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und  dies  so  weit  wie  möglich  hinauszuschieden
  suchen.  Auf  1000—1500  m  vor
ie  Forts  vorgeschobene  fortifikatorisch  einerichtete
  Postionrn  werden  diesen  durch
nfanterie  und  Feldartillerie  auszuführenden
  Unternehmungen  als  Stützpunkte
dienen.  Die  weittragenden  Geschütze  der
Sicherheitsarmierung  in  den  Forts  greifen
  überall  ein,  wo  sich  Gelegenheit  bietet.
Die  Anschlußbatterien  neben  den  Forts
werden  armiert  und  nehmen  das  Feuer
gegen  die  feindliche  erste  Artillerieaufstellung
  auf.  Gleichzeitig  wird  auf  der  wahrscheinlichen
  Angriffsfront  mit  dem  Bau
von  Zwischenbatterien  begonnen,  die  in
erster  Linie  den  Geschützkampf  mit  dem
Angreifer  durchzuführen  haben  und  der
leichtern  Munitionsversorgung  wegen
mit  Kanonen  leichten  und  mittlern  Kalibers
  (schweren  9  und  12  cm)  armiert
werden.  Alle  diese  Batterien  und  Stellungen
  werden  durch  zusammenhängende
Lausgräben  verbunden.  Die  Generalgeschützreserve
  wird  aufgestellt.  Sind  die
Vorposten  auf  die  Festungswerke  zurückgedrängt,
  so  muß  nachts  durch  Schleichpatrouillen,
  Leuchtraketen  oder  elektrische
Beleuchtung  das  Vorterrain  beobachtet,  abgesucht
  und  *#  feindliche  Unternehmungen,
  z.  B.  Bau  der  Parallelen,  sofort  der
Kampf  begonnen  werden.  Die  Geschütze
auf  den  Wällen  und  in  den  Batterien  be-Kinnen
  das  Feuer  zuerst  und  unterstützen
die  etwa  vorgehenden  Ausfalltruppen
(vgl.  Ausf  alue-  Bei  Tag  sucht  man  die
feindlichen  Unternehmungen  von  einem  an
Seilen  gehaltenen  Luftballon  aus  zu  beobachten.
  Da  der  Verteidiger  die  Entfernung
  der  feindlichen  Stellung  kennt  oder
doch  ofort  aus  Plänen,  die  stets  zur  Hand
sind,  jederzeit  ermitteln  kann,  so  wird
er  Arbeiteransammlungen  sofort  mit
Shrapnels  beschießen.  Hauptsächlich  aber
wird  es  Aufgabe  der  Aufanterie  sein,  dem
Feind  jede  ungedeckte  Aufstellung  unmöglich
  zu  machen,  die  Artillerie  dagegen
das  Fortschreiten  der  gedeckten  Annäherungen
  durch  Beschießen  der  Sappenteten
8  indern  suchen.  Durch  unausgesetzte
obachtung  des  Feindes  an  allen  Punkten
  und  whergenisene  Telegraphendienst,
  sowohl  mit  elektrischem  wie  opti-Festungsmanöver.



schem  Telegraph,  wird  man  an  leitender
Stelle  von  allen  Bewegungen  des  Feindes
jederzeit  unterrichtet  sein  und  die  Hülfe
benachbarter  Werke  herbeirufen  können.

Die  neuere  Taktik  legt  den  Schwerpunkt
der  Verteidigung  in  die  Fortslinie,  hier
wird  also  die  volle  Kraft  des  Widerstands
einzusetzen  sein.  Daraus  folgt,  daß  der
Verteidiger  nur  noch  Trümmer  seiner
personellen  und  materiellen  Streitmittel
aus  den  Forts  zurückziehen  wird,  wenn
er  zum  Aufgeben  der  letztern  gezwungen
ist.  Für  diesen  Fall  muß  hinter  den  Forts
eine  Zwischenstellung  fortifikatorisch  hergerichtet
  werden  durch  Einrichtung  von
Ortschaften  zur  Verteidigung,  Erbauung
von  Feldschanzen,  Batterien,  Schützenräben
  2c.  Kann  sich  der  Verteidiger  auch
Hier  nicht  zefr  halten,  so  mußersichhinter
die  Kernbefestigung  zurückziehen  und
inzwischen  die  Angrifss=  und  deren  Nebenfronten
  durch  Ausstellen  aller  ihm  verbliebenen
  Geschütze  zu  einem  kräftigen
Widerstand  einrichten.  Bei  dem  Kampf
unter  dem  ausschließlichen  Gebrauch  der
modernen  Feuerwaffen  ist  es  kaum  annehmbar,
  daß  der  Angreifer  mit  seinen
Annäherungsarbeiten  bis  zum  Glacis
wird  vorgehen  müssen  oder  können,  da
die  Wirkung  und  Trefffähigkeit  der  Geschütze
  bis  auf  mehrere  Hundert  Meter  die
gleiche  ist.  4

Festungsmanöver,  Ubungen  der  Festungsgarnisonen,
  welche  diesen  ein  kriegsmäßiges
  Bild  von  den  Dienstverrichtungen
beim  Angriff  und  bei  der  Verteidigun
von  Festungen  verschaffen  sollen  un
nach  den  in  Deutschland  hierüber  geltenden
  Bestimmungen  hauptsächlich  für  die
Besatzungsinfanterie  zur  Geltung  kommen.
  Fur  die  Artillerie  sind  F.  von  so
kurzer  Dauer  wenig  nutzbringend,  weil
die  Armierungs=  und  Belagerungsarbeiten
  zu  umfangreicher  Vorkehrungen  und
längerer  Zeit  zu  ihrer  Ausführung  bedürsen.
  Für  die  Artillerie  vertreten  daher  die
Armierungs=  und  Belagerungsübungen
  vorzugsweise  die  Stelle  der  F.,
bei  denen  die  änschligigen  Arbeiten,  wie
Einrichten  einzzeiner  Festungswerke  zur
Uerteidigung,  au  von  Belagerungsbatterien
  2c.,  wirklich  zur  Ausführung-kommen.