S.  181).