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Drillen  (trillen)  war  im  16.  und

17.  Jahrh.  die  Bezeichnung  für  alle  Ver-K

richtungen,  die  heute  unter  Ererzieren
verstanden  werden,  nicht  bloß  des  einzelnen
  Mannes,  sondern  auch  größerer  Hausen;
  heute  wird  dieses  Wort  in  Deutschland
  in  diesem  Sinn  in  der  Regel  mit
Nebenbedeutung  gebraucht;  in  England
(to  drill)  und  Holland  (drillen)  ist  es
noch  gebräuchlich.  Drillmeister  (Drillmeester),
  der  die  Rekruten  ausbildende
Unteroffizier.

Druckkugel,  überladene  Mine  (s.  d.).

Druschine,  in  früherer  Zeit  das  Kriegsgefolge
  russischer  Fürsten,  heute  die  Benennung
  der  Bataillone  zu  Fuß  in  der
russischen  Reichswehr.

Dublieren  (#Fverdoppelne),  zwei  Rotten
  oder  zwei  Mann,  welche  nebeneinander
  stehen,  hintereinander  setzen  und  umgekehrt.
  In  der  heutigen  Taktik  nennt  man
„Eindublieren=  das  Einschieben  einer
Truppenabteilung  in  die  Zwischenräume
einer  Front-oder  Gesechtslinic.

Duchten,  die  Ruderbänke  in  den  Booten,
  bei  Barkassen  und  Pinassen  zur  Aufnahme
  kleiner  Kanonen  hergerichtet.

Du  jour  (wr.  dü  schuhr,  vom  Tage-)
wird  demjenigen  Offizier,  Unteroffizier  2c.
beigelegt,  der  für  einen  bestimmten  1½  u
einem  bestimmten  Dienst  kommandiert  “

Drillen  —  Echelon.

Durchschlagskraft,  s.  Lebendige

raft.
Durchziehen,  durch  den  Zwischenraum
zweier  Abteilungen  mit  einer  dritten  hindurchgehen.


Dwars  (plattdeutsch  »quer«),  seitwärts
der  Längsrichtung  eines  Schiffs,  daher
Dwarslinie  die  taktische  Formation,
in  der  die  Schiffe  sich  seitwärts  voneinander
befinden,  also  entgegengesetzt  der  Kiellinie,
  in  der  sich  die  Schiffe  im  Kielwasser
  folgen.  Z„

Dynamit,  in  neuerer  Zeit  Sammelname
  für  diejenigen  Sprengstoffe,  welche
aus  einem  meist  pulverförmigen,  porösen
Körper  bestehen,  der  mit  Nitroglycerin
mit  einem  Gemisch  aus  Salpeter=  und
Schwefelsäure  behandeltes  Glycerin)  getränkt
  ist,  wodurch  die  Gefahr,  welche
mit  der  Behandlung  des  letztern  verbunden
  ist,  Feeblich  vermindert  und  dasselbe
für  technische  Zwecke  geeigneter  gemacht
wird.  In  Deutschland  wird  für  militärische
  Zwecke  zu  Sprengpatronen  Cellulose-D.
  verwendet,  das  aus  25  Proz.
Holzlubsan  und  75  Proz.  Nitroglbe
rin  raeht:  in  Osterreich  ist  Kieselgur
(Bergmehl,  Infusorienerde,  die  Kieselpaner
  von  Diatomeen)  -D.  von  75  Proz.

itroglycerin  im  Gebrauch;  vgl.  Explosion,
  Sprengen.

E.

Ebenhöch,  auch  berchsrid.  war  der
deutsche  Name  für  die  Belagerungstürme
der  Griechen  und  Römer,  die  zuerst  durch
Heinrich  den  Löwen,  Herzog  von  Bayern,

183  in  Deutschland  angewendet  sein  sollen.
  Die  aus  starkem  Holz  gezimmerten
Türme  standen  aus  Rädern  oder  Walzen,
  um  sie  gegen  die  Mauer  schieben  zu
können;  im  untersten  Stockwerk  war  der
Widder  aufgehängt,  später  ein  Geschütz
aufgesiellt,  im  mittlern  befand  sich  die  auf
die  geindliche  Mauer  herunterzuklappende
Fallbrücke,  im  obern  standen  die  Schützen.
Die  Stockwerke  waren  durch  Leitern  verbunden
  und  der  Turm  von  außen  durch
Flechtwerk,  Planken  und  nasse  Tierhänte

gegen  feindliche  Wurf=  und  Brandgeschosse
gephün.  Weil  der  Turm  mindestens  so
ch  sein  mußte  wie  die  zu  erstürmende

auer,  so  hieß  er  »E.«

Echarpieren  (spr.  eschar.),  ein  Ziel  von
einer  seitlichen  Geschützaufstellung  schräg,
in  Richtung  einer  Diagonale,  beshleten.

Echer  (wr.  esches,  -Schach-);  en  echec
halten,  den  Feind  so  beschäftigen,  daß  er
verhindert  wird,  anderswo  einzugreifen;
einen  E.  erleiden,  eine  Niederlage  erleiden.

Echelon  (r.  esch'long),  Staffer  Eine
Gefechtsformation,  in  der  Truppenabteilungen
  in  Abständen  so  hintereinander
stehen,  daß  die  Flügel  der  hintern  über  die
der  vordern  übergreifen  (debordieren),