Fahnenjunker  —  Fahrwasser.

asse  der  Zelt=  oder  Hüttenlager,  in  der
Ws  aufgepflanzt  waren.
ahnenjunker  hießen  früher  die  als
Berufssoldaten  eintretenden  jungen  Edelleute
  von  14—16  Jahren,  denen  man  als
besondre  Auszeichnung  die  Fahne  zum
Tragen  anvertraute.
Fazuenmer  ch,  s.  Fahne.
ahnenschmied,  der  Heschlagschmied
bei  jeder  Eskadron,  Batterie  oder  Kolonne
im  Rang  eines  Unteroffiziers,  der  für
diesen  Beruf  in  einer  Lehrschmiede  aus-Als
  Oberfahnenebildet

  worden.
jami  steht  er  in  dem  Rang  eines

rgeanten.  Der  Name  rührt  daher,  daß
früher  die  Feldschmiede  durch  eine  bei  ihr
aufgepflanzte  Fahne  dem  Lager  kenntlich
gemacht  wurde.
Fofv,  rt.,  s.  Fahne.

ahnenwache,  bei  der  Kavallerie
Standartenwache,  ist  die  in  Biwaks
zur  Erhaltung  der  Lagerordnung  bestimmte
  sogen.  innere  Wache-.

Fahnenweihe,  die  feierliche  kirchliche
Handlung  beillbergate  einer  neuen  Fahne
an  den  Truppenteil.  Der  religiösen  Weihe
geht  das  Anschlagen  des  Fahnentuchs  an
die  Fahnenstange  voran,  wobei  der  Kriegsherr
  selbst  oder  in  seiner  Vertretung  der
Er  anwesende  Befehlshaber  den  eren

  Nagel  einschlägt;  ihm  folgen  die  Anwesenden
  der  Rangordnung  nach  bis  zu
den  Vertretern  des  Truppenteils  in  allen
Chargen.  Nach  der  nun  stattfindenden
kirchlichen  Einsegnung  erfolgt  die  übergabe
  der  Fahne  an  den  in  Parade  aufgestellten
  Truppenteil.

Fähnlein.  Durch  Aufrichtung  einer
Fahne  oder  eines  Huts  wurde  nach  uralter
  Germanensitte  das  Kriegsvolr  aufpeboten
  und  bezeichnet  deshalb  -Fahne-,

esonders  im  16.  und  17.  Jahrh.,  den
Heerhaufen  selbst,  der  dem  Feldzeichen
folgt  (s.  Lanze),  undentspricht  beim  Fußvolk
  der  Kompanie,  bei  der  Reiterei
der  Kornette.  Die  von  ein  und  demselben
  Oberst  aufgebrachten  F.  bildeten
ein  Regiment,  das  je  nach  Zeit  und  Volk
10—17  F.  von  100—600,  zu  Anfang
des  16.  Jahrh.  bei  den  Franzosen  sogar
1000  Mann  stark  war;  doch  stand  die
Stärke  der  F.  mit  der  Zahl  der  letztern  in

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Wechselwirkung.  Noch  zu  Anfang  des
17.  Jahrh.  nimmt  Wallhausen  die  Stärke
für  ein  F.  nach  deutscher  Ordonnanz  zu
100  Spießern  Wilenieren),  160  8-ketieren,
  20  Hellebardieren  und  20  Rundtartschieren
  an.

Fähnrich,  bei  den  Landsknechten  wie
im  Mittelalter,  in  Preußen  bis  1807,  der
jüngste  Offtzier  einer  Kompanie  der  Fußtruppen
  und  Dragoner,  welcher  früher  die
Fahne  truz  bei  den  Kürassieren  und  Huaren

  hieß  diese  Rangstufe  Kornett.  Die
Kompanie  (Fähnlein)  Landsknechte  hatte
Hauptmann,  1  Leutnant  und  1  F.,
welcher  die  Fahne  trug  und  den  Leutnant
u  vertreten,  sonst  aber  kein  Kommando
atte.  Im  deutschen  Heer  werden  nach
sechsmonatlicher  Dienstzeit  und  Ablegung
des  Examens  Offizieraspiranten  durch  Kabinettsordre
  zu  Portepeefähnrichen
ernannt,  eine  zwischen  Sergeant  und  Feldwebel
  stebende  Rangsiufe.

Eatrerkene  „s.  Bremse.

ahrende  Artillerie  ist  die  Feldartillerie,
  bei  der  die  ganze  Bedienung  des
Geschützes  auf  diesem  selbst  fortgeschafft
wird,  um  beim  Abprotzen  sofort  bei  der
Hand  zu  sein.  In  der  preußischen  Artillerie
  wurden  bis  1864  die  Leute  teils  auf
der  Geschützprotze,  teils  auf  den  Handpferden
  fortgeschafft.  In  Osterreich  war
bei  den  Kavalleriebatterien  das  System
der  fahrenden  Artillerie  am  vollkommensten
  dadurch  erreicht,  daß  auf  der  sogen.
„  Wurst=  der  Laffete,  einem  zwischen  den
Laffetenwänden  angebrachten  Munitionskasten,
  dessen  rundlich  gepolsterter  Deckel
als  Reitsitz  diente,  fünf  Mann  sitzen
konnten.  Eine  wirkliche  f.  A.  wurde  erst
mit  der  Einführung  der  preußischen  geogenen
  Feldgeschütze  C/64  geschaffen,  bei
er  die  volle  Bedienung  auf  den  Achssitzen
  und  der  Geschützprotze  fortgeschafft
wird.  Dieses  System  ist  seitdem  in  allen
Artillerien  zur  Durchführung  gekommen.

Fahrt,  die  Fahrgeschwindigkeit  eines
Schiffs  durch  das  Wasser,  ausgedrückt  in
Seemeilen  (&amp;à  1852,01  m),  die  das  Schiff
in  einer  Stunde  macht.  Sie  wird  gemessen
durch  Loggs  oder  Ablaufen  ausgemessener
Entfernungen  (bei  den  Probefahrten).

Fahrwasser,  in  seichten  Küstengewäs-—

