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detachierten  Forts  als  Lagerfestungen
für  große  Armeen.  Die  jetzt  aufgestellten
Grundbedingungen  waren:  Die  Befestiung

  mußaus  einer  geschlossenen  Enceinte
#mkallung)  und  einem  Gürtel  detachierter
  Forts  bestehen,  für  beide  muß  die  Möglichkeit
  des  Umfassens  der  Linien,  um  deren
Rikoschettieren  auszuschließen,  thunlichst
vermieden  werden;  der  Hanptwall  soll  aus
möglichst  wenig  gebrochenen,  stumpf  zusammenstoßenden
  Fronten,  bezw.  Facen
und  Flanken  bei  den  Forts,  die  den  Frontalkampf
  begünstigen,  bestehen.  Beim  Hauptwall
  fallen  alle  Vor=  und  Außenwerke
fort,  ebenso  die  Rednits  (oder  Kernwerke,
im  Innern  der  Forts  2c.);  der  gedeckte  Weg
ist  schmal  zu  halten,  mehr  als  Rondengang
  zur  Ausstellung  von  Schützen,  erhält
aber  kleine  Reduits;  die  Flankierung  des
LHaptgrabens  geschieht  aus  Kaponnieren.

as  Hauptdeckungsmaterial  ist  Erde,
Mauerwerk  wird  nur  zur  Herstellung  der
Sturmfreiheit  und  Kaponnieren  verwendet;
  erstere  ist  mehr  durch  hohe  Kontreskarpen
  zu  erreichen,  während  die  Eskarpen
  nur  4—5  m  hohe,  freistehende  Manern
ohne  Scharten  erhalten,  die,  wie  alles  dem
Feinde  zugekehrte  Mauerwerk,  mit  dem
Kordon  gegen  15°  Fallwinkel  der  Geschosse
gedect  sein  müssen.  Die  Forts  erhalten

ünettenform,  eine  Kapitaltraverse  gegen
Flankenfeuer,  für  die  Unterbringung  der
Mannschaft  bombensichere  Räume  in  der
Kehleskarpe.—Die  Benutzung  von  Eisenpanzern
  wurde  nach  dem  Krieg  1870/71
in  übertriebenem  Grad  betont,  weil  man
annahm,  Ein  gepanzertes  Geschütz  sei  befähigt,
  6  —  10  Geschütze  des  Angriffs
dauernd  zu  bekämpfen  und  so  die  Artillerieverteidigung
  in  gewissen  Fällen  unüberwindlich
  zu  machen.  Man  überzeugte
sich  aber  bald,  daß  diese  Türme  zur  Sicherung
  gegen  gewaltsame  Unternehmungen
der  Anlage  eines  Forts  bedurften,  la
isolierte  Errichtung  im  Fortsgürtel  nicht
zweckmäßig  sei;  sie  sind  deshalb  in  deutschen
  Festungen  nur  in  geringer  Zahl
(etwa  12)  erbant,  in  Frankreich  dagegen
n  ausgedehnter  Weise,  bis  8  pro  Fort
angewendet,  meist  als  feste  Schildpanzer
für  Wallgeschütze.  Eine  hohe  Bedeutung
wird,  nach  dem  Vorgang  Frankreichs,  der

Festung  (große  Festungen  mit  Fortz).

Anlage  eines  doppelten,  eines  hohen
und  niedern  Walles  beigelegt,  weil  ein
solcher  eine  unbeschränkte  gleichzeitige
Verwendung  der  Artillerie  und  Infanterie
estattet,  wobei  es  zweckmäßig  erscheint,  den
bohen  auf  dem  niedern  Wa  aufzustellen.
Von  großer  Wichtigkeit  ist  die  Bestimmung
über  die  Weckmäßigst  Entfernung  der
Forts  von  der  Hauptenceinte  und
unter  sich,  worüber  gegenwärtig  die  Ansichten
  noch  sehr  auseinander  gehen.  Es
wurde  die  Forderung  gestellt,  daß  die  Forts
genügend  weit  vorgeschoben  sein  milssen,
um  das  Bombardement  der  Stadt  aus
Geschützen  von  7500  m  Schußweite  unmöglich
  zu  machen;  hierzu  würde  ein  Abstand
  von  5500  m  genügen,  Brialmont
sordert  7000  m,  die  neuenennss  von  Paris
liegen  auf  9500—15,000  m,  in  Verdun
auf  4000  m  vom  Hauptwall.
Man  ist  gegenwärtig  in  Deutschland  der
Ansicht,  daß  4000—5000  m  genügen.
Wird  der  Fortsgürtel  als  eine  geschlossene
Verteidigungslinie  betrachtet,  "6  wird  der
Zwischenraum  zwischen  zwei  benachbarten
Forts  nur  so  groß  sein  dürfen,  daß  er  noch
von  beiden  Forts  unter  kräftiges  Feuer  genommen
  werden  kann;  im  allgemeinen
wird  er  daher  4000  m  betragen  können.
Die  Pariser  Forts  haben  einen  Absland
unter  sich  von  5—18,000,  bei  Belfort  von
8000  —141,500  m.  Paris  hat  45  Forts,
deren  Verbindungslinie  130  km  mißt.
In  dem  Zwischenterrain  soll  die  Haurtverteidigung
  der  Ferts  geführt  werden,  zu
welchem  Zweck  neben  ihnen  Ans  claßbatterien
  und  an  geeigneten  Stellen

wischenbatterien  nach  Art  der  Beagerungsbatterien
  erbaut  werden,  aus
denen  die  Geschütze  erst  dann  in  die  Forts
zurückgezogen  werden,  wenn  sie  eines
größern  Schutzes  gegen  das  feindliche
Feuer  bedürfen,  als  ihn  die  Batterien
geben  können;  für  die  Infanterie  werden
Feldschanzen  und  Schützengräben  angelegt.—
  Für  die  Größe  der  Forts  haben
8  in  Deutschland  3  Typen  herausgebildet,
deren  Armierung  20,  beziehentlich  36  oder
54  Geschütze,  deren  Besatzung  250—500
Mann  Infanterie  beträgt.  In  Frankreich
  ist  man  nach  und  nach  bei  Anlage
der  Sperrforts  an  der  Ostgrenze,  von  der