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Ehrenwachen,  besondre  Truppenabteilungen,
  meist  in  Stärke  einer  Kompanie
und  in  der  Regel  mit  Fahne  und  Mufik,
welche  regierenden  Fürsten  und  deren  An-#Echorigen
  von  der  Garnison  bei  offiziellem

esuch  gestellt  werden.  In  Deutschland
rangieren  in  Bezug  auf  Stellung  der  E.  die
Garderegimenter  vor  den  andern,  ihnen
folgen  die  Grenadierregimenter  Nr.  8,  2
und  7,  dann  die  übrigen  Grenadierregimenter
  und  hierauf  die  Linienregimenter
und  Jägerbataillone  nach  der  Nummer
(Reglement  über  E.  vom  3.  Juli  1863).

Ehrenzeichen,  Auszeichnungen  oder  Dekorationen,
  die  als  Anerkennung  für  Verdienste
  an  solche  Chargen  verliehen  werden,
denen  statutenmäßig  wirkliche  Orden  nicht
verliehen  werden  dürfen,  wie  in  Preußen
das  Allgemeine  E.,  im  Kriege  das
Militärehrenzeichen  (s.  d.);  häufig
sind  sie  den  Orden  in  Form  von  Medaillen
als  untere  Klassen  angehängt.  Besitzer
von  E.  werden  Inhaber,  die  von  Orden
  Ritter  genannt.

Eilmärsche,  Märsche,  die  lediglich  in
der  Absicht,  in  kürzester  Zeit  eine  gewisse
Strecke  zurückzulegen,  von  Truppen  ausgeführt
  werden,  wobei  also  die  Rücksicht
auf  Bequemlichkeit  und  Schonung  der
Truppe  mehr  und  mehr  zurücktritt.  Im
Durchschnitt  kaun  eine  Truppe  täglich
24—30  km  marschieren.  Märsche  über
30  km  täglich  werden  daher  zu  den  Eilmärschen
  gerechnet.  Es  sind  im  Krieg

1870/71  C.  bis  75  km  in  24  Stunden

ausgeführt  worden,  die  dann  wohl  Gewaltmärsche
  genanntwerden.  Da  durch
E.  nicht  allein  die  Schlagfertigkeit,  sondern
  meist  auch  die  Disciplin  der  Truppe
leidet,  müssen  sie  auf  das  mindeste  Maß
beschränkt  werden;  vgl.  Marsch.
Eindringen  der  Geschoffe,  s.  Geschoßwirkung.

Eindublieren,  s.  Dublieren.
Einebnen,  s.  Ra  sieren.
Einfallwinkel  (oder  Fallwinkel)  ist
der  Winkel,  den  die  Richtung  der  Flugbahn
  mit  einer  durch  den  Treffpunkt  gelegten
  horizontalen  Ebene  bildet.  Da  der
absteigende  Ast  der  Flugbahn  stärker  gekrümmt
  ist  als  der  aufsteigende,  so  ist  der
E.  auch  stets  größer  als  der  Abgangs=Ehrenwachen

  —  Einjährig-Freiwillige.

oder  Erhöhungswinkel.  Von  seiner
Größe  ist  das  Abprallen  (s.  d.)  oder
Steckenbleiben  des  Geschosses  abhängig.
Eingraben,  das  Ausheben  eines  Grabens
  und  Aufwerfen  der  Erde  als  Brustwehr
  dem  Feinde  zu,  um  sich  Deckung
dahinter  zu  schaffen;  es  entstehen  so  das
Schützenloch  für  den  einzelnen  Mann,
Schützengräben,  Laufgräben  2c.
Einbeit.  Man  unterscheidet  die  ta  ktische,
  administrative  und  organische
E.  Die  taktische  E.  ist  die  kleinste  Abteilung
  einer  Waffengattung,  die  noch  mit
einer  gewissen  Selbständigkeit  im  Gefecht
aufzutreten  vermag,  und  zwar  bei  der  Kavallerie
  die  Eskadron,  bei  der  Artillerie
die  Batterie,  bei  der  Infanterie  nominell
  noch  das  Bataillon;  doch  verlangt
die  heutige  Kampfweise  seine  Zerlegung  in
Kompanien,  die  deshalb  in  Dereich  als
taktische  Einheiten  gelten.  Administrative
  E.  ist  der  Truppenteil,  der  eine  selbständige
  Verwaltung  führt,  also  eine  Kasse
hat.  Es  ist  bei  der  Jufanterie,  Fußartillerie
  und  bei  den  Pionieren  das  Bataillon,
bei  der  Feldartillerie  die  Abteilung,  bei
der  Kavallerie  das  Regiment.  Organische
  E.  ist  derjenige  größere  Truppenverband,
  welcher  der  Organisation  der
Armee  zu  Grunde  liegt;  es  ist  in  Deutschland
  und  Frankreich  das  Armeekorpes,
in  Osterreich,  Italien,  Rußland  die  Division,
  in  England  das  Regiment.
Skiuheitskeilverschlut,  s.  Geschütze
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Einheitspatrone,  s.  Handfeuerwaffen
  (S.  177),  Patrone.

Einhieden  des  Ankers,  das  Heraufheben
  desselben  vom  Grund.

Einhorn,  bis  zur  Einführung  der  gezogenen
  Geschütze  in  der  russischen  Artillerie
  hebröuchliche  lange  Haubitze  von
7=  und  Lofündigem  Kaliber.

Einjährig-Freiwillige.  Die  allgemeine
Wehrpflicht  machte  aus  Billigkeitsrücksichten
  notwendig,  denjenigen  jungen
Männern,  die  eine  höhere  wissenschaftliche
Bildungsich  rworben,  sich  selbst  ausrüsten,
bekleiden  und  verpflegen  und  nicht  Berufssoldat
  werden  wollen,  eine  kürzere  aktive
Dienstzeit  als  die  allgemein  geltende  zu
gestatten,  weil  anzunehmen  war,  daß  sie