Feldgeschrei  —  Feldjäger.

lung  für  die  Etappeninspektion  gebildet;
solche  von  mehreren  Armeekorps  formierte
  Abteilungen  werden  zur  Bildun
eines  Detachements  füreine  Etappeninspektion
  in  Stärke  von  1  Rittmeister,  1  Wachtmeister
  und  21  Feldgendarmen  zusammengezogen.
  Die  Bildung  geschieht  zu  ½  aus
andgendarmen,  ½/  Kavallerieunteroffizieren
  und  ½  Kavalleriegefreiten  oder  Gemeinen.
  —  Ihre  Wirksamkeit  findet
die  F.  hauptsächlich  im  Rücken  der  Armee
und  da,  wo  Mannschaften  den  Augen  ihrer
direkten  Vorgesetzten  entzogen  sind.  Sie
haben  besonders  das  unberechtigte  Requirieren,
  Plündern  und  Rauben  zu  verhüten,
  Straßen  frei  zu  halten,  Marketender
  und  Civilpersonen  zu  beaufsichtigen,
Spionage  zuverhindern,  au  Schlachttagen
die  Kommunikation  offen  zu  halten,  gegen
das  Ausplündern  von  Gefallenen  und
Verwundeten  einzuschreiten.  Sie  werden
dazu  in  der  Regel  in  Patrouillen  von  3
Mann  eingeteilt  und  erhalten  stets  ihre
Instruktion  von  den  ihnen  vorgesetzten
Behörden.  Die  Uniform  der  Feldgendarmen
  ist  die  der  preußischen  Landgendarmen:
  grüner  Waffenrock  mit  hellblauen
polnischen  Aufschlägen,  Helm,  Pallasch
und  Pistole.  Als  Dienstabzeichen  tragen  sie
einen  Ringkragen  von  weißem  Metall  mit
einer  durch  die  ganze  F.  fortlaufenden
Nummer  an  einer  Kette  um  den  Hals.
Diesen  Ringkragen  haben  sie  stets  im  Dienst
anzulegen,  und  stehen  sie  alsdann  zu  sämtlichen
  Militärpersonen,  mit  Ausnahme
der  Offiziere,  im  Verhältnis  der  Wachen.
d  Anzeigen  und  Berichte  haben  stets
öffentlichen  Glauben,  sie  sind  in  ihren  Anordnungen
  von  allen  Militärbehörden  jederzeit
  zu  unterstützen,  sowie  ihren  Requisitionen
  um  Mannschaften  behufs  Ausführung
  ihres  Polizeidienstes  stets  Folge  zu
leisten  ist.  Offiziere  dürsen  bei  etwaigen
Verstößen  gegen  Polizeianordnungen  nur
darauf  aufmerksam  gemacht  und  bei  etwaigem
  Verharren  nach  Charge,  Namen
und  Truppenteil  gefragt  werden.  Anordnungen
  und  Verweise  dürfen  den  Feldgendarmen
  nur  von  ihren  direkten  Vorgesetzten
  und  von  Offizieren  vom  Stabsoffizier
  aufwärts  erteilt  werden.
Felogeschrei,  s.  Losung.
Militär-Lexikon.

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Feldselct  „s.  Geschütze  (S.  153
eldgewaltiger  (Generalprofoß),
Oderst  oder  Kapitän  im  16.  Jahrh.,  gehörte
u  den  hohen  Befehlshabern.  Unter  ihm
anden  die  Profoße,  Stockmeister,  Steckenknechte;
  er  selbst  stand  unter  dem  Feldobersten
  oder  Feldmarschall  und  dem  Generalschultheißen
  (Generalauditeur)  und  war
vorzugsweise  für  die  Lagerordnungverantwortlich;
  vgl.  Generalgewaltiger.

Feldgottesdienst,  ein  Gottesdienst  unter
  freiem  Himmel.  Die  Truppen  werden
im  Viereck  aufsesellt,  an  dessen  einer  Seite
der  Altar,  in  Ermangelung  eines  Tisches
aus  Trommeln  mit  darüberliegender  Altardecke,
  gebildet.  Sind  höhere  Offiziere
und  Adjutanten  zu  Pferde,  so  steigen  sie
ab.  Die  Tambours  stehen  hinter  der  Kolonne,
  mit  Ausnahme  der  des  rechten
Fünelbateillons,  der  Sängerchor  und  die

autboisten  im  Halbkreis  hinter  dem
Prediger.  Bei  Beginn  des  Gottesdienstes
wird  das  Gewehr  abgenommen,  die  Tambours
  schlagen  zum  Gebet.  Kurzes  Gebet
des  Predigers,  das  die  Truppen  mit  entblößtem
  Haupt  still  mitbeten;  Gesang  des
Kirchenlieds  durch  den  Sängerchor  unter
Musikbegleitung;  Liturgie,  mit  entblößtem
  Haupt  angehört;  Predigt  bei  bedecktem
Hauptznach  einem  Gebet  Gesang  mit  Musikbegleitung
  und  Erteilung  des  Segens
bei  entblößtem  Haupt:  Trommelschlag
zum  Zeichen  des  beendeten  Gottesdienstes.

z  ranatzünder,  s.  Zünder.

eldhauptmann  hießen  in  den  Landsknechtheeren
  die  Befehlshaber  von  Regimentern
  und  größern  Kriegshausen.  Der
Kriegsherr  ernannte  dur  Bestallungsbrief
  seinen  F.  oder  Feldobersten  undließ
diesem  ein  Patent  (Artikulsbrief)  einhäudigen,
  welches  den  Rechtsbrauch  und
die  Verfassung  festsetzte,  wie  er  sein  Kriegsvolk
  gehalten  wissen  wollte.

Feldjäger,  in  der  preußischen  Armee
das  »reitende  Feldjägerkorps  bildend,
  dienen  im  Frieden  wie  im  Krieg
als  Kuriere  und  ergänzen  sich  aus  jungen
Angehörigen  des  höhern  Forstfachs.  Bedingung
  für  die  Aufuahme  ist,  daß  der
Aspirant  Sekondeleutnant  der  Reserve  ist.
Die  Stärke  des  Korps  beträgt  3  Oberjäger
mit  Premier-,  76  Jäger  mit  Sekondeleut-8

