Faschinenwürge  —  Feldartillerie.

der  Fußmannschaften  bei  der  deutschen
Feldartillerie,  das  zum  Exerzieren  dient.
Easetenwerge  s.  Faf  khinen.
assen,  in  Osterreich  dienstlicher  Ausdruck
  für  empfangen-,  z.  B.  Geld,  Brot,
Montur  2c.

Fauler  Satz,  Mischung  aus  75  Proz.
Salpeter,  25  Schwefel,  40  Mehlpulver,
der  langsam  mit  kleiner  Flamme  brennt.

Fauffebraye  (spr.  sohsf  bräh,  Niederwall),
  eine  der  niederländischen  Befestigungsmanier
  (Freytag,  Gochvorn)  eigentümliche
  Anlage  zum  Zweck  der  niedern
Grabenbestreichung.  Sie  liegt  unmittelbar
  am  Fußder  äußern  Brustwehrböschung
und  parallel  dem  Hauptwall,  hier  -Oberwall,
  mit  dem  Wallgang  im  Bauhoriont

  oder  Grundwasserspiegel  und  mit  der

Hruerlinie  in  Höhe  der  Glaciskrete.  Die
F.  fand  auch  vor  Ravelinen  Anwendung.
  Ihre  Nachteile  (Verminderung  der
Sturmfreiheit;  die  Besatzung  der  F.  leidet
  durch  die  vom  Hauptwall  abgeschossenen
  Mauertrümmer  oder  Erdmassen
sowie  dadurch,  daß  die  F.  einen  Kugelfang
für  das  Wurffeuer  bildet)  sind
gewesen,  daß  sie  bei  neuern  Festungen
nicht  mehr  angewendet  wurde.

Fanstriemen,  ein  am  Säbelbügel  berittener
  Mannschaften  angeschleifter  Lederriemen,
  der  am  Handgelenk  des  Reiters
durch  einen  Schieber  gehalten  wird  und
verhindern  soll,  daß  der  Säbel  im  Handgemenge
  dem  Reiter  entfalle.  Hierbei  kann
der  Reiter  ebenso  von  seiner  Feuerwasse
Gebrauch  machen,  ohne  den  Säbel  in  die
Scheide  stecken  zu  müssen.  Eine  farbige
Quaste  oder  eine  Troddel  am  F.  dient  als
Abzeichen  der  Eskadrons  und  Batterien.

edern,  die  2,5  cm  langen  zugespitzten
Latten,  welche,  sich  kreuzend,  so  dicht  durch
den  Leib  der  Fanischer  Reiter  (s.  d.)  gesteckt
  sind,  daß  niemand  hindurchkriechen
kann;  vgl.  auch  Schweinsfeder.

Feigheit,  ein  militärisches  Verbrechen,
insofern  sie  als  eine  Verletzung  der  Dienstpflichten
  aus  Furcht  vor  persönlicher  Gefahr
  sich  herleitet.  Dem  Soldaten  muß
die  Erfüllung  der  Berufspflichten  unter
Nichtachtung  der  Gefahr  höher  stehen  als
die  Pflicht  der  Selbsterhaltung;  deshalb
wird  die  Verletzung  jener  Maägten  als

rsache  O

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F.  bestraft.  Das  Militärstrafgesetzbuch
für  das  Deutsche  Reich  bestraft  wegen  F.
mit  dem  Tode  die  Militärperson,  die  während
  des  Gefechts  die  Flucht  ergreist  und
die  Kameraden  durch  Worte  oder  Zeichen
zur  Flucht  verleitet.

Feldapotheke.  Von  den  Sanitätsdetachements
  und  den  Feldlazaretten  werden
  Arzneien,  Verbandmittel  und  Ingrumene
  ꝛc.  mitgeführt  und  von  einem

ldapotheker  verwaltet.  Die  F.  ist  bei
diesen  Formationen  mit  den  dem  Zweck
der  letztern  entsprechenden  Arzneien  2c.
ausgerüstet.  Bei  den  Truppen,  die  keinen
Apotheker  haben,  werden  für  die  erste
ärztliche  Fülse  Medikamente  und  Verbandmittel
  in  einem  Medizin=  und  Bandagenkasten,
  in  Bandagentornistern,  welche
den  Truppen  auf  das  Gesechtsfeld  nachgetragen
  werden,  mitgeführt.  Außerdem
ist  jede  Kompanie,  Eskadron  und  Batterie
mit  einer  Arznei=  und  Bandagentasche
ausgerüstet,  die  von  den  Lazarettgehülfen
oder  den  Bandagenträgern  getragen  wird.
Ganz  ähnliche  Einrichtungen  bestehen  in

erreich.
Feldapotheker,  Militärbeamte,  aus
dem  Beurlaubtenssand  bei  der  Mobilmachung
  einberufene  Pharmaceuten,  von  denen
  zwei  jedem  Feldlazarett,  einer  sedem
Sanitätsdetachementzugeteilt  werden.  Sie
verwalten  die  Feldapotheke  (s.  d.).  Ein
Stabsapotheker  bei  jedem  Armeekorps  besorgt
  die  Ankäufe  der  Medikamente  und  hat
die  technische  Kontrolle  der  Feldapotheken.

Feldarmee,  im  Gegensatz  zu  den  Ersatz-,
  Reserve=  und  Besatzungstruppen
die  zur  unmittelbaren  Ausführung  kriegerischer
  Unternehmungen  bestimmte  Armee.

Feldartillerie,  das  ganze  für  den
Feldkrieg  bestimmte  und  für  diesen  besonders
  organisierte  Artilleriepersonal  und
Material.  Ihre  Geschütze  sind  sämtlich
bespannt  und  für  schnelle  Bewegungen
besonders  konstruiert  (s.  Geschütze,  Laffeten).
  Sie  haben  in  allen  größern
Armeen  zwei  Kaliber,  von  denen  die
reitenden  oder  Kavalleriebatterien  das
kleinere  führen.  Die  Batterien  bilden
den  fechtenden,  die  Munitionskolonnen
den  nicht  fechtenden  Teil  der  F.  Das
Stärkeverhältnis  der  F.  zur  Armeestärke