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futteral  an  einem  Riemen  vor  dem  Leib
u  tragen,  steckt.  In  Amerika  ist  statt
feiner  vielfach  der  Klopfer,  ähnlich  dem
Taster  des  Morse-Apparats,  verwendet
worden.  Da  seine  Zeichen  nur  durch  das
Gehör  aufgenommen  werden  können,  so
ist  das  Verstehen  derselben  im  Lärm  des
Gefechts  nicht  selten  in  Frage  gestellt.
Trotz  seiner  Einfachheit  ist  er  deshalb  in
Deutschland  nicht  zur  Einführung  gelangt.
  Als  Batterien  benutzt  man  12
Siemenssche  Papfelemente  in  einem
Kasten.  Zur  Verbindung  des  Morse-Arparats
  mit  Batterie  und  Kabel  dienen  kurze
Verbindungskabel.  Ein  Vorpostentelegraph
  besteht  aus  1500  m  Kabel  in  2  Tornistern
  und  1  Kabelkasten,  2  Apparaten,
2  Batterien  und  4  Verbindungskabeln;
der  Bautrupp  aus  2  Telegraphisten  und
2  Hülfsarbeitern.  Eine  solche  Linie  von
1500  m  ist  in  30—40  Minuten  betriebsfähig
  berustellen.  jede  500  m  weiter  erfordern
  8  Minuten  mehr.  Zwei  Bautrupps
können  eine  Meile  in  einer  Stunde  ausleen.
  Diese  Vorpostenkabel  kommen  ebenso
im  Festungskrieg,  namentlich  bei  der  Beobachtung
  des  Geschüsseuers,  zur  Verwendung.
  Da  trotz  dieser  Apparate  u.  der  permanenten
  telegraphischen  Verbindungen
der  Forts  unter  sich  u.  mit  der  Festung  diese
dem  Bedürfnis  nicht  genügen  werden,  so
ist  für  dieselben  der  opti  sche  Telegraph
eingeführt  worden.  Derselbe  besteht  für
die  ambulanten  Stationen,  welche
namentlich  außerhalb  der  Forts  an  wechselnden,
  für  die  jeweilige  Beobachtung  geeigneten
  Punkten  eingerichtet  werden,  bei
Tage  aus  4  Handscheiben  mit  Stielen,
bei  Nacht  aus  4  Laternen  mit  je  1
weißen  und  1  roten  Scheibe,  die  durch
2  Mann  gehandhabt  werden.  Auf  den
permanenten  Stationen  werden
vierarmige  Semaphoren  aufgestellt,  die
den  optischen  Eisenbahntelegraphen  ganz
ähnlich  sind.  Für  den  Nachtdienst  wird
hinter  jedem  Arm  eine  Laterne  aufgestellt,
  die  eine  weiße,  der  Arm  eine  rote
Scheibe  hat.  Bei  den  Laternensignalen
  bedeutet  rotes  Licht  Punkt,  weißes
Strich.  Für  die  Scheiben  und  Semaphoren
  dient  das  Morse-Alphabet  zur
Zeichengebung.

Feldtelegraphie.

Das  Morse-Alphabet  ist  folgendes:
.  —  1  –  H  .  1#

—  —.
—.  .  b  .—.0  ..  .  —  r
—  .  —  .c  .  .i  .  —  —  .p  .  —  —
ch  h  c4—·-—  x

—  .  4  —#  —.  –

.  0  —  1  ..  .  a  —  —  .  .  2

N——  –  —m  —t
Für  diesehöchstens  4  Zeichen  in  einem  Buchkaben
  reichen  die  4  Scheiben,  beziehentlich
4  Arme  aus;  es  bedeutet  Scheibe  senkrecht

  (  )  Punkt  und  Scheibe  wagerecht
(  Strichzähulich  bedeutet  beim  Semaphorder
  schräg  gestellte  Arm  Punkt,

der  waßerechte  Strich.  Die  Zahlen  werden
durch  1—4  Punkte  oder  Striche  9.  —,
0  —  bezeichnet  und,  um  sie  zu  kennzeichnen,
  ihnen  der  Buchstabe  2  vorangesetzt.
3#  andern  Ländern  ist  für  das  optische
Telegraphieren  im  Vorpostenbereich  ein
einfacheres  System  im  Gebrauch,  worin
nur  von  Einem  Mann  mit  Einer  Scheibe,
lagge,  Laterne  oder  mit  dem  Gewehr  2c.
8  egeben  werden,  für  welche  beimmte
  Bedeutung  in  einem  Signalbuch
  festgesetzt  au  Die  elektrischen  Vorpostenapparate
  sind  auch  mit  Telephonen
  ausgerüstet,  um  vorkommenden  Falls
von  ihnen  Gebrauch  zu  machen;  im  Lärm
des  Gefechts  wird  es  aber  kaum  möglich
sein,  sich  mit  ihnen  verständlich  zu  machen.
ür  den  Dienst  der  F.  werden  in
Deutschland  10  Feld=  und  5  Reserve-Feldtelegraphenabteilungen
  und  zwar  2  Feldabteilungen
  von  Bayern,  1  von  Württemberg,
  alle  übrigen  von  Preußen  und  zwar
aus  dem  Garde=  und  4.  Pionierbataillon
formiert.  Ein  besondrer  Friedensstamm
besteht  für  dieselben  nicht,  außer  dem  Inspekteur
  der  Militärtelegraphie.  Die  5
Reserve-Feldtelegraphenabteilungen  versehen
  die  Etappentelegraphie.  1870/71
waren  noch  Kriegstelegraphendirektionen
sformiert,  welche  das  Telegraphenwesen  in
den  okkupierten  Ländern  organisierten  und
leiteten.  —  Der  speciellere  Dienst  der  F.
beschränkt  sich  auf  Organisation  und  Stationsdienst
  und  wirdin  der  Regel  durch  Telegraphenbeamte
  unter  militärischer  Oberleitung
  ausgeführt.  —  Die  Thätigkeit
der  Feldtelegraphenabteilungen  besteht  im